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Mittwoch, 13. Dezember 2017
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Käseschmiere

kaeseschmiere
Käseschmiere bei einem Neugeborenen
(c) iStockphoto/RealCreation

Die sogenannte Käseschmiere (Vernix caseosa) überzieht das Neugeborene wie eine Schutzschicht. Sie dient dem besseren Gleiten während der Geburt und verhindert zu großen Wärmeverlust des Säuglings nach der Geburt.

Was ist Käseschmiere?

Die Käseschmiere, auch als Fruchtschmiere bekannt, besteht aus Talgdrüsensekret, Epithelzellen, flaumartigem Haar (Vellushaar) und Cholesterol. Käseschmiere entwickelt sich langsam ab der 18. Schwangerschaftswoche. Innerhalb der Gebärmutter verhindert sie ein Verschrumpeln oder Aufquellen der Haut des Ungeborenen. Umso näher es dem Geburtstermin entgegengeht, umso weniger Käseschmiere umgibt das Kind.

Frühgeborene haben mehr Wärmeschutz durch Käseschmiere

Nach einer Geburt, die zum errechneten Termin oder später erfolgt, ist ein Neugeborenes meist nicht mehr komplett mit Käseschmiere überzogen. Lediglich in den Hautfalten und an manchen Körperstellen ist sie vorhanden. Bei einer Frühgeburt ist oftmals noch eine dickere Schicht Käseschmiere vorhanden. Hierbei dient diese zu einer besseren Wärmeisolierung des Säuglings.

Muss die Käseschmiere nach der Geburt entfernt werden?

Käseschmiere zieht nach der Geburt innerhalb weniger Tage in die Haut des Säuglings ein. Sie muss also nicht abgewaschen werden. Hier handeln die Entbindungsstationen unterschiedlich. In manchen wird die Käseschmiere abgewaschen, in manchen nicht.

Was hat die flaumartige Behaarung eines Säuglings mit der Käseschmiere zu tun?

Viele Neugeborene haben eine Schicht aus feinen Haaren auf ihrer Haut, die sogenannte Lanugobehaarung. Wofür sie gut ist, ist noch nicht abschließend geklärt. Es besteht jedoch der Verdacht, dass sie dazu beiträgt, die Käseschmiere an der Haut zu fixieren. Die Lanugobehaarung fällt innerhalb von ein paar Monaten von Babys Haut ab.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 29. März 2016
Quellen: De Gruyter: Pschyrembel Klinisches Wörterbuch 2014. de Gruyter Verlag, Berlin 2013; Höfer, S., Szász, N.: Hebammengesundheitswissen, Gräfe und Unzer Verlag, München 2012

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