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Herzschlag und Größe

7. SSW: Erster Ultraschall zeigt Babys Entwicklung

In der 7. SSW verdoppelt das Baby seine Größe, während Mamas Körper äußerlich noch wenig von der Schwangerschaft anzumerken ist. Starke Müdigkeit und Unwohlsein sind häufige Symptome, sie werden durch die Schwangerschaftshormone ausgelöst. Was in dieser Woche genau passiert, liest du hier!

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© shutterstock/Kateryna Kon

Artikel-Inhalte:

Ultraschallbilder in der Schwangerschaft: 4. SSW bis 41. SSW

7. SSW: Unsere Tipps im Überblick

  • Die erste Vorsorgeuntersuchung für dich und dein Baby steht an: Im Ultraschall werden Embryo und Herzschlag sichtbar.
  • Wahrscheinlich bekommst du nun auch das erste Ultraschallbild deines Babys und deinen Mutterpass mit nach Hause.
  • Der Embryo ist in dieser Woche so groß wie eine Blaubeere und bewegt sich sogar schon!
  • Denke weiterhin an die Einnahme von Folsäure, damit sich dein Kind gut entwickeln kann.

  • Überlege in Ruhe, ob und welche Zusatzuntersuchungen für Schwangere du machen lassen möchtest. Pränataldiagnostik kann schwierige Entscheidungen erfordern, deshalb gibt es ein "Recht auf Nichtwissen".

Größe und Entwicklung in der 7. SSW: Das passiert bei deinem Baby

In der 7. Schwangerschaftswoche (6+0 bis 6+6) wird dein Baby fünf Wochen alt. Es ist etwa 5 mm bis einen cm groß und somit vergleichbar mit einer Heidelbeere oder einem Reiskorn. Sein Herz schlägt ungefähr 150 Mal in der Minute, bei der ersten großen Ultraschalluntersuchung kannst du es als etwas hektisches Puckern oder Blubbern hören.

Dein Kind bekommt langsam seine künftigen Gesichtszüge: Noch seitlich am Kopf sind die Augen deutlich erkennbar - bisher ohne Lider. Die zwei Nasenlöcher sind angedeutet und die Mundöffnung ist zu erkennen.

In der 7. SSW verdoppelt das Baby seine Größe

n diesem Stadium der Schwangerschaft bilden sich die wichtigsten Organe. Die Beine und Arme sind größer geworden und es zeigen sich Ansätze von Händen und Füßen. Auch bewegt es diese bereits in unkontrollierten, kleinen Zuckungen. Die Körperform des Embryos erinnert in dieser Schwangerschaftswoche an ein kleines Böhnchen. Innerhalb dieser Woche wird das Baby auf mehr als die doppelte Größe anwachsen. Aber auch die Plazenta ist aktuell kräftig am Wachsen, damit sie bald die alleinige Versorgung des Babys übernehmen kann.

Schwangerschaftsbeschwerden in der 7. SSW: So geht es der werdenden Mama

Wie auch in der vorhergehenden 6. SSW kann es gut sein, dass Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit und Schlappheit der schwangeren Frau zu schaffen machen. Diese Anzeichen der Frühschwangerschaft gehen auf die hormonellen "Umbauarbeiten" zurück, die nach der Einnistung in Gang kommen und viele Bereiche des Körpers betreffen. So sind Herzstolpern, vermehrte Speichelbildung, starker Ausfluss, Stimmungsschwankungen, Brustspannen, Gelüste, Verdauungsprobleme oder Schwindel potenzielle Symptome in dieser Schwangerschaftswoche. Unterleibsschmerzen, die der Periode ähneln, sind ebenfalls ein häufiges Phänomen in der 7. SSW.

Auch Blutungen sind möglich und oft harmlos, sollten aber zur Sicherheit ärztlich abgeklärt werden. Das Risiko einer Fehlgeburt beträgt in der 7. Woche statistisch rund zwei Prozent und sinkt mit jeder abgeschlossenen SSW weiter. Generell reduziert sich das Risiko mit der Feststellung einer intakten Schwangerschaft inklusive Herzaktivität des Kindes schlagartig.

Gewichtszunahme und Bauch in der 7. SSW

An der Waage wirst du deine Schwangerschaft wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht bemerken, auch ein Babybäuchlein ist in den meisten Fällen noch nicht sichtbar. Bis zur Geburt wirst du etwa zwischen sieben und 17 Kilo an Körpergewicht zunehmen. Drei bis vier Kilo entfallen auf das Kind, je rund ein Kilogramm auf Fruchtwasser, die Gebärmutter,Plazenta, gewachsene Brüste, Wassereinlagerungen und das höhere Blutvolumen. Wie viele Kilos genau dazukommen, ist sehr individuell und hängt unter anderem vom BMI vor der Schwangerschaft ab.

Das steht in deinem Mutterpass

Um diese Schwangerschaftswoche herum steht in der Regel die erste Vorsorgeuntersuchung in der gynäkologischen Praxis an. Der Mutterpass ist ein wichtiges Dokument, das dir an diesem Termin ausgehändigt wird. In der Regel wird er ausgestellt, sobald der Herzschlag des Kindes zu sehen ist, was in der 7. Schwangerschaftswoche meist der Fall ist.

Im Mutterpass hält deine Ärztin oder dein Arzt die Ergebnisse aller Untersuchungen während der Schwangerschaft fest. Daher solltest du das Dokument in den kommenden Monaten auch unterwegs bei dir tragen, denn es liefert im Notfall den behandelnden Ärzt*innen wichtige Informationen über dich und dein Baby.

Auf insgesamt 16 Seiten werden im Mutterpass unterschiedliche Aspekte des Gesundheitszustands von Mutter und Kind sowie der Verlauf von Schwangerschaft und Geburt dokumentiert. Zum Weiterlesen: Der Mutterpass und was seine Einträge bedeuten. Du lebst in Österreich? Dann findest du hier alle Infos zu den Vorsorgeuntersuchungen und dem Mutter-Kind-Pass.

Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere

Gesetzlich stehen dir während deiner Schwangerschaft zehn Vorsorgeuntersuchungen zu, die am Anfang der Schwangerschaft alle vier Wochen durchgeführt werden. Ab der 32. Schwangerschaftswoche finden die Untersuchungen im zweiwöchigen Abstand statt. Gegen Ende der Schwangerschaft, ab der 36. Schwangerschaftswoche, besuchst du die Praxis dann wöchentlich, bei Terminüberschreitung sogar noch öfter.

Die Kosten dafür werden von deiner Krankenversicherung übernommen. Ebenso trägt die Krankenkasse die Kosten für drei Ultraschall-Untersuchungen. Bei diesen beobachtet und dokumentiert dein*deine Arzt*Ärztin körperliche Veränderungen und die Entwicklung von dir und deinem Baby.

Bei der Vorsorge werden folgende Untersuchungen gemacht: Gewichts-, Größen- und Blutdruckmessung, Urinuntersuchungen auf Eiweiß- und Zuckergehalt, Bestimmung des Hämoglobingehalts, Kontrolle der Herztöne des Kindes und der Lage des Babys sowie die Feststellung des Höhenstandes der Gebärmutter. Mittels Blutuntersuchungen während der Schwangerschaft werden die Blutgruppe und der Rhesusfaktor bestimmt, ein Antikörper-Suchtest durchgeführt und Tests auf Röteln, Hepatitis und HIV gemacht.

Die erste Vorsorgeuntersuchung findet meistens zwischen der 6. SSW und der 10. Schwangerschaftswoche statt. Hierbei wird auch der voraussichtliche Geburtstermin (ET, errechneter Termin) ermittelt. Wenn du das möchtest, kann die gesamte  Schwangerschaftsvorsorge auch von einer Hebamme durchgeführt werden (mit Ausnahme der drei Ultraschall-Untersuchungen).

IGeL-Leistungen: ja oder nein?

In der ärztlichen Praxis werden dir im Verlauf der Schwangerschaft auch sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) angeboten, die über die normale Vorsorge hinausgehen. Die Kosten für diese Zusatzuntersuchungen musst du selbst tragen, es sei denn, es liegt eine Risikoschwangerschaft vor. Zu diesen IGeL-Leistungen gehört zum Beispiel der Toxoplasmose-Test oder auch der Abstrich auf B-Streptokokken kurz vor der Geburt. Viele gesetzliche Kassen erstatten dir die Kosten für bestimmte IGeL-Leistungen, Nachfragen lohnt sich!

Weiterlesen: Vorsorge in der Schwangerschaft - welche Selbstzahlertests lohnen sich?

Chef*in und Kollegenkreis zeitnah informieren?

Bei der Arbeit kannst du zu deinem eigenen Schutz möglichst bald von deiner Schwangerschaft berichten, denn dann genießt du ab jetzt Kündigungsschutz und darfst je nach Tätigkeitsfeld vielleicht auch bestimmte Arbeiten nicht mehr ausführen.

Manche Frauen wollen dennoch lieber die ersten zwölf Schwangerschaftswochen oder länger abwarten, bis sie einem größeren Kreis von der Baby-Neuigkeit erzählen. Die Entscheidung liegt natürlich bei dir!

Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und acht Wochen danach tritt für jede Frau in Deutschland, die sich in einem Arbeitsverhältnis befindet, der Mutterschutz in Kraft. Während dieser Zeit wirst du von deinem Job freigestellt.

Wann ist es so weit? Jetzt mit unserem Geburtsterminrechner ganz schnell herausfinden!

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