Suchen Menü
Schwangere mit chronischer Erkrankung

Asthma in der Schwangerschaft

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 19. April 2017

Wird eine Frau mit Asthma bronchiale schwanger, kann dies eine Anpassung der Medikation erforderlich machen.

iStock_000045206350_Large.jpg
Im Falle einer Schwangerschaft gehört die Medikation bei Asthma auf den Prüfstand
(c) iStockphoto

Als Asthma bezeichnet man eine oft anfallsweise auftretende Atemnot in unterschiedlich starker Ausprägung. Bei etwa einem Prozent aller schwangeren Frauen wird ein so genanntes Asthma bronchiale beobachtet. Bei der Hälfte dieser Frauen wirkt sich Asthma nicht merklich auf die Schwangerschaft aus. Bei knapp einem Drittel der Asthmatikerinnen hat eine Schwangerschaft positive Auswirkungen auf die Symptome des Asthmas, bei etwa 20 Prozent hat die Schwangerschaft eher negative Auswirkungen auf eine asthmatische Erkrankung.

Therapie bei Asthma in der Schwangerschaft

Asthmatikerinnen haben meist eine dauerhafte Medikation einzunehmen. Hierbei handelt es sich um Medikamente, die erweiternd auf die Bronchien wirken und dazu kortisonhaltige Mittel, die Entzündungen Einhalt gebieten sollen. Beides wird meistens mittels Inhalation eingenommen, meistens als Spray. Oft ist bei Betroffenen eine dauerhafte Kortisonbehandlung notwendig und unvermeidbar. Nicht wenige schwangere Asthmatikerinnen verzichten allerdings auf die Einnahme der Medikamente. Sie möchten ihrem ungeborenen Kind nicht schaden, weil insbesondere Kortison unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Diese Medikamente sollten aber in Absprache mit dem behandelnden Arzt während der Schwangerschaft trotzdem weiterhin eingenommen werden, da ein Asthmaanfall für ein ungeborenes deutlich Kind gefährlicher sein, kann als eventuelle Nebenwirkungen von Asthmamedikamenten. Während eines Anfalls kann ein Ungeborenes womöglich zu wenig Sauerstoff bekommen.

Asthma bei Kinderwunsch

Frauen mit Kinderwunsch, die an Asthma bronchiale leiden, sollten ihren Kinderwunsch ihrem Arzt mitteilen und sich möglichst vor einer Schwangerschaft eingehend vom beraten lassen.

Weitere Informationen über Medikamente bei Asthma in der Schwangerschaft erhalten Sie bei Embryotox. Unter der Infonummer 030/30308-111 oder unter www.embryotox.de können Sie sich persönlich informieren.

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 19. April 2017
ICD-Codes für diese Krankheit: J45.0 | J45.1 | J45.8 | J45.9
Quellen
Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Beschwerden & Erkrankungen

Die Toxoplasmose verläuft meist symptom- und folgenlos, kann bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft aber zu schweren Schädigungen beim Baby führen. Das sollten Sie darüber wissen. Mehr...

Beschwerden & Erkrankungen

Das HELLP-Syndrom verursacht unspezifische Symptome, weshalb es oft falsch diagnostiziert wird. Es tritt häufig bei Frauen auf, die in der Schwangerschaft bereits an Präeklampsie leiden. Schwangere sollten... Mehr...

Entbindung & Kaiserschnitt

Sind die Wehen bei der Geburt zu schwach, zu kurz oder zu selten, oder setzen sie gar nicht erst von alleine um den Geburtstermin ein, spricht man von einer Wehenschwäche. Wehenschwäche kann verschiedene... Mehr...

Mit der Teilnahme an unseren interaktiven Gewinnspielen sichern Sie sich hochwertige Preise für sich und Ihre Liebsten!

Jetzt gewinnen

Wann kommt mein Baby? Mit dem Geburtsterminrechner können Sie das schnell und einfach herausfinden

mehr lesen...
Weitere interessante Themen
  • Zytomegalie (CMV-Infektion)

    Die Zytomegalie oder CMV-Infektion wird vom Zytomegalievirus (CMV), einem Virus der Herpes-Gruppe, hervorgerufen. Eine CMV-Infektion ist eigentlich harmlos, kann aber in der... Mehr...

  • Ureaplasma (Ureaplasma urealyticum &...

    Ureaplasmen sind Bakterien, die sich nach Übertragung durch Geschlechtsverkehr im unteren Genitaltrakt ansiedeln. Sie können Entzündungen auslösen und sich bei Frauen auch auf die... Mehr...