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Freitag, 21. September 2018
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Verdauung Neugeborener

Autor: Christian Emmerling / Miriam Funk
Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2017

Verdauung (Digestion) bezeichnet alle Vorgänge von der Nahrungsaufnahme im Mund bis zur Ausscheidung durch den After, die dabei helfen, Nährstoffe freizusetzen, zu zerlegen und aufzunehmen. Bei neugeborenen Babys ist der Darm noch unreif und muss sich erst entwickeln.

Verdauung Neugeborener
Die Verdauung unterscheidet sich bei Neugeborenen durch den noch unreifen Darm
(c) Getty Images/iStockphoto/metin Kiyak

Verdauung im Mund

Im Mund werden Lebensmittel bei Erwachsenen zunächst mithilfe der Zähne mechanisch zerkleinert. Da Babys Muttermilch oder andere Säuglingsnahrung bekommen, die flüssig ist, ist dies noch nicht notwendig. Der Speichel verflüssigt die aufgenommene Nahrung und sorgt mit dem Enzym Amylase bereits hier für eine chemische Aufspaltung von Stärke (Kohlenhydrate).

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Verdauung im Magen

Über die Speiseröhre gelangt der Nahrungsbrei mithilfe der ringförmigen Muskulatur in den Magen. Dort führt die saure Umgebung zu einer Strukturveränderung in den aufgenommenen Eiweißen. Anschließend werden diese mithilfe des Enzyms Pepsin chemisch gespalten. Ein weiteres Enzym, die Magenlipase, ist für eine erste Zerlegung von Fetten zuständig. Die chemische Aufspaltung von Stärke pausiert im Magen, da das Amylase-Enzym im sauren Milieu des Magens nicht wirken kann.

Verdauung im Dünndarm

Im Dünndarm wird die Kohlenhydratverdauung fortgesetzt. Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse und aus der Dünndarmschleimhaut zersetzen hier Stärke sowie verschiedene Zuckerarten zu einzelnen Molekülen. Auch Eiweiße und Fette werden im Dünndarm weiter zerlegt. So sorgt das Bauchspeicheldrüsen-Enzym Trypsin für eine Aufspaltung von Eiweißen in einzelne Bestandteile (Aminosäuren). Fette werden im Dünndarm mit Gallenflüssigkeit vermischt und durch ein weiteres Enzym aus der Bauchspeicheldrüse, der Pankreaslipase, in kleine Moleküle gespalten. Die einzelnen Bestandteile von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten sowie Vitamine und Mineralstoffe werden über die Wand des Dünndarms aufgenommen (resorbiert) und gelangen in den Blutkreislauf.

Verdauung im Dickdarm

Der Dickdarm enthält Bakterien, die unverdaute Reste weiter abbauen und in Stuhl umwandeln. Außerdem werden dem Nahrungsbrei hier Wasser und Mineralien entzogen. Ballaststoffe bleiben unverdaut. Im Mastdarm, dem letzten Abschnitt des Dickdarms, wird der Stuhl vor der Ausscheidung gesammelt.

Verdauung bei Neugeborenen

Die Verdauung bei Neugeborenen unterscheidet sich durch den zunächst unreifen Darm. Denn unmittelbar nach der Geburt ist der Darm von Babys noch steril und wird erst nach und nach durch die Nahrungsaufnahme mit Darmbakterien besiedelt. Man weiß heute bereits, dass die Darmbakterien sich immer in einer bestimmten Reihenfolge ansiedeln. Da es etwas Zeit braucht, die optimale Darmflora zu entwickeln, haben Kinder in den ersten Lebenswochen oder -monaten häufig Blähungen und Bauchschmerzen. Aus diesem Grund gilt auch Muttermilch in den ersten Lebensmonaten als optimale Nahrung, da sie gut auf die Bedürfnisse des jungen Verdauungstrakts abgestimmt ist. Der erste Stuhlgang des neugeborenen Babys wird als Kindspech oder Mekonium bezeichnet.

Autor: Christian Emmerling / Miriam Funk
Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2017
Quellen

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