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Vorsorgeuntersuchung U2

Autor: Miriam Funk
Letzte Aktualisierung: 31. Januar 2017

Die U2, die so genannte Neugeborenen-Basisuntersuchung, findet zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag statt. Empfehlenswert ist es, die Untersuchung bereits vor dem fünften Lebenstag durchführen zu lassen.

Vorsorgeuntersuchung U2
Zwischen den 3. und 10. Lebenstag wird die zweite Vorsorgeuntersuchung (U2) beim Baby durchgeführt
(c) Getty Images/iStockphoto

Viele Frauen befinden sich zum Zeitpunkt der U2 noch in der Klinik. Sollte dies nicht der Fall sein, sollte das erste Mal ein Kinderarzt mit dem Neugeborenen aufgesucht werden.

Neugeborenen-Screening

Falls bei der U1 kein Blut abgenommen wurde, um bestimmte Stoffwechselerkrankungen auszuschließen, muss dies spätestens bei der U2 erfolgen. Hierzu wird ein Tropfen Blut aus der Ferse entnommen, welches auf eine Schilddrüsenunterfunktion und Stoffwechselerkrankungen hin untersucht wird. Durch dieses so genannte Neugeborenen-Screening wird in Deutschland jährlich bei etwa 350 von 800.000 Neugeborenen eine schwerwiegende Erkrankung frühzeitig erkannt, die sonst zu bleibenden Schäden führen könnte. Die Teilnahme am Screening ist freiwillig, jedoch nehmen zurzeit circa 92 Prozent der Neugeborenen teil.

Kinderärztliche Grunduntersuchung

Die U2 ist eine kinderärztliche Grunduntersuchung, bei der das Baby erstmals gründlich von Kopf bis Fuß untersucht wird. Dabei werden die Organe, das Skelettsystem, die Mundhöhle und die Sinnesorgane kontrolliert. Das Baby wird gemessen und gewogen. Außerdem erhält das Kind die zweite von drei Gaben Vitamin K. Vitamin K ist sehr wichtig für die Blutgerinnung und ein Mangel kann schwerwiegende Folgen wie innere Blutungen haben.


Weiterhin schaut der Arzt, ob nicht eine Neugeborenen-Gelbsucht vorliegt. Auch die Stellung der Gliedmaßen wird überprüft und gegebenenfalls eine Ultraschalluntersuchung der Hüfte durchgeführt. Bei diesem Termin können die Eltern außerdem über Schwierigkeiten beim Trinken oder sonstigen Auffälligkeiten mit dem Kinderarzt sprechen. Fragen zum Stillen bzw. zur Ernährung und Hygiene sollten ebenfalls mit dem Arzt besprochen werden.

Vitamin-D-Prophylaxe

Da Babys in der Regel noch nicht ausreichend Vitamin D produzieren können, erfolgt in den ersten zwölf bis 18 Lebensmonaten (je nach Geburtszeitpunkt - auf jeden Fall bis zum zweiten erlebten Frühsommer) eine Vitamin-D-Prophylaxe. Bei der U2 wird diese Prophylaxe meist eingeläutet. Babys erhalten täglich eine Vitamin-D-Tablette, meist von der zweiten Lebenswoche an.

Eventuell wird zur Vorbeugung von Karies zusätzlich zu Vitamin D auch Flourid gegeben.

Autor: Miriam Funk
Letzte Aktualisierung: 31. Januar 2017
Quellen

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