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Rasante Entwicklung

9. SSW: Das tut sich jetzt im Bauch und Ultraschall

Auch wenn die meisten noch nichts von deiner Schwangerschaft ahnen: Du selbst stellst in der 9. Schwangerschaftswoche (SSW) vielleicht schon die ersten Ansätze eines Babybäuchleins fest. Dein Kind macht derweil rasante Fortschritte, vor allem das Gehirn und weitere Organe entwickeln sich jetzt in einem erstaunlichen Tempo. Was man in der 9. SSW schon im Ultraschall erkennen kann und was sonst noch wichtig ist, liest du hier.

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© GettyImages/studio-fi

Inhalte dieses Artikels:

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Tipps und Überblick zur 9. SSW

  • Du bist nun im 3. Schwangerschaftsmonat.
  • Dein Baby ist 1,4 cm (SSL) lang und damit etwa so groß wie eine Sauerkirsche!
  • Finger und Zehen deines Babys werden sichtbar.
  • Vereinbare am besten bald einen zahnärztlichen Vorsorgetermin, denn die hormonellen Veränderungen können die Mundgesundheit beeinflussen.
  • Achte bei deinen Mahlzeiten darauf, genug Milchprodukte (Kalzium) und Fisch (Jod) zu dir zu nehmen. Denk außerdem bis zur 12. SSW weiterhin an dein Folsäurepräparat.

Größe und Entwicklung deines Babys in der 9. SSW

Du bist nun schon im dritten Monat und befindest dich noch drei bis vier Wochen lang im ersten Trimester (Drittel) deiner Schwangerschaft. Das Baby wird in der 9. Schwangerschaftswoche (8+0 bis 8+6) rechnerisch sieben Wochen alt und ist vom Scheitel bis zum Steiß (SSL) 1,4 cm groß. Langsam sieht es wie ein richtiges Baby aus: Seine Extremitäten wachsen und an den Händen und Füßen sind schon alle Finger und Zehen zu erkennen. Die Nase hat ihre Form erreicht und die Augenlider bedecken die Augen. Der Darm wandert aus der Nabelschnur in die Bauchhöhle und wächst weiter. Das Gehirn wächst mit Abstand am schnellsten: In jeder einzelnen Minute entstehen unglaubliche 100.000 neue Nervenzellen. Diese vernetzen sich und verteilen Signale über den ganzen Körper.

Das Fehlgeburtsrisiko sinkt mit jeder Woche weiter ab, bis es in der 12. SSW nur noch wenige Prozent beträgt (die genaue Zahl hängt unter anderem vom Alter der Schwangeren ab). Aber auch in der 9. SSW ist dein Baby statistisch gesehen schon so gut wie über den Berg! Übrigens wird es ab der vollendeten 8. Schwangerschaftswoche nicht mehr als Embryo bezeichnet, sondern als Fötus.

Ultraschall: Was erkennt man in der 9. SSW?

Die rasante Entwicklung deines Babys schreitet in dieser Woche voran, im Ultraschall lässt sich inzwischen ein richtiger kleiner Mensch erkennen. Vom Kopf bis zu den Füßen ist das Kleine schon über zwei Zentimeter lang, du kannst dir die Größe anhand einer Ein-Euro-Münze besser vorstellen. Die Gesichtszüge des Babys lassen sich in dieser Woche noch kaum erahnen, dafür siehst du sehr gut seine Knochenstruktur und das unermüdlich pumpende kleine Herz. 

Auch der Sitz der Plazenta innerhalb der Gebärmutter ist nun gut darstellbar. In wenigen Wochen wird der Mutterkuchen die Versorgung deines Babys übernehmen, die Nährstoffe dafür bezieht das Organ aus dem mütterlichen Blut.

Mamas Bauch und Körper in der 9. SSW

Vielleicht merkst du schon eine kleine Veränderung an deinem Taillenumfang – dein Bauch beginnt nun ganz langsam zu wachsen. Denn auch, wenn man dir die Schwangerschaft noch gar nicht ansieht: Deine Gebärmutter hat sich mittlerweile in ihrer Größe verdoppelt.

Plazenta, Fruchtwasser, Blutvolumen und wachsende Brüste sorgen außerdem dafür, dass du womöglich schon etwas an Gewicht zugenommen hast. Bis zur 13. Schwangerschaftswoche wird die Waage etwa ein bis zwei Kilo mehr anzeigen. Viele Frauen brauchen auch in der 9. SSW schon einen größeren BH. Quäle dich auf keinen Fall mit drückenden Bügeln, sondern kauf dir für die Schwangerschaft und darüber hinaus ein bequemes Modell in deiner aktuellen Größe. Die Investition lohnt sich bestimmt!

Beschwerden und Symptome in der 9. Woche

Häufige Symptome bei der werdenden Mama in der 9. SSW sind unter anderem Schlappheit, Übelkeit, Unwohlsein und häufiger Harndrang. Vielen Frauen macht in der 9. Schwangerschaftswoche immer noch besonders ihre Müdigkeit zu schaffen. Wir haben ein paar Tipps dagegen:

  • Lege regelmäßig kleine Spaziergänge an der frischen Luft ein.
  • Mach einen Powernap, wann immer es möglich ist: Schon Tagschläfchen von 15 Minuten können Wunder bewirken.

Und: Mach dir bitte möglichst keine Sorgen, wenn du nur ab und zu ein Zwicken im Unterleib verspürst und sonst keine Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit oder Brustspannen bemerkst. Sollte es hingegen sehr stark im Unterleib ziehen, kannst du in Absprache mit deinem*deiner Arzt*Ärztin Magnesium zu dir nehmen. Blutungen in der Frühschwangerschaft sind oft harmlos, du solltest sie aber ebenfalls in der frauenärztlichen Praxis abklären lassen.

Blut- und Urinuntersuchungen

Die Urinuntersuchung ist ein fester Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge und wird bei allen ärztlichen Untersuchungen durchgeführt. Im Urin lassen sich bestimmte Stoffe wie Eiweiß, Glukose oder Bakterien nachweisen. Der Nachweis dieser Urinbestandteile gibt deinem*deiner Arzt*Ärztin Hinweise über bestehende Infektionen oder mögliche Risiken, die den Verlauf der Schwangerschaft ungünstig beeinflussen könnten. Bei der Blutuntersuchung werden verschiedene Dinge wie Blutgruppe, Rhesusfaktor und Eisenwerte (HB) untersucht.

Toxoplasmose und Zytomegalie-Virus

Vermutlich wirst du auch gefragt, ob du dich auf Toxoplasmose untersuchen lassen möchtest. Falls dieser Test ein negatives Ergebnis bringt oder du ihn nicht machen lässt, solltest du für die Dauer deiner Schwangerschaft folgende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen:

  • kein rohes oder ungenügend gegartes Fleisch essen
  • Kontakt mit Katzenkot vermeiden
  • nur gut gewaschenes Obst und Gemüse essen

Falls es schon größere Geschwisterkinder gibt oder du mit kleinen Kindern arbeitest, ist auch der Test auf das Zytomegalie-Virus oder CMV interessant. Dieser Erreger gehört zu den Herpesviren und findet sich zum Beispiel im Urin, Speichel und der Tränenflüssigkeit infizierter Kleinkinder. Stecken diese eine schwangere Frau an, kann CMV bei der Geburt auf das Baby übergehen und später zum Beispiel Entwicklungsprobleme wie Seh- oder Hörstörungen sowie geistige Behinderungen mit sich bringen.

Solltest du CMV-negativ sein, empfiehlt es sich, verstärkt auf die (Hände-)Hygiene zu achten sowie ein Kleinkind nicht auf den Mund zu küssen, keine Essensreste von ihm zu essen und kein Besteck mit kleinen Kindern zu teilen. Rund die Hälfte aller Schwangeren hat noch keine Infektion mit dem Zytomegalie-Virus durchgemacht. Aber auch Frauen, die bereits CMV hatten, können sich erneut anstecken, die Infektion ist für das Baby dann aber meist nicht mehr so gefährlich.

Gesund im Mund? Achte jetzt verstärkt auf deine Zähne

"Jedes Kind kostet einen Zahn": So lautet eine alte Redewendung, die viele schwangere Frauen in Angst versetzt. Zwar können sich während der Schwangerschaft Karies und Zahnfleischentzündungen leichter entwickeln, wenn du aber auf eine ausreichende Mundhygiene achtest, muss das Sprichwort sich für dich keinesfalls bewahrheiten!

Zahnprobleme in der Schwangerschaft haben verschiedene Ursachen. Zum einen ist die Zusammensetzung des Speichels durch die hormonelle Umstellung so verändert, dass sich Bakterien schneller vermehren. Auch ist das Zahnfleisch hormonell bedingt besser durchblutet und somit empfindlicher. Zudem können die Zähne durch häufiges Erbrechen zusätzlich angegriffen werden, Stichwort Magensäure.

Hinzu kommt, dass manche Mütter zu wenig Kalzium zu sich nehmen. Da das Ungeborene für seine Entwicklung jedoch Kalzium benötigt, "nimmt" es sich dieses aus den Kalziumspeichern der werdenden Mutter – den Knochen und Zähnen. Schwangere brauchen pro Tag bis zu 1.000 Milligramm Kalzium. Ein Liter Milch kann den Tagesbedarf decken. Wenn du keine Milch verträgst, solltest du stattdessen besonders viel kalziumhaltiges Gemüse zu dir nehmen. Dazu zählen zum Beispiel Brokkoli und Blattspinat. Auch Tofu ist ein guter Lieferant.

Gelüste und Emotionen in der 9. SSW

Früher hast du den Geruch von frischem Kaffee geliebt und jetzt kannst du ihn kaum noch ertragen? Dafür stehst du auf einmal auf verrückte Kombinationen oder vertilgst bergeweise Erdbeeren? Häufig beginnen spätestens in der 9. Schwangerschaftswoche diese typischen Veränderungen der Gelüste. Aber keine Sorge, schon bald werden diese wieder verschwinden. Manche Schwangere haben auch gar nicht damit zu tun.

Was macht eigentlich der werdende Papa? Wir haben auch für ihn was zum Lesen: Know-how für Papas: Das sollten werdende Väter über die Schwangerschaft wissen. Und wenn du mit Stimmungsschwankungen kämpfst oder schneller als sonst den Tränen nahe bist, hast du für die nächsten 31 Wochen eine gute Erklärung für deine*n Partner*in parat: Du bist schwanger und hast dadurch schlichtweg mit Hormonschwankungen zu tun!

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