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Mittwoch, 12. Dezember 2018
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Harter Bauch in der Schwangerschaft

Autor: Karin Wunder, Medizinautorin
Letzte Aktualisierung: 04. Oktober 2018

Ein harter Bauch kann in unterschiedlichen Stadien der Schwangerschaft auftreten und ist in der Regel kein Grund zur Beunruhigung. Bei Schmerzen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Harter Bauch in der Schwangerschaft
Bei vielen Frauen verhärtet sich der Bauch in der Schwangerschaft hin und wieder - oft ist dann lieber erstmal Entspannung angesagt
© iStock.com/Helios8

Er wird vor allem durch kleinere Muskelkrämpfe der Gebärmutter, Verdauungsbeschwerden, Überanstrengung oder einfach durch das Wachstum des Babys ausgelöst.

Verhärtet sich der Bauch im letzten Drittel der Schwangerschaft, kann es sich bereits um Übungswehen oder Senkwehen handeln.

Wie fühlt es sich an?

Die meisten Frauen nehmen eine Verhärtung des Bauches wahr. In der Regel ist ein harter Bauch in der Schwangerschaft nicht schmerzhaft. Wenn zur Verhärtung Schmerzen hinzukommen, gar ein Druckgefühl nach unten oder Ziehen in Leisten- und Rückengegend, ist es ratsam, Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufzusuchen. Auch regelmäßige beziehungsweise sehr lange anhaltende Verhärtungen und Schmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden.

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Ursachen für einen harten Bauch in der Schwangerschaft

1. Wachstum des Babys

Die Gebärmutter besteht zu einem Teil aus Muskelgewebe und kann sich daher wie ein Muskel anspannen beziehungsweisezusammenziehen und entspannen. Muskeln können sich aber auch verkrampfen. Während der Schwangerschaft können zum Beispiel das Wachstum des Babys und die damit verbundene Dehnung der Gebärmutter zu leichten Muskelkrämpfen führen.

Wenn Ihnen die Verhärtung des Bauches unangenehm ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Ihnen wird gegebenenfalls ein Magnesium-Präparat verschrieben.

2. Verstopfung als Ursache eines harten Bauchs

Verstopfung kann zu einem harten Bauch führen – auch in der Schwangerschaft. Als Ursache vermutet man die veränderte Hormonproduktion, die den Darm entspannt. Durch das damit verbundene langsamere Vorankommen verbleibt der Stuhl länger im Darm, wo Wasser entzogen wird. Die Folge ist neben einem harten Bauch eher seltener und trockener Stuhlgang.

Wenn Sie unter hartnäckiger Verstopfung leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Greifen Sie keinesfalls zur Selbstmedikation, auch wenn es sich um frei verkäufliche Mittel handelt. Mit verschiedenen Hausmitteln können Sie aber auch versuchen, die Verstopfung selbst zu lindern:

  • Trinken Sie über den Tag verteilt ausreichend Wasser (mindestens acht bis zehn große Gläser).
  • Essen Sie ausreichend Ballaststoffe in Form von Gemüse.
  • Getrocknete Pflaumen, Feigen oder Aprikosen in kleinen Mengen wirken sanft abführend.
  • (Sauer-)Milchprodukte wie Joghurt, Dickmilch oder Kefir wirken sich positiv auf den Darm aus.
  • Bewegen Sie sich ausreichend.
  • Reduzieren Sie Weißmehlprodukte zugunsten von Nahrungsmitteln aus Vollkornmehl.

3. Belastung

Ein harter Bauch in der Schwangerschaft kann auch durch übermäßige körperliche Belastung ausgelöst werden; der Bauch verkrampft sich dabei. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich etwas zu viel zugemutet haben, ruhen Sie sich aus, legen Sie die Beine hoch und entspannen Sie sich. Auch ein warmes Bad kann die Entspannung unterstützen. Werden die Verspannungen im Bad stärker oder kommt es gar zu Schmerzen, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Geburtswehen.

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4. Übungswehen

Etwa ab der zweiten Schwangerschaftshälfte (ab der 25./26. Schwangerschaftswoche) können erste Übungswehen einsetzen. Diese werden als harter Bauch wahrgenommen. Übungswehen treten unregelmäßig bis zu mehrmals täglich auf und sind nicht dauerhaft. Sie unterscheiden sich von echten Wehen vor allem durch ihre Schmerzlosigkeit.

5. Senkwehen und Wehen

Etwa zwei bis vier Wochen vor der Geburt rutscht das Baby tiefer ins Becken. Um das zu ermöglichen, zieht sich die Gebärmutter zusammen, es entstehen Senkwehen. Senkwehen gehen meist mit einem harten Bauch einher. Sie können etwas schmerzhaft sein oder nur von einem Ziehen im Rücken begleitet werden – das ist von Frau zu Frau verschieden.

„Echte“ Wehen werden zunehmend intensiv und halten an. Die Gebärmutter zieht sich bei Wehen abwechselnd zusammen und entspannt sich. Dadurch verhärtet sich auch der Bauch. Sie erkennen Geburtswehen unter anderem daran, dass diese im Vergleich zu Übungs- und Senkwehen schmerzhafter sind und in regelmäßigen Abständen auftreten.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Auch in der Schwangerschaft gilt: Wenn Sie das Gefühl haben, etwas ist nicht in Ordnung, so zögern Sie nicht, Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufzusuchen. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob der harte Bauch harmlos ist, es sich um (vorzeitige) Wehen handelt oder etwas anderes nicht stimmt, dann lassen Sie das lieber abklären.

Alarmzeichen in der Schwangerschaft: Bei diesen Symptomen zum Arzt

Autor: Karin Wunder, Medizinautorin
Letzte Aktualisierung: 04. Oktober 2018
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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