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Montag, 28. Mai 2018
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Schwangere mit chronischer Erkrankung

Asthma in der Schwangerschaft

Wird eine Frau mit Asthma bronchiale schwanger, kann dies eine Anpassung der Medikation erforderlich machen.

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Im Falle einer Schwangerschaft gehört die Medikation bei Asthma auf den Prüfstand
(c) iStockphoto

Als Asthma bezeichnet man eine oft anfallsweise auftretende Atemnot in unterschiedlich starker Ausprägung. Bei etwa einem Prozent aller schwangeren Frauen wird ein so genanntes Asthma bronchiale beobachtet. Bei der Hälfte dieser Frauen wirkt sich Asthma nicht merklich auf die Schwangerschaft aus. Bei knapp einem Drittel der Asthmatikerinnen hat eine Schwangerschaft positive Auswirkungen auf die Symptome des Asthmas, bei etwa 20 Prozent hat die Schwangerschaft eher negative Auswirkungen auf eine asthmatische Erkrankung.

Therapie bei Asthma in der Schwangerschaft

Asthmatikerinnen haben meist eine dauerhafte Medikation einzunehmen. Hierbei handelt es sich um Medikamente, die erweiternd auf die Bronchien wirken und dazu kortisonhaltige Mittel, die Entzündungen Einhalt gebieten sollen. Beides wird meistens mittels Inhalation eingenommen, meistens als Spray. Oft ist bei Betroffenen eine dauerhafte Kortisonbehandlung notwendig und unvermeidbar. Nicht wenige schwangere Asthmatikerinnen verzichten allerdings auf die Einnahme der Medikamente. Sie möchten ihrem ungeborenen Kind nicht schaden, weil insbesondere Kortison unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Diese Medikamente sollten aber in Absprache mit dem behandelnden Arzt während der Schwangerschaft trotzdem weiterhin eingenommen werden, da ein Asthmaanfall für ein ungeborenes deutlich Kind gefährlicher sein, kann als eventuelle Nebenwirkungen von Asthmamedikamenten. Während eines Anfalls kann ein Ungeborenes womöglich zu wenig Sauerstoff bekommen.

Asthma bei Kinderwunsch

Frauen mit Kinderwunsch, die an Asthma bronchiale leiden, sollten ihren Kinderwunsch ihrem Arzt mitteilen und sich möglichst vor einer Schwangerschaft eingehend vom beraten lassen.

Weitere Informationen über Medikamente bei Asthma in der Schwangerschaft erhalten Sie bei Embryotox. Unter der Infonummer 030/30308-111 oder unter www.embryotox.de können Sie sich persönlich informieren.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 19. April 2017
Quellen: Pschyrembel, de Gruyter Verlag, Berlin 2015; Breckwoldt, M.; Kaufmann, M.; Pfleiderer, A.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme Verlag, Stuttgart 2008; Steck, T., Hertel, E., Morgenstern, C., Pochmann, H., Kompendium der Geburtshilfe für Hebammen. Springer Verlag, Wien 2008

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