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Gewicht, Entwicklung, Geburtsvorbereitung

34. SSW: Das ist jetzt wichtig für Mama und Baby

Das Kind hat in der 34. Schwangerschaftswoche die Größe einer Ananas erreicht. Das Herz der werdenden Mama vollbringt währenddessen Höchstleistungen: Anderthalb zusätzliche Liter Blut pumpt es durch den Körper! Was in dieser Woche sonst noch Spannendes passiert bei euch beiden.

34. Schwangerschaftswoche
In der 34. Schwangerschaftswoche wird der Platz in der Gebärmutter immer enger - trotzdem ist Ihr Baby aktiv.
© iStock.com/YsaL

Artikel-Inhalte:

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34. SSW: Unsere Tipps und Überblick

  • Dein Baby ist nun so groß wie eine Ananas und wiegt über zwei Kilo.
  • Ab kommender Woche gilt dein Baby als "spätes Frühchen". Auch jetzt hat es schon sehr gute Chancen auf einen Start ohne größere Komplikationen oder Anpassungsschwierigkeiten.
  • Du bist im 9. Monat schwanger. Das kann sich schon mal beschwerlich anfühlen, leg deshalb am besten zwischendurch immer mal wieder die Beine hoch.
  • Falls das nicht möglich ist: Schaff dir gezielt Auszeiten, zum Beispiel für einen Saunabesuch oder eine Massage!
  • Auch bequem zu liegen wird langsam zur Herausforderung. Hier haben wir Tipps für dich.
  • Das Baby benötigt nun viel Kalzium für den Knochenaufbau. Käse, Joghurt, Brokkoli, Tofu und Nüsse sind gute Lieferanten.

Größe, Gewicht und Entwicklung des Babys in der 34. SSW

In der 34. SSW (33+0 bis 33+6) ist das Kind durchschnittlich etwa 45 Zentimeter groß und 2.250 Gramm schwer. Ab dieser Schwangerschaftswoche nimmt dein Baby bis zum Geburtstermin jede Woche 200 Gramm zu, sodass es bei der Entbindung im Schnitt dreieinhalb Kilo auf die Waage bringt.

Im Gehirn des Fötus bilden sich in der 34. SSW zahlreiche neue Nervenbahnen. Außerdem bedecken die Fingernägel inzwischen das komplette Nagelbett bis hin zu den Fingerkuppen. Das Baby fängt in der 34. Schwangerschaftswoche langsam damit an, seinen eigenen Immunschutz aufzubauen. Die Abwehrstoffe dafür erreichen das Kind über die Plazenta. Sie helfen, Krankheiten wie Erkältung oder Windpocken gleich nach der Geburt abzuwehren. Immunstoffe aus der Muttermilch können diesen Schutz beim Neugeborenen vervollständigen.

Frühgeburt in der 34. Schwangerschaftswoche

Im Fall einer Frühgeburt hätte dein Baby inzwischen ähnlich gute Chancen auf ein Leben ohne Einschränkungen wie reif geborene Kinder. Bis zur 34. SSW wird es noch als "mäßig frühe Frühgeburt" eingestuft, ab der 35. Woche dann als sogenanntes "spätes Frühchen". Geburtshilfliches Personal achtet bei zu früh geborenen Babys besonders auf die Lungenreife, den Wärmehaushalt, das Gewicht und etwaige Anpassungsschwierigkeiten an das Leben außerhalb der Gebärmutter.

Wie aus Beckenendlage entbinden?

Wenn dein Baby sich noch nicht mit dem Kopf nach unten gedreht hat (Kopf- oder Schädellage), liegt es womöglich in Steißlage, auch Beckenendlage/BEL genannt. Ungefähr drei bis vier von 100 Babys kommen in dieser Position – mit den Beinen oder dem Hintern in Richtung Muttermund – zur Welt.

Manchmal kann Fachpersonal das Baby von außen mit seinen Händen in die Schädellage und somit in die optimale Position für die Geburt bringen. Das nennt man äußere Wendung. Einige Kinder lassen sich aber nicht drehen oder bewegen sich nach dem Manöver wieder in die Beckenendlage zurück. Wenn du Zwillinge erwartest, liegt eines der beiden Kinder vielleicht schon in der Kopflage, das andere legt sich um sein Geschwisterchen herum.

Übrigens macht eine Beckenendlage nicht unbedingt einen Kaiserschnitt notwendig. Es gibt zum Beispiel darauf spezialisierte Entbindungsstationen, in denen die Geburt aus BEL statistisch nicht mehr Komplikationen nach sich zieht als eine Schnittgeburt. Informier dich am besten bei deinem geburtshilflichen Team über deine Optionen und nicht zuletzt: Hör darauf, was dein Bauchgefühl dir sagt.

Mamas Bauch, Gewicht und Körper in der 34. SSW

Hast du schon eine dunkle Linie entdeckt, die mittig über deinen Bauch verläuft? Das ist die sogenannte Linea nigra. Sie tritt spätestens in der 34. SSW auf und verschwindet nach der Geburt wieder. Das kann Wochen bis Monate dauern.

Die Kindsbewegungen sind inzwischen so kräftig, dass sie schon mal schmerzhaft sein können. Ganz besonders, wenn du einen Tritt gegen den Rippenbogen kassierst. Falls du dir über veränderte Kindsbewegungen Sorgen machst oder dein Kind seltener oder schwächer als sonst spürst, kannst du deine Hebamme oder ärztliche Praxis um Abklärung bitten.

Symptome am Ende der Schwangerschaft: Herzklopfen, Harndrang und Co.

Dein Babybauch wird jetzt noch runder und wahrscheinlich hast du Probleme damit, "normale" Portionen zu essen. Tipp: Verteile die Mahlzeiten lieber auf mehrere kleine Snacks. Auch kann es sein, dass der Schlafrhythmus deines Babys dir nachts zum Verhängnis wird, weil es dann besonders munter herumturnt.

Spürst du manchmal ein starkes Herzklopfen oder ein Engegefühl in der Brust? Damit du und dein Kind mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden, vollbringt das Herz gerade Höchstleistungen: Es pumpt eineinhalb Liter mehr Blut als sonst durch deinen Kreislauf.

Wehen: Übungs-, Senk- oder Geburtswehen?

Ganz normal ist auch, dass die gewachsene Gebärmutter das Herz am Ende der Schwangerschaft leicht nach oben und zur Seite schiebt. Der Druck auf deine Organe wie Herz, Magen, Lunge und Blase wird aber nachlassen, wenn das Baby im Lauf der nächsten Wochen tiefer ins Becken rutscht, um für die Geburt optimal vorbereitet zu sein. Wie sich Senkwehen anfühlen? Das haben wir hier aufgeschrieben.

Auch Übungswehen gehören für dich wahrscheinlich inzwischen zum Alltag. Das unregelmäßige Hartwerden der Gebärmutter zu Übungszwecken läuft weitgehend schmerzfrei ab. Wenn du unsicher bist, ob es nicht doch echte Wehen sind, legen wir dir diesen Artikel ans Herz.

Gewichtszunahme bis zur 34. SSW

Durch die kindliche Gewichtszunahme wird die Waage in den letzten Wochen der Schwangerschaft wöchentlich etwa ein Plus von 400 Gramm anzeigen. Insgesamt hast du bis zur 34. SSW wahrscheinlich um die elf Kilo zugenommen. Keine Sorge, wenn der Wert bei dir darüber oder darunter liegt: Eine Gewichtszunahme von sieben bis 18 Kilo gilt – je nach mütterlichem BMI vor der Geburt und Alter – als normal.

Anti-Stress-Programm im Mutterschutz

In der 34. Schwangerschaftswoche beginnt dein Mutterschutz! Nun hast du Zeit, um vor der Geburt noch einige Dinge entspannt zu regeln (Stichworte Erstausstattung, Kliniktasche und Elterngeldantrag...). Vergiss darüber aber bitte nicht, dafür auch den*die Partner*in einzuspannen und genügend Auszeiten zur Entspannung einzuplanen. Entspannungsübungen oder Meditationen können dir dabei helfen, zu entschleunigen und den Körper auf die Geburt einzustimmen.

Apropos: Viele Frauen fangen in der 34. Schwangerschaftswoche an, täglich Himbeerblättertee zur Geburtsvorbereitung trinken. Das Kraut soll den Beckenboden und den Muttermund weicher machen und so eine schnellere Geburt fördern. Sprich am besten mit deiner Hebamme, wenn du das auch versuchen möchtest. Weitere Möglichkeiten zur sanften Geburtsvorbereitung findest du hier:

Datteln, Massage und Co.: Diese Maßnahmen können die Geburt erleichtern

Übersicht aller Wochen im Schwangerschaftskalender

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