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Schwangerschaftsbeschwerden

Schwangerschaftsschnupfen: Verstopfte Nase in der Schwangerschaft

Verstopfte Nase in der Schwangerschaft, aber ein Schnupfen ist es nicht? Dann könnte es sich um den sogenannten Schwangerschaftsschnupfen handeln, eine harmlose, aber oft lästige Schwangerschaftsbeschwerde.

Schwangerschaftsschnupfen: Verstopfte Nase in der Schwangerschaft
© GettyImages/Dima Berlin

Artikelinhalte auf einen Blick:

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Schnupfen oder Schwangerschaftsschnupfen?

Eine verstopfte Nase kann viele Ursachen haben, am häufigsten ist wohl Sekret in der Nase, das im Rahmen einer herkömmlichen Schnupfen (Schnupfen) oder einer Allergie entsteht, die Ursache. Der typische Schwangerschaftsschnupfen zeichnet sich aber durch eine erschwerte Nasenatmung aus. Die Nase fühlt sich verstopft an, dies wird jedoch nicht durch Sekret verursacht. Vielmehr sind die Schleimhäute in der Nase angeschwollen. Deshalb kann auch Schnarchen auftreten.

Was sind die Ursachen von Schwangerschaftsschnupfen?

Der Schwangerschaftsschnupfen wird durch anschwellende Blutgefäße in den Schleimhäuten verursacht. Dadurch unterscheidet er sich vom normalen, durch Erkältungsviren bedingten Schnupfen. Das Anschwellen der Nasenschleimhäute wird wahrscheinlich durch Schwangerschaftshormone und die in der Schwangerschaft vergrößerten Blutgefäße verursacht. Dabei handelt es sich um ganz normale physiologische Veränderungen in der Schwangerschaft, die für das Baby völlig ungefährlich sind.

Stärkere Durchblutung der (Nasen-)Schleimhäute

Im Laufe der Schwangerschaft steigt das Blutvolumen der Mutter um durchschnittlich 30 bis 50 Prozent an. Neben der wachsenden Plazenta müssen die mütterlichen Organe in der Schwangerschaft mehr als sonst arbeiten und benötigen daher mehr Blut.

Der mütterliche Organismus passt sich an das vergrößerte Blutvolumen an, indem sich die Blutgefäße erweitern. Sie können so eine größere Menge Blut durch den Körper transportieren. In der Nasenschleimhaut befinden sich viele feine Blutgefäße, die sich während der Schwangerschaft ebenfalls vergrößern. Als Folge kann die Nasenschleimhaut anschwellen.

Auch Wassereinlagerungen im Gewebe begünstigen das Anschwellen der Nasenschleimhaut.

Verstopfte Nase: Woran erkennt man einen Schwangerschaftsschnupfen?

Der Schwangerschaftsschnupfen äußert sich durch eine sich verstopft anfühlende Nase. Man bekommt nicht genügend Luft durch die Nase und atmet dadurch vermehrt durch den Mund. Nachts kann das zu Schnarchen führen. Da die Nasenschleimhaut stärker durchblutet ist, tritt manchmal auch Nasenbluten auf. Die Schleimhäute sind gereizt und fühlen sich trocken an.

Im Unterschied zum normalen Schnupfen entsteht beim Schwangerschaftsschnupfen kein Sekret und die Nase läuft nicht. Schwangerschaftsschnupfen ist außerdem nicht ansteckend. Betroffene Schwangere schlafen oft schlecht oder wachen nachts häufiger auf. Tagsüber kann das zu Müdigkeit oder vermehrter Gereiztheit führen, manche Frauen bekommen auch Kopfschmerzen.

Die Unterscheidung zum herkömmlichen Schnupfen ist eigentlich leicht. Kommen zur verstopfen Nase weitere Beschwerden wie Halsschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Husten, Kopf- oder Gliederschmerzen hinzu, kann es sich um einen grippalen Infekt handeln. Tritt Fieber auf, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Den Schwangerschaftsschnupfen vom allergischen Schnupfen zu unterscheiden, ist dagegen etwas schwieriger. Manche Frauen entwickeln während ihrer Schwangerschaft zum ersten Mal überhaupt eine Allergie, während eine bestehende Allergie bei anderen sogar besser wird oder verschwindet. Hinweise auf eine Allergie können tränende, juckende Augen und eine laufende Nase sein.

Was tun gegen die verstopfte Nase?

Das Wichtigste: Bitte nehmen Sie nicht einfach so abschwellende Nasensprays. Diese entfalten ihre gefäßverengende Wirkung nicht nur in der Nase, sondern auch im restlichen Körper. Es kann auch zu einer Verengung der Blutgefäße in der Plazenta kommen, wodurch die Versorgung des Babys eingeschränkt wird. Abschwellende Nasensprays können die Nasenschleimhaut außerdem zusätzlich austrocknen und reizen.

Eine gute Alternative: Meerwasser-Nasensprays. Sie sorgen für eine Befeuchtung der Nasenschleimhaut. Auch Nasenduschen (wer sie mag) haben diesen Effekt. Wenn die Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen in der kalten Jahreszeit zu niedrig ist, helfen Luftbefeuchter: Ein Kännchen Wasser auf die Heizung gestellt oder feuchte Handtücher im Raum sorgen für ein angenehmeres, feuchteres Raumklima.

Was Sie sonst noch gegen Schwangerschaftsschnupfen tun können:

  • Bewegen Sie sich täglich an der frischen Luft. Ein kurzer Spaziergang ist schon ausreichend.
  • Trinken Sie genug, am besten mindestens zwei Liter täglich.
  • Nehmen Sie ab und an ein warmes Bad (maximal 38 Grad Celsius warm), denn durch den Wasserdampf können die Schleimhäute etwas abschwellen.
  • Schlafen Sie nachts mit leicht erhöhtem Oberkörper. Das hilft nicht nur gegen Sodbrennen, sondern erleichtert auch die Atmung.
  • Manche Schwangere berichten, dass sich die Beschwerden durch Saunagänge etwas verbessern. In Maßen, mit niedrigen Temperaturen und kürzeren Durchgängen ist während der Schwangerschaft das Saunieren erlaubt, wenn keine gesundheitlichen Probleme dagegen sprechen.  

Und wann wird es besser?

Manche Frauen berichten schon zu Beginn ihrer Schwangerschaft von dem Gefühl einer verstopften Nase, andere entwickeln erst in den letzten Schwangerschaftswochen einen Schwangerschaftsschnupfen. Betroffene Frauen können sich darüber freuen, dass der lästige Schwangerschaftsschnupfen nach der Geburt von ganz alleine wieder verschwindet.

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