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Babypflege

Wickeln, Baden, Kämmen, Cremen: Babypflege ist fester Bestandteil der täglichen Routine mit Ihrem Baby – von Geburt an. Doch worauf sollten Eltern achten? Ein Überblick.

Babypflege: Weniger ist oft mehr
Gerade in den ersten Lebensmonaten nimmt die tägliche Babypflege großen Raum im Leben der Familie ein.
© GettyImages/tatyana_tomsickova

In den ersten Lebensmonaten ist die Haut des Babys das einzige Sinnesorgan, mit dem es die Welt richtig erfassen kann. Streicheleinheiten, Küsschen und Schmusen sind jetzt besonders wichtig und stärken die Eltern-Kind-Bindung.

Der Babypflege kommt von Anfang an eine wichtige Bedeutung zu, denn die Haut von Neugeborenen ist noch sehr zart und sensibel. Gleichzeitig findet hier wieder der wohlige Körperkontakt zwischen Eltern und Baby statt. Wichtig: Am Anfang ist weniger einfach mehr. Verwenden Sie wenige Hautpflegeprodukte und cremen Sie, wenn überhaupt, nur dünn.

Artikelinhalte auf einen Blick:

Hautpflege fürs Baby: Worauf beim Waschen, Pflegen, Cremen achten?

Babypflege: Auf die Inhaltsstoffe kommt es an

Weniger ist bei der Babypflege oft mehr. Das gilt besonders für Cremes, Öle und Lotionen: Babys zarte Haut ist noch dünn und die Hautbarriere äußerst durchlässig, Inhaltsstoffe (und Schadstoffe!) wirken so viel intensiver. Das gilt besonders für Neugeborene, denn erst im Alter von etwa sechs Monaten sind Babys Hautschichten voll entwickelt.

Beschränken Sie sich deshalb lieber auf einige notwendige, hochwertige Babypflege-Produkte und achten Sie darauf, dass folgende Stoffe nicht enthalten sind:

  • Duftstoffe
  • Parfüm
  • Konservierungsstoffe
  • Alkohol
  • Farbstoffe
  • Weichmacher
  • Paraffinöl

Auch Babycreme-Tests können eine Hilfe bei der Auswahl sein. So kommt es zum Beispiel immer wieder vor, dass spezielle Babyprodukte bedenkliche Inhaltsstoffe wie Fette auf Mineralölbasis oder Mikroplastik enthalten. Tipp: Informieren Sie sich vor dem Kauf, ob es schon entsprechende Testergebnisse gibt.

Was für die Babypflege empfehlenswert ist:

  • naturbelassenes Öl: Zum Entfernen von Creme- und Schmutzresten sowie als Badezusatz oder zur Babymassage eignet sich einfaches Öl wie beispielsweise Mandelöl. Achten Sie darauf, dass Sie ein Öl verwenden, das ohne Mineralöl und Duftstoffe auskommt.
  • mildes Waschgel: Spezielle Baby-Waschgele sollten nur über wenige Inhaltsstoffe verfügen und einen hautneutralen pH-Wert haben. Bitte nur im Ausnahmefall verwenden.
  • Heilsalbe, zum Beispiel mit beruhigenden Wirkstoffen wie Calendula oder Panthenol: Sie kann bei Rötungen, extrem trockener Haut oder Wundsein helfen.
  • Fettcreme: Für den Schutz von freiliegenden Hautflächen bei eisigen Temperaturen.
Stuhlgang: Das sagt ein Blick in die Windel aus

Babypflege: Welche Produkte brauchen Sie wirklich?

Gerade im ersten Lebensjahr werden Babys außerhalb des Windelbereichs in der Regel nicht wirklich schmutzig. Entsprechend zurückhaltend äußern sich Expert*innen zu Produkten der Babypflege. Klares, warmes Wasser und ein weicher Waschlappen sind die wichtigsten Utensilien. Um den natürlichen Säureschutzmantel nicht zu strapazieren, sollte nicht zu häufig gewaschen und gecremt werden.

Beim Zubehör sieht es schon etwas anders aus. Waschlappen, gegebenenfalls Kompressen für die Nabelpflege und natürlich Windeln sind unverzichtbare Bestandteile der Ausstattung. Aber auch größere Anschaffungen wie eine Babybadewanne oder der obligatorische Wickeltisch sind wichtige Basisartikel für die Babypflege.

Nabelpflege: das erste Basic der Babypflege

Trocken und sauber sollte der Nabel sein – bis der Nabelschnurrest von alleine abfällt, ist das die wichtigste Grundregel. Wie dies geschehen soll, dafür haben Hebammen jeweils ihre eigene Empfehlung. Das Trockenhalten fördert die Mumifizierung des Nabelschnurrests, sodass dieser etwa zwischen dem 7. und 14. Lebenstag von alleine abfällt.

Wichtig: Je mehr Luft an den Nabel kommt, desto besser. Achten Sie bei der täglichen Babypflege darauf, dass die Windel unterhalb des Bauchnabels bleibt. Schlagen Sie sie ggf. um. Eventuelle Verunreinigungen lassen sich mit speziellen Lösungen reinigen und desinfizieren.

Hier erfahren Sie mehr über die richtige Nabelpflege.

Ihr Baby baden

Für das Babybad ist klares, warmes Wasser mit einer Temperatur von 36 bis 37 Grad Celsius ideal. Hat Ihr Baby sehr trockene Haut, kann auch ein Tropfen natürliches Pflanzenöl wie Mandelöl oder ein spezielles Babyöl guttun. Passen Sie hier nur besonders auf, denn durch das Öl wird es in der Handhabung schnell "flutschig".

Außerdem wichtig: Achten Sie bei der Babypflege grundsätzlich auf eine angenehme Raumtemperatur. 22 Grad sind beispielsweise zum Baden ideal.

Worauf beim Baden achten? Hier mehr erfahren.

Babymassage: Babypflege mit sanften Streicheleinheiten verbinden

Körperkontakt und Nähe sind ein natürliches Grundbedürfnis und nicht nur wichtig für Babys Entwicklung, sondern auch für die Eltern-Kind-Bindung. Viele Babys genießen das sanfte Streicheln in wohliger Raumtemperatur (24 Grad Celsius sind ideal).

Verwenden Sie dabei ein natürliches Öl frei von Paraffinöl und Parfüm und am besten in Bio-Qualität. Auch hierfür eignet sich Mandelöl besonders.

Wichtig: Zu viel Öl ist nicht unbedingt gut für die Entwicklung der Hautbarriere. Empfehlenswert sind Intervalle von einer Woche.

Babymassage: Anleitung für sanfte Streicheleinheiten

Haare waschen beim Baby

Manche Kinder kommen schon mit einer ordentlichen Haarpracht auf die Welt, die nicht selten in den ersten Lebenswochen bis -monaten wieder ausfällt. Andere Babys sind von Anfang an kahl. Doch spätestens, wenn der erste Flaum auf dem Kopf sprießt, stellen sich viele Eltern die Frage, wie sie die Haare ihres Babys waschen sollen.

Klares Wasser ist auch hier anfangs empfehlenswert. Wenn sich der Flaum verdichtet, kann auch ein Klecks mildes Kindershampoo einmal wöchentlich zur Pflege von Babys Haaren verwendet werden.

Halten Sie den Kopf Ihres Babys nach dem Waschen bitte unbedingt mit einem Mützchen warm.

Hat Ihr Baby Kopfgneis, können Sie diesen sanft entfernen, indem Sie etwas Öl einmassieren und dieses über mehrere Stunden oder auch über Nacht einwirken lassen. Dann befeuchten Sie den Kopf beim Baden und kämmen die noch feuchten Schuppen mit einer weichen Babybürste sanft aus.

Auch Milchschorf lässt sich ab dem sechsten Lebensmonat genau so entfernen. Sprechen Sie aber bitte unbedingt mit Ihrer*Ihrem Kinderärztin*Kinderarzt darüber, ob diese Methode für Ihr Baby empfehlenswert ist.

Die besten Ernährungstipps für Säuglinge

Wickeln: häufigste Tätigkeit in der Babypflege

Ob Wegwerf- oder Stoffwindeln, jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass die Windel regelmäßig, spätestens alle vier Stunden und nach Möglichkeit unmittelbar nach dem Stuhlgang, gewechselt wird. Das macht das Wickeln zur mit Abstand häufigsten Tätigkeit in der Babypflege. Oder Sie entscheiden sich für die Methode "Windelfrei", bei der Sie Ihr Baby abhalten, sobald Sie bemerken, dass es muss.

Zur Reinigung des Windelbereichs genügt normalerweise ein feuchter Waschlappen. Stuhlreste an Penis oder Hoden lassen sich mit Öl und etwas Wasser gut entfernen. Gehen Sie dabei sanft vor und ziehen Sie die Vorhaut keinesfalls zurück.

Achten Sie darauf, auch die Hautfalten sanft, aber gründlich zu reinigen. Im Anschluss tupfen Sie den Bereich mit einem Tuch trocken. Cremes oder Salben können bei Hautproblemen oder -reizungen verwendet werden. Bitte sprechen Sie vorher mit Ihrer*Ihrem Kinderärztin*Kinderarzt.

Wickeln und Windeln: So klappt es von Anfang an!

Windeldermatitis: einen wunden Po richtig pflegen

Auch die beste Babypflege kann es nicht immer verhindern: Der wunde Po gehört wohl zu den Beschwerden, die jedes gewickelte Baby einmal im Leben durchmacht. Erkennbar ist die Windeldermatitis an der gleichmäßigen, großflächigen Hautrötung um den Analbereich, die sich bis zu den Genitalien ziehen kann.

Wichtigste Maßnahme ist jetzt: trocken halten und Luft heranlassen. Lassen Sie Ihr Baby ruhig einmal etwas länger mit nacktem Po strampeln und achten Sie darauf, die Windel häufiger als sonst zu wechseln. Heilwolle und das sanfte Abtupfen mit kaltem bis lauwarmem schwarzem Tee sind beliebte Hausmittel.

Windeldermatitis: Welche Behandlung und Hausmittel helfen

Windeldermatitis: Tipps und Hausmittel gegen einen wunden Po

Fingernägel schneiden

Hebammen empfehlen oft, die Fingernägel des neugeborenen Babys in den ersten sechs bis acht Lebenswochen nicht zu schneiden, sondern lediglich eingerissene Nägel vorsichtig abzuziehen. Im Anschluss eignen sich verschiedene Vorgehensweisen wie Schneiden, Feilen oder Abknabbern. Tipp: Kürzen Sie die Nägel Ihres Babys, wenn es schläft. Das reduziert Stress und das Verletzungsrisiko.

Baby: So klappt es mit dem Fingernägel schneiden! 

Babypflege in den ersten Lebenswochen

Babys erste Lebenstage und -wochen sind von physiologischen Anpassungsprozessen geprägt. Davon ist besonders die Haut betroffen. Kein Wunder – 40 Schwangerschaftswochen in Fruchtblase und Fruchtwasser hinterlassen Ihre Spuren. Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme und/oder Ihrer*Ihrem Kinderärztin*Kinderarzt beraten und holen Sie bei Hautproblemen Ihres Babys bitte immer ärztlichen Rat ein.

  • So benötigt die noch von der sogenannte Käseschmiere bedeckte Haut zum Beispiel keine spezielle Babypflege. Im Gegenteil: Innerhalb der ersten Tage nach der Geburt zieht sie von alleine ein. Entfernen Sie die Reste vor allem in den Achselhöhlen und den Leisten, sonst beginnt die Schmiere zu riechen. In manchen Kliniken wird die Käseschmiere noch abgewaschen. 
  • Hautschuppungen sind in den ersten Lebenswochen ebenfalls ganz normal. In der Regel findet der Abschuppungsprozess über mehrere Wochen statt.
  • Milien sind kleine, weiß-gelbliche, erhabene Punkte, die bei vielen Babys anfangs im Gesicht, vor allem im Bereich der Nase und der Wangen, auftreten. Bei ihnen handelt es sich um kleine, mit Hornmaterial gefüllte Zysten, welche die Ausgänge der Schweiß- und Talgdrüsen verstopfen. Auch sie verschwinden nach einigen Wochen von allein.
  • Neugeborenenakne tritt oft etwa drei Wochen nach der Geburt auf. Verursacht werden die kleinen Pickel im Gesicht durch die hormonelle Umstellung, denn bis dato befanden sich noch mütterliche Hormone im Blut Ihres Babys. Diese werden nun abgebaut. Verzichten Sie in dieser Zeit bei der Babypflege auf Cremes oder Öle und reinigen Sie die Haut nur mit warmem Wasser und Waschlappen.
  • Besonders in den ersten Lebenswochen sondern viele Babys mehr Augensekret ab. Reinigen Sie die Augen sanft mit einer 0,9-prozentigen Kochsalzlösung (erhältlich in Apotheken). Geben Sie einige Tropfen der Lösung auf ein fusselfreies Wattepad und streichen Sie sanft von außen nach innen.
  • Stark verklebte Augen weisen möglicherweise auf eine unter Neugeborenen gar nicht so seltene Tränengangsverengung hin. Sanftes Massieren am inneren Augenwinkel zur Nasenwurzel hin kann hier helfen. Gerötete Augen und/oder grün-gelbliches Sekret kann durch eine Entzündung verursacht werden. Bitte suchen Sie in diesem Fall Ihre*Ihren Kinderärztin*Kinderarzt auf.
  • Ohren und Ohrmuschel lassen sich mit einem feuchten Waschlappen reinigen. Bitte verwenden Sie keinesfalls Wattestäbchen.
  • Häufiges Niesen in den ersten Lebenstagen und -wochen ist normal, denn dadurch reinigt sich die Nase des Neugeborenen von Fruchtwasser und anderen Ablagerungen. In der Regel ist es nicht nötig, die Nase extra zu reinigen. Verkrustungen lassen sich mit einem Tropfen Muttermilch oder Kochsalzlösung (0,9 Prozent) sanft lösen.

Babypflege im Winter

Wenn es draußen kalt und windig ist und drinnen trockene Heizungsluft vorherrscht, braucht Babys Haut oft etwas mehr Pflege und Schutz. Tragen Sie vor dem Spaziergang etwas fetthaltige Creme auf die freiliegenden Hautstellen wie Gesicht und Hände auf. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe und eine gute Verträglichkeit.

Kleiden Sie Ihr Kind im Zwiebellook. So ist es draußen warm eingepackt und sobald Sie wieder im Warmen sind, ziehen Sie einfach eine oder mehrere Schichten aus.

So geht Babypflege im Winter!

Tipps für die Babypflege im Winter

Babypflege: Auch Sonnenschutz ist wichtig

Direkte Sonne ist für Babys und Kinder in den ersten zwei Lebensjahren ohnehin tabu. Hautärzt*innen empfehlen in der Regel trotzdem, zumindest im ersten Lebensjahr wenn möglich auf Sonnencreme zu verzichten. Der Grund: Es ist nicht eindeutig geklärt, wie sich die zahlreichen Inhaltsstoffe auf Babys Haut auswirken.

Sonnenschutzkleidung und Schatten schützen Ihr Baby effektiv vor der UV-Strahlung. Tipp: Ist Sonnencreme nötig, verwenden Sie solche mit mineralischen UV-Filtern. Diese liegen auf der Haut auf und reflektieren die UV-Strahlung.

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