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Kliniktasche, Kinderzimmer & Co.

36. SSW: Endspurt für Mama und Baby beginnt

Manche Babys haben es eilig und kommen eine ganze Weile vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt. Du kannst daher die 36. Schwangerschaftswoche nutzen, um deine Kliniktasche zu packen, den Wickeltisch vorzubereiten oder schon einmal Essen fürs Wochenbett vorzukochen und einzufrieren. Vielleicht wäre auch ein Gipsabdruck des runden Babybauchs etwas für dich?

Paar baut Babybett zusammen auf
© iStock.com/AleksandarNakic

In diesem Artikel liest du:

Ultraschallbilder in der Schwangerschaft: 4. SSW bis 41. SSW

36. SSW: Tipps & Überblick

  • Du befindest dich im 9. Schwangerschaftsmonat, dein Kind ist nun so groß wie ein Salatkopf und wiegt gut zweieinhalb Kilo.
  • Das Baby ist nun ausgereift und oft schon tiefer ins Becken gerutscht, befindet sich also in Geburtsposition.
  • Seine flaumige Lanugobehaarung fällt jetzt nach und nach aus.
  • Setze dich schon mal mit den verschiedenen Arten von Wehen auseinander. Das gibt dir mehr Sicherheit, wenn die Geburt losgeht.
  • Schnapp dir doch diese Woche dein*e Partner*in oder eine Freundin und mach einen Gipsabdruck deines Bauchs zur Erinnerung.
  • Da dein Baby nun tiefer ins Becken gerutscht ist, kannst du vielleicht wieder besser atmen und auch etwas mehr essen. Dafür musst du wahrscheinlich wieder häufiger aufs Klo, da der Druck auf die Blase gestiegen ist.

Größe und Entwicklung des Babys in der 36. SSW

In der 36. SSW (35+0 bis 35+6) ist dein Baby durchschnittlich 2.750 Gramm schwer und schon etwa 47 Zentimeter groß. Weil das Ungeborene in der 36. Woche nicht mehr so viel Platz in der Gebärmutter hat und das Fruchtwasser weniger wird, nimmst du seine Bewegungen womöglich etwas anders wahr als bisher. Auch kannst du nun manchmal schon einzelne Körperteile wie zum Beispiel Fersen oder Ellbogen unter der Bauchhaut ausmachen. Sicher macht es auch deinem*deiner Partner*in Spaß, nach dem Kleinen zu fühlen. Gönnt euch diese gemeinsamen Streicheleinheiten, um schon jetzt die Bindung zu stärken.

Babys Position in der 36. Woche: Schädel-, Quer- oder Beckenendlage?

Im Laufe der 36. SSW schieben viele Babys ihren Kopf tiefer ins Becken der werdenden Mama, um besser durch den Geburtskanal gelangen zu können. Hat der Kopf die optimale Position erreicht, kann auch die Nabelschnur des Kindes nicht mehr vor seinen Kopf rutschen.

Sollte dein Baby momentan in Beckenendlage (BEL, Steißlage) liegen, mach dir keine Sorgen: Manche Kinder drehen sich selbst unter der Geburt noch, allerdings sinkt die Wahrscheinlichkeit dafür von Woche zu Woche. Dann hast du die Möglichkeit, eine äußere Wendung zu probieren, das Kind natürlich aus Beckenendlage zu gebären (am besten in einer darauf spezialisierten Entbindungsklinik) oder dich vorsorglich für einen Kaiserschnitt zu entscheiden. Auch eine Querlage des Babys ist möglich, mit einem Prozent aber sehr selten.

In der 36. Woche geborenes Baby gilt als späte Frühgeburt

Sollte sich das Baby in der 36. Schwangerschaftswoche auf den Weg machen, gilt es ganz knapp noch als Frühchen. Eine Lungenreifespritze oder sonstige medizinische Maßnahmen sind aber in aller Regel nicht mehr notwendig. Auch lange Aufenthaltszeiten in der Klinik bilden die Ausnahme, da Kinder in der 36. SSW normalerweise voll ausgereift sind. Es fehlen ihnen lediglich noch Fettreserven, weshalb das Fachpersonal bei diesen "späten Frühchen" besonders auf eine ausreichende Gewichtszunahme in den ersten Wochen nach der Geburt achtet.

36. SSW: Mamas Bauch, Gewicht & Körper in dieser Woche

Die Mama in spe hat bis zu dieser Woche vermutlich rund elf bis 15 Kilo zugenommen, was neben dem Gewicht des Kindes auch am Fruchtwasser, der Plazenta, dem gestiegenen Blutvolumen und vielen weiteren Faktoren liegt. Die Gebärmutter ist nun bereits auf Höhe des Rippenbogens tastbar und hat somit den höchsten Stand während der Schwangerschaft erreicht.

Auch kann es sein, dass bereits Vormilch (Kolostrum) aus deinen Brustwarzen austritt. Sie wird dein Baby in den Tagen nach seiner Geburt mit allem Wichtigen versorgen, wenn du es zum Stillen anlegst.

Unterleibsschmerzen in der 36. SSW: Senkwehen oder echte Wehen?

Bei der werdenden Mutter macht sich das Tieferrutschen des Babys durch sogenannte Senkwehen bemerkbar, die aber nicht in jeder Schwangerschaft auftreten. Sie können menstruationsartige Unterleibsschmerzen verursachen oder sich wie Muskelkater anfühlen und bis in die Oberschenkel ausstrahlen. Wenn du unsicher bist, ob es sich um Senk- beziehungsweise Übungswehen (Vorwehen) handelt oder um echte Wehen, mach doch den Badewannentest: Vorwehen werden im warmen Wasser gelindert, während muttermundwirksame Geburtswehen heftiger werden und sich die Abstände zwischen ihnen verringern.

Durch die neue Lage des Babys kannst du nun eventuell wieder besser atmen und mehr auf einmal essen. Dafür fällt dir jetzt wahrscheinlich das Laufen etwas schwerer und du musst häufiger zur Toilette. Ab der 36. SSW vereinbaren die meisten Gynäkolog*innen und Hebammen im wöchentlichen Abstand Vorsorgetermine mit "ihren" Schwangeren. Eventuell steht bei deinem Arzt oder deiner Ärztin jetzt der Abstrich auf B-Streptokokken an, solltest du dich für diese Selbstzahler-Untersuchung entscheiden.

Gipsabdruck des Bauchs in der 36. Schwangerschaftswoche

Bis Ende der 37. Schwangerschaftswoche kannst du zur Erinnerung an deine Zeit mit Babykugel noch einen Gipsabdruck vom Bauch anfertigen und ganz nach Geschmack gestalten. Lies hier, wie das geht!

Gipsabdrücke von Babybäuchen

Kliniktasche und Co.: Vorbereitungen für die Geburt und die Zeit danach

Vermutlich hält sich dein Baby (wie die allermeisten Kinder!) nicht an den errechneten Geburtstermin. Ab der 36. Schwangerschaftswoche solltest du darauf gefasst sein, dass es jeden Tag so weit sein könnte, und daher bald die letzten Vorbereitungen für den Geburtshaus- oder Klinikaufenthalt treffen, damit es vor der Entbindung nicht zu hektisch wird.

Hast du schon jemanden, der während der Geburt auf das/die Geschwisterchen aufpasst oder euer Haustier versorgt? Verteile solche Aufgaben am besten schon jetzt an Familienmitglieder, Nachbar*innen oder Freund*innen und hefte zur Sicherheit wichtige Adressen und Telefonnummern an Pinnwand oder Kühlschrank.

Sinnvoll ist es auch, jetzt die gepackte Kliniktasche parat zu haben und griffbereit hinzustellen. Hinein gehören neben einem ersten Outfit für euer Baby natürlich auch Utensilien, die du während der Geburt brauchst (Lippenpflege, Getränk, Kamera) und Kleidung für ein paar Tage. Windeln, Bodys und Strampler sowie Wochenbettbinden werden meist vom Krankenhaus gestellt.

Außerdem solltest du alle Papiere für die Klinik beisammenhaben. Dazu gehören der Mutterpass, die Krankenversicherungskarte, Heiratsurkunde oder eigene Geburtsurkunde und die Vaterschaftsanerkennung, falls ihr nicht verheiratet seid.

Vorbereitungen für das Wochenbett

Wenn du dazukommst, triff in der 36. Schwangerschaftswoche auch schon erste Vorbereitungen für das Wochenbett. Wenn das Baby da ist, wirst du weder Lust noch Zeit haben, um in den Supermarkt zu gehen oder stundenlang am Herd zu stehen. Stattet euch also lieber mit einem Vorrat an Lebensmitteln aus, kocht vor und friert diese Mahlzeiten portionsweise ein. Das wird euch die erste Zeit mit Baby enorm erleichtern. Auch der Wochenbettbesuch bringt sicherlich gern ein nahrhaftes Essen mit, wenn ihr ihn rechtzeitig daran erinnert.

Was tun gegen Angst vor der Geburt?

Die Angst vor der Geburt kennen alle Schwangeren. Sie ist völlig normal. Gerade, wenn du dein erstes Kind erwartest, dann ist es wahrscheinlich die Furcht vor dem Ausgeliefertsein und dem möglichen Kontrollverlust während der Geburt, die dich beschäftigen. Neben dem Geburtsschmerz machst du dir vielleicht auch Sorgen über die neue Situation mit Baby außerhalb des Bauchs. Doch es gibt Wege, mit solchen Ängsten umzugehen. Unsere Tipps für werdenden Mütter:

  • Sprich mit deiner Hebamme oder deinem*deiner Arzt*Ärztin darüber.
  • Lass dir den Ablauf der Geburt und die Vorgänge um euch herum genau erklären. Je vertrauter du damit bist, desto selbstbestimmter und weniger hilflos wirst du dich fühlen. Auch die Kenntnis der verschiedenen Geburtspositionen kann sehr helfen.
  • Fasse Vertrauen in dich und deinen Körper. Entspannungstechniken wieYoga Autogenes Training helfen bei der bewussten Entspannung.
  • Informiere dich über den Einsatz von Schmerzmitteln während der Entbindung und lass dich vorab über die Optionen an deinem Geburtsort beraten. Falls die Schmerzen übermächtig werden, kannst du dich beispielsweise für Schmerzmittel wie Lachgas oder eine PDA (Periduralanästhesie) entscheiden.
  • Spiele im Kopf schon einmal die Tage nach der Entbindung durch: Wie wird es sich anfühlen, wenn du euer Kleines in den Armen hältst und nicht mehr im Bauch trägst? Wenn du dir vorab Gedanken dazu machst, erwischen dich Babyblues und gemischte Gefühle womöglich weniger kalt.
  • Ab Ende der 36. SSW kannst du Akupunktur als Vorbereitung auf die Geburt durchführen lassen, viele Hebammen bieten dies an.

Übersicht aller Wochen im Schwangerschaftskalender

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