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Dienstag, 25. September 2018
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Optimale Ernährung für Säuglinge

Muttermilch

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2017

Muttermilch ist sehr spezielle Nahrung, da sie auf den Bedarf des Säugling abgestimmte wichtige Nährstoffe enthält und ihn zudem mit Abwehrstoffen versorgt. Außerdem stärkt Stillen die Mutter-Kind Beziehung.

Muttermilch
Muttermilch versorgt den Säugling mit allen wichtigen Nährstoffen - perfekt auf ihn abgestimmt
(c) Getty Images/iStockphoto

Muttermilch ist für Säuglinge die optimale Nahrung. Dieses Naturprodukt kann durch eine künstlich hergestellte Ersatznahrung nicht vollständig ersetzt werden. Ein Baby zu stillen ist ein Vorgang, der sich in vielerlei Hinsicht positiv auf die Entwicklung des Kindes auswirkt. Muttermilch stärkt das Immunsystem des Babys. Sie enthält eine Zusammensetzung, die genau auf die Bedürfnisse des kindlichen Organismus abgestimmt ist. Dies ist ideal für den Stoffwechsel und den Verdauungsapparat des Kindes. Idealerweise wird ein Neugeborenes direkt nach der Geburt zum Stillen an die Brust der Mutter angelegt.

Ein Baby sollte möglichst mindestens vier bis sechs Monaten gestillt werden. Muttermilch verändert sich in den ersten Wochen in ihrer Zusammensetzung in drei Phasen. In jeder Phase hat sie eine bestimmte medizinische Bezeichnung. Vom ersten bis zum fünften Tag nach der Geburt heißt sie Vormilch (Kolostrum). Vom 6. bis 14. Tag nach der Geburt wird sie Übergangsmilch (transistorische Milch) genannt. Erst danach produziert die Mutter die so genannte reife Frauenmilch.

Vorteile der Ernährung mit Muttermilch

Säuglinge, die mit Muttermilch ernährt werden, sind weniger anfällig für Allergien und Infektionen, da sie die in der Muttermilch enthaltenen Antikörper und Stoffe wie beispielsweise Lymphozyten oder Granulozyten enthalten. Vitamine und Spurenelemente können aus der Muttermilch besser aufgenommen werden und sind auf natürliche Weise in der ideal dosierten Menge enthalten. Die Entwicklung der Darmschleimhäute des Kindes wird gefördert. In ihrer Zusammensetzung schützt sie den Säugling vor bestimmten bakteriellen Infektionen und hat noch viele andere wichtige Bestandteile. Die größte Schutzfunktion für den Säugling bietet die so genannte Vormilch, hier ist die prozentuale Menge an Schutzstoffen besonders hoch. Darüber hinaus ist Muttermilch als Nahrung jederzeit verfügbar und recht einfach zu verabreichen. Das Stillen fördert zudem das Verhältnis zwischen Mutter und Kind.

Bei gestillten Kindern ist nachweislich das Risiko für die spätere Entwicklung von Übergewicht verringert. Außerdem haben sie seltener Durchfall und Mittelohrentzündungen.

Vorteile für die stillende Mutter

Bei stillenden Müttern bildet sich die Gebärmutter nach der Geburt schneller zurück als bei nicht stillenden Müttern. Stillen senkt außerdem das Risiko für die Entwicklung von Brust- und Eierstockkrebs. Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass Frauen, die in ihrer Schwangerschaft keinen Schwangerschaftsdiabetes entwickelten und nach der Geburt gestillt haben, später ein geringeres Risiko für die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2 hatten.

Zusammensetzung der Muttermilch

In der unten stehenden Übersicht ist die Zusammensetzung der Muttermilch im Vergleich zu Kuhmilch und Säuglingsersatznahrung zu sehen. Neben den bereits genannten Stoffen enthält Muttermilch darüber hinaus Antikörper, die das Allergierisiko senken, und zahlreiche Vitamine.

  Muttermilch Kuhmilch Ersatznahrung
Eiweiße

1,1 %

3,5 %

1,4 %

davon Casein

40 %

82 %

40 %

davon Molke

60 %

18 %

60 %

Kohlenhydrate

7 %

4,8 %

7,5 %

Fette

3,5-4 %

3,5 %

3,7 %

Mineralstoffe

0,3 %

0,7 %

0,3 %

Der Vorgang des Stillens

Stillen ist für Mutter und Kind ein stetiger Lernprozess. Die Technik des Stillens ist maßgeblich für die Bildung von Muttermilch verantwortlich. Die Mutter lernt, wann ihr Säugling Hunger hat und stillt somit nach Bedarf. Hierzu wird sie von der Hebamme angeleitet. Anfangs gibt es hierbei noch Schwierigkeiten, das Zusammenspiel von Mutter und Säugling stellt sich jedoch nach und nach ein. Dem Kind sollten bei jeder Mahlzeit an beide Brüste angelegt werden. Hierbei ist es wichtig, bei jedem Stillen die als erstes angebotene Brust zu wechseln, da das Baby in den ersten fünf bis zehn Minuten die meiste Nahrung aufnimmt. Dann sollte die Brust gewechselt werden, um einer Entzündungen der Brust (Mastitis) vorzubeugen. Die Lagerung des Kindes beim Stillen sollte bequem und komfortabel sein. Nach dem Stillen soll die Brust der Mutter stets trocken und sauber gehalten werden, um etwaige Komplikationen zu vermeiden.

Medikamente & Muttermilch

Nimmt die Mutter in der Stillzeit Medikamente ein, sollte sie sich unbedingt vom behandelnden Arzt beraten lassen. Viele Wirkstoffe gehen in die Muttermilch über und können so in den Organismus des Kindes gelangen. Es gibt eine Vielzahl von Wirkstoffen, die in der Stillzeit eine absolute Kontraindikation darstellen. Ebenso gibt es Erkrankungen der Mutter, die ein Stillverbot erfordern. Allerdings gibt es zu vielen Medikamenten eine stillverträgliche Alternative. Auskunft gibt das Portal der Charité Berlin, Embryotox.

Rückgang der Muttermilch

Irgendwann endet die Zeit des Stillens. Wird das Kind nicht mehr an die Brust angelegt, produziert die Mutter daraufhin weniger Muttermilch. Dies ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen stattfindet. Während des Abstillen kann es für die Mutter zu Komplikationen wie zum Beispiel Schmerzen der Brüste durch nun überschüssige Muttermilch oder einer Brustentzündung kommen. Das Abstillen kann dann unter Umständen medikamentös unterstützt werden.

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2017
Quellen

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