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Fruchtbare Tage erkennen: Wann kann ich schwanger werden?

Nur an wenigen Tagen ihres Zyklus ist eine Frau fruchtbar und kann schwanger werden. Bei Kinderwunsch ist es hilfreich, den Zeitpunkt des Eisprungs zu kennen, um den Sex besser planen zu können. Diese Methode nennt man auch Geschlechtsverkehr nach Plan (GvnP).

Fruchtbare Tage erkennen und schnell schwanger werden
© GettyImages/Luis Alvarez

Für die Familienplanung ist es hilfreich zu wissen, wann Ihr Eisprung stattfindet. Wenn Sie schwanger werden wollen, ist der beste Zeitpunkt für Sex in den fünf Tagen vor dem errechneten Eisprungtermin und am Tag des Eisprungs selbst. Hier geht es zu unserem Eisprungrechner! Mehr zur natürlichen Familienplanung gibt es hier nachzulesen.

Artikel-Inhalte im Überblick:

Fruchtbare Tage erkennen und berechnen: So klappt es!

Fruchtbarkeit ist zyklischen Schwankungen unterworfen

Durchschnittlich reift alle 28 Tage eine Eizelle im Follikel (Eibläschen) so weit heran, dass sich das Ei in der Mitte des Zyklus aus dem Eierstock ablöst. Diesen Vorgang nennt man Ei- oder Follikelsprung, der Fachbegriff lautet Ovulation. Die Eizelle ist danach nur etwa zwölf bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Die Spermien des Mannes können im weiblichen Körper bis zu sechs Tage überleben. Somit ergeben sich maximal sechs Tage pro Zyklus, an denen ein Baby entstehen kann - unabhängig von der Zykluslänge.

Der Zeitraum der höchsten Fruchtbarkeit kann man folgendermaßen berechnen: Er beginnt etwa 72 Stunden vor dem Eisprung und endet etwa zwölf Stunden danach. Verstreicht dieses Zeitfenster ungenutzt oder hat es mit der Einnistung nicht geklappt, wird die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut als Regelblutung während der nächsten Periode abgestoßen.

Fruchtbare Tage berechnen: Zykluslänge ist entscheidend

Die Berechnung der fruchtbaren Tage funktioniert nur bei sehr regelmäßigen Zyklen, da dabei von den letzten Zyklen ausgegangen wird. Bei einer Zykluslänge von 28 Tagen sind die fruchtbaren Tage im Zyklus wie folgt verteilt (ZT = Zyklustag):

  • ZT 8: eher unfruchtbar
  • ZT 9-12 : fruchtbar
  • ZT 13: sehr fruchtbar
  • ZT 14: Eisprung, fruchtbar!
  • ZT 15: fruchtbar

Bei einem unregelmäßigen Zyklus verteilen sich die fruchtbaren Tage natürlich anders auf die Zyklustage. Bei langen Zyklen ist dieses Zeitfenster später, das bedeutet, dass sich die zweite Zyklushälfte verlängert. Bei einer sehr kurzen Zykluslänge kann es sogar sein, dass die letzten Tage der Regelblutung schon zu den fruchtbaren Tagen gehören.

Eisprungkalender führen mittels Zyklus-App

Auch die meisten Zyklus-Apps verfügen über einen integrierten Eisprungrechner, auch die fruchtbaren Tage werden häufig bestimmt und optisch hervorgehoben. Je länger und zuverlässiger die Informationen eingetragen werden, desto genauer ist auch die Berechnung und Vorhersage des Eisprungs und somit der fruchtbarsten Zyklustage einer Frau.

Temperaturmethode, Kalendermethode und Co.

Das gesprungene Ei wird vom Eileiter aufgefangen. Sobald eine Frau anhand der Basaltemperaturkurve sicher festgestellt hat, dass sie einen Eisprung hatte, sind die fruchtbaren Tage schon vorüber. Andere Verfahren wie das Beobachten des Zervixschleims nach Billings können den Eisprung auch nicht mit Sicherheit voraussagen.

Gängige Zykluscomputer erlauben es aber, mithilfe der Auswertung von 2 Schlüsselhormonen (Luteinisierendes Hormon [LH] und Östradiol [E2]) den Eisprung schon frühzeitig anzukündigen. Die Zykluscomputer helfen auf diese Weise Paaren mit Kinderwunsch, die fruchtbaren Tage zu erkennen und zu nutzen.

Je länger Sie verschiedene Verfahren ausprobieren, umso besser lernen Sie Ihren Körper kennen und umso besser können Sie die verschiedenen Indizien auf einen Eisprung richtig interpretieren. Nach einigen Monaten Erfahrung ist mit einer Kombination der Beobachtungsmethoden (symptothermale Methode) der Eisprung recht zuverlässig festzustellen.

Wenn Sie es genauer wissen möchten, können Sie auch kurz vor dem erwarteten Eisprung einen Ovulationstest (Eisprungtest oder LH-Test) durchführen. Der Test zeigt den Anstieg des für den Eisprung entscheidenden luteinisierenden Hormons (LH) an. Mit ziemlicher Sicherheit haben Sie, sobald der Test positiv ist, innerhalb von 16 bis 36 Stunden einen Eisprung.

Fruchtbare Tage: natürliche Anzeichen

Der Eisprung selbst findet im Verborgenen statt und kann von uns nicht beobachtet werden. Bei Kinderwunsch ist es aber durchaus sinnvoll, relativ genau zu wissen, wann überhaupt ein Baby gezeugt werden kann. Es gibt einige Körpersignale, die auf den Eisprung hindeuten:

  • Veränderungen des Zervixschleims
  • Basaltemperaturkurve
  • Mittelschmerz
  • gesteigertes sexuelles Verlangen

Je näher der Eisprung rückt,

  • umso weicher wird der Muttermund,
  • umso größer wird die Muttermundöffnung,
  • umso mehr Zervixschleim wird gebildet,
  • umso flüssiger, klarer und spinnbarer wird dieser Schleim,
  • umso mehr steigt die Lust auf Sex

Kurz vor dem Eisprung fällt der CO2-Gehalt in der ausgeatmeten Luft deutlich ab.

Nach der Ovulation (Eisprung)

  • schließt sich der Muttermund,
  • wird der Zervixschleim wieder zähflüssig,
  • steigt die Basaltemperatur um etwa 0,3° C an.

Lesen Sie weiter: Wie können Sie die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen? Wann ist der richtige Zeitpunkt für Sex?

Weibliche Fruchtbarkeit und Alter

Mit steigendem Alter der Frau geht eine Abnahme der Fruchtbarkeit (Fertilität) einher, das ist biologisch festgelegt. Am fruchtbarsten sind Frauen zwischen 20 und 24 Jahren. Die Eizellen altern genau wie der restliche Körper und auch ihre Zahl nimmt mit zunehmenden Lebensjahren ab.

Ab etwa 35 Jahren lässt die Fertilität deutlich nach: Mit 35 ist der weibliche Körper nur noch halb so empfängnisbereit wie mit 25 Jahren, mit 40 nur noch halb so fruchtbar wie mit 35 Jahren. 

Mit zunehmendem Alter findet auch nicht mehr in jedem Zyklus ein Eisprung statt. Ab Mitte 30 ist es normal, wenn die Zyklen ohne Eisprung (anovulatorische Zyklen) zunehmen. Allerdings weisen neuere Studien darauf hin, dass diese Zahlen veraltet sind und das Alter in Bezug auf die Fertilität möglicherweise doch k eine so große Rolle spielt wie bislang angenommen.

Fruchtbarkeit steigern: Aber wie?

Um die Fruchtbarkeit zu steigern, sollte auf eine gesunde Ernährung und Lebensweise ohne Genussgifte wie Tabak gesetzt werden. Folgende weitere Tipps sollen zusätzlich dazu beitragen, die Fertilität zu erhöhen:

  • Normales Körpergewicht: Übergewicht kann bei Frauen die Fruchtbarkeit einschränken, da durch eine erhöhte Insulinproduktion der Eisprung ausbleiben kann. Bei Männern schränkt Übergewicht die Qualität der Spermien ein.
  • Ausgewogene Ernährung plus Folsäure: Um den Folsäure-Speicher aufzufüllen, muss in der Regel vier Wochen lang Folsäure genommen werden. Sie ist wichtig für die Zellteilung und wird bei Kinderwunsch auch empfohlen, um das Kind vor Fehlbildungen zu schützen.
  • Ausreichend Bewegung: Eine verbesserte Durchblutung aller Körperzellen durch Sport fördert die Fruchtbarkeit beider Geschlechter.
  • Gesunde Zähne: Eine australische Untersuchung mit 3.400 Schwangeren hat ergeben, dass Zahnfleischerkrankungen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben. Frauen mit Parodontitis brauchten im Durchschnitt zwei Monate länger, um schwanger zu werden als Frauen mit gesundem Gebiss.
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