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Babymassage

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 27. Oktober 2016

Babymassage ist eine wohltuende Art des Hautkontakts und kann die Mutter-Kind-Beziehung verbessern. Diese uralte indische Tradition wird auch in Deutschland immer populärer. Wenn einige Punkte beachtet werden, kann eine Babymassage wohltuend für alle Beteiligten sein.

Babymassage
Babymassage kommt bei den meisten Kindern gut an
(c) BananaStock

Babymassage nach Leboyer

In Indien hat die Babymassage schon lange Tradition, in Europa wurde sie Anfang der 70er Jahre durch den französischen Frauenarzt und Geburtshelfer Frédérick Leboyer bekannt. Er machte darauf aufmerksam, wie stark Babys bereits im Mutterleib und als Neugeborene mit ihren Sinnen die Welt wahrnehmen können. Seine entspannenden Massagetechniken sind ein Ritual, um Babys durch Nähe und Zuwendung mit respektvolllem Körperkontakt liebevoll auf der Welt willkommen zu heißen.

1981 gründete Vimala Schneider in den USA die Internationale Gesellschaft für Babymasse (IAIM). Sie verbindet in ihrem Konzept traditionelle indische Elemente, mit der schwedischen Massage, Yoga und der Reflexzonenmassage. In Deutschland wurde 1995 die Deutsche Gesellschaft für Babymassage (DGBM) ins Leben gerufen. Dort werden Fortbildungen veranstaltet und Kursleiter ausgebildet.

Positive Wirkungen der Babymassage

Die meisten Säuglinge lieben Berührungen, getragen und geschaukelt zu werden. Dies ähnelt den Bedingungen, die Ungeborene bereits im Mutterleib erfahren. Wärme, Berührung und Geborgenheit sind nach der Geburt wichtige Aspekte der Mutter-Kind-Beziehung. Es wird ein positives Körpergefühl entwickelt und die Fähigkeit zur Entspannung gesteigert.

Die Berührungsreize können helfen, Gehirn und Nervensystem in der Entwicklung zu fördern. Untersuchungen haben sogar gezeigt, dass Frühchen, die regelmäßig mit einer speziellen Technik massiert wurden, schneller an Gewicht zunahmen.

Babymassage bei Blähungen geeignet

Säuglinge, die unter Verdauungsproblemen und Blähungen leiden, können durch Babymassage Erleichterung erfahren.

Babymassage macht vielen Babys Spaß

Babys mögen immer wiederkehrende Rituale. Das Füttern, das Wickeln inklusive Kuscheleinheit und auch die Babymassage können als willkommene Abwechslung im Eltern-Kind-Verhältnis etabliert werden. Führen Sie die Massage am besten auf dem Sofa oder Bett durch und wählen Sie dafür einen passenden Zeitpunkt - zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen oder abends vor dem Schlafengehen.

Die Babymassage ist keine therapeutische Heilmassage, sondern eine Möglichkeit das Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit durch den Kontakt zu erfüllen.

Babymassage: Ab wann?

Es gibt keine Vorgaben, ab wann eine Babymassage durchgeführt werden sollte. Bereits Neugeborene freuen sich über intensive Berührungen.

Babymassage: Anleitung zum Nachmachen

Bei der Babymassage sollte die Raumtemperatur mit 24 bis 27 Grad etwas über der normalen Raumtemperatur liegen. Eine weiche Unterlage und idealerweise eine Wärmelampe schaffen in Verbindung mit leichter Hintergrundmusik prima Voraussetzungen für eine Babymassage. Das zu benutzende Öl sollte in den Händen leicht angewärmt werden. Hierbei sollte auf ein babytaugliches, antiallergenes Öl geachtet werden.

Avocado-, Mandel- oder Jojobaöl sind gut geeignet. Wenn das Baby unter Koliken oder Blähungen leidet, kann mit Fenchel- oder Kreuzkümmelöl der Bauch im Uhrzeigersinn sanft massiert werden. Bei kleinen Babys sollte die Babymassage anfangs nicht länger als fünf Minuten dauern. Mit der Zeit lässt sich die Behandlung auf zehn bis zwanzig Minuten ausweiten.

Eine Babymassage sollte immer mit dem Kind und nicht an dem Kind durchgeführt werden.

Babymassage: so geht's

  • Führen Sie alle Bewegungen vom Kopf in Richtung der Füße aus oder von der Mitte des Körpers nach außen.
  • Machen Sie mit den Handflächen sanfte, streichende Bewegungen.
  • Wiederholen Sie jede Bewegung drei bis fünf Mal.
  • Beginnen Sie mit der Brust: Legen Sie Ihre Hände in die Mitte und streichen Sie sanft nach außen - so als würden Sie etwas glätten.
  • Massieren Sie den Bauch, indem Sie mit der Hand im Uhrzeigersinn kreisen.
  • Beine und Arme können Sie massieren, indem Sie Ihre Hand wie einen Ring darum legen und dann von oben nach unten in Richtung Fuß- bzw. Handgelenk streichen.
  • Hände und Füße lassen sich gut massieren, wenn Sie mit der Handfläche über die Innenseite streichen und die kleinen Finger und Zehen behutsam dehnen.

Babymassagekurs - sinnvoll?

Um seinem Säugling eine Babymassage zu verabreichen, muss eine Mutter keine spezielle Ausbildung machen. Vor dem ersten Mal können sich interessierte Eltern in einem Buch oder Video schon vorab informieren. Sinnvoll ist es allerdings, einen Babymassagekurs zu besuchen. Hier geben erfahrene Babytherapeuten eine gute Anleitung und in einer überschaubaren Gruppe kann auch ein Austausch mit anderen Eltern stattfinden.

 

Babymassage – nicht für jedes Kind geeignet

Auch Säuglinge haben schon ihre eigenen Vorlieben, genauso wie Abneigungen. Sollte sich zeigen, dass ein Baby die Babymassage nicht als angenehm empfindet, sollten Eltern herausfinden, warum dies so sein könnte. Die Raumtemperatur, das Ausgezogensein oder die Babymassage an sich können hierfür verantwortlich sein. Sollte das Baby wiederholt sein Unbehagen zum Ausdruck bringen, ist eine Babymassage vielleicht nicht so sinnvoll. Auch nicht jeder Erwachsene ist immer in der Stimmung für eine Massage.

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 27. Oktober 2016
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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