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Nicht unterstützte Hausgeburt

Alleingeburt: Zwischen maximaler Selbstbestimmung und Risiken

Eine Geburt ganz ohne medizinische Begleitung? Einige werdende Mütter haben den Wunsch nach einer Alleingeburt. Meist steckt dahinter das Bedürfnis nach besonders viel Selbstbestimmung. Für wen eignet sich die Alleingeburt und welche Risiken bestehen bei dem Vorhaben?

Alleingeburt: Vor- und Nachteile
© Getty Images/Westend61

Artikelinhalte im Überblick:

Was ist eine Alleingeburt?

Bei einer Alleingeburt wird das Kind in Abwesenheit von medizinischem Geburtshilfepersonal oder einer Hebamme auf die Welt gebracht. Eine Alleingeburt ist geplant und unterscheidet sich somit von einer plötzlich einsetzenden Geburt ("Sturzgeburt"), die so schnell vonstatten geht, dass die Hebamme zu spät eintrifft oder die Gebärende noch nicht am geplanten Geburtsort ist.

Eine Alleingeburt findet in der Regel zu Hause statt, manchmal auch an anderen Orten, etwa in der Natur. In Deutschland sind Alleingeburten sehr selten.

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Warum entscheiden sich manche Gebärenden für eine Alleingeburt?

Werdende Mütter, die sich für eine Alleingeburt entscheiden, haben oft das Bedürfnis nach einer selbstbestimmen und natürlichen Geburt und möchten auf unnötige medizinische Interventionen verzichten. Andere haben bereits schlechte Erfahrungen in der Geburtshilfe machen müssen und haben sich etwa übergangen oder dem Personal ausgeliefert gefühlt.

Wieder andere Gebärende möchten diesen intimen Moment nicht mit fremden Menschen teilen und deshalb nur nahestehende Personen bei der Geburt dabei haben. Auch Frauen, die es mit Orgasmic Birth versuchen möchten, also einer ekstatisch-sinnlichen Erfahrung während der Geburt, haben oft Hemmungen in Anwesenheit fremder Personen aus dem Geburtshilfeteam.

Mögliche Risiken für Mutter und Kind

Auch wenn eine Geburt ein natürlicher Prozess ist, birgt sie Risiken für Mutter und Kind. In einem klinischen Umfeld können mögliche Komplikationen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Im Falle einer Alleingeburt kann es passieren, dass die werdende Mutter sowie helfende Personen ohne medizinische Ausbildung etwaige Komplikationen nicht oder zu spät erkennen, wodurch die notwendige Hilfe zu spät kommt.

Mögliche Komplikationen während der Geburt sind:

  • Blutungen
  • Geburtsstillstand
  • unvorteilhafte Position des Kindes im Becken, etwa eine Querlage
  • Nabelschnurvorfall (Abklemmung der Nabelschnur und damit Minderversorgung des Babys)

Gebärende, die sich vor solchen Risiken schützen und ihr Kind trotzdem in einer vertrauten und sicheren Umgebung bekommen möchten, entscheiden sich häufig für eine Hausgeburt. Anwesend ist dann eine Hebamme, die einen medizinischen Notfall rechtzeitig erkennt und entsprechend handelt.

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