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Nasenspray in der Schwangerschaft: Das sollten Sie beachten

Autor: Viola Booth
Letzte Aktualisierung: 30. August 2017

Eine verstopfte Nase kann ziemlich belastend sein. Vor allem, wenn die freie Atmung vor dem Schlafen gehen behindert ist, macht das häufig zu schaffen. Aber ist Nasenspray in der Schwangerschaft eine Lösung für dieses Problem?

Nasenspray in der Schwangerschaft: Das sollten Sie beachten
Bevor Sie Nasenspray in der Schwangerschaft verwenden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt
(c) iStockphoto/Central IT Alliance

Nasenspray in der Schwangerschaft: Nase zu – und jetzt?

Vor einer Erkältung sind auch schwangere Frauen nicht gefeit. Tritt eine solche Erkrankung auf, leiden die meisten unter einer verstopften Nase. Selbst ohne Schnupfen und Co. haben es Schwangere aber leider oft mit einer angeschwollenen Nase zu tun. Verantwortlich dafür ist die erhöhte Produktion von Östrogen und Progesteron in der Schwangerschaft. Diese beiden Hormone kurbeln nämlich die Blutzirkulation an. Folge: Die Nasenschleimhaut schwillt an und Ihnen fällt das Atmen durch die Nase schwerer. Viele Frauen sind sich unsicher, ob sie in solchen Fällen zu Nasentropfen in der Schwangerschaft greifen dürfen. Allgemein sollten Sie bedenken, dass eine verstopfte Nase zwar lästig, aber kein Dauerzustand ist. Sind die Hormone schuld daran, verschwindet die dicke Nase spätestens nach der Geburt wieder. Wer aufgrund einer Erkältung nicht gut durch die Nase atmen kann und für wen diese Situation belastend ist, sollte nun trotzdem nicht leichtfertig zu Nasenspray greifen. Bei Medikamenten in der Schwangerschaft ist immer erst einmal Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich sogar bei rezeptfreien Arzneimitteln vorab Ihren Arzt um Rat zu fragen – auch bei Nasenspray in der Schwangerschaft.

Ist Nasenspray in der Schwangerschaft gefährlich und schädlich für das Baby?

Nasensprays und -tropfen haben eine leicht gefäßverengende Wirkung, die sich nicht nur in der Nase, sondern im ganzen Körper niederschlägt – so auch an den Blutgefäßen der Plazenta. Eine erhebliche Überdosierung von Nasenspray in der Schwangerschaft könnte die Blutversorgung des Babys im Mutterleib daher beeinträchtigen. In der Stillzeit ist es außerdem möglich, dass durch eine Überdosierung die Milchproduktion vermindert wird. Bei einer Erkältung ist die Verwendung von Nasenspray in der Schwangerschaft aber für eine kurze Zeit erlaubt. Allerdings nur nach Absprache und Anraten des Arztes und bei einer Anwendung von wenigen Tagen. Das Medikament für Säuglinge hat eine niedrigere Konzentration und ist deshalb als Nasenspray in der Schwangerschaft eher empfehlenswert: Es wirkt noch in der Nase, aber nicht mehr so stark im restlichen Körper.

Welche Nasentropfen sind in der Schwangerschaft erlaubt und welche tabu?

Ob NasenSpray-ratiopharm®, nasic® oder Nasivin® – die meisten Nasensprays sind für Schwangere nicht ohne Einschränkungen zugelassen. Die Beipackzettel der Hersteller geben Aufschluss darüber, welche Empfehlungen für das jeweilige Nasenspray in der Schwangerschaft gelten. Bei einigen Mitteln ist beispielsweise vermerkt, dass es keine hinreichenden Daten für die Anwendung des Wirkstoffs Xylometazolinhydrochlorid (Arzneistoff zum Abschwellen der Nasenschleimhaut) bei Schwangeren gibt und daher von einer Anwendung abgeraten wird. Bei anderen wird vorgeschrieben, dass Sie das Spray nur auf Anraten des Arztes und nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung einnehmen sollten. Die empfohlene Dosierung darf keinesfalls überschritten werden. Wichtig: Liegt eine Nasenspraysucht vor, muss diese unbedingt behandelt werden.

Alternativen zu Nasenspray in der Schwangerschaft

Unabhängig von der Schwangerschaft trocknen Nasensprays die Nasenschleimhaut aus und sollten ohnehin nur sparsam zum Einsatz kommen. Bevor Sie in der Schwangerschaft zu Nasenspray greifen, können Sie erst einmal die unbedenklichen Alternativen ausprobieren:

Salzlösungen als Alternative zu Nasenspray in der Schwangerschaft

Meersalz-Nasensprays sind in der Apotheke oder dem Drogeriemarkt erhältlich und können in der Schwangerschaft bedenkenlos verwendet werden. Eine Nasenspülung mit einer Kochsalzlösung hilft, die Nase zu befreien. Ein Dampfbad mit Meersalz schafft ebenfalls Abhilfe. Für unterwegs können Sie sich auch kaltes Salzwasser in ein Fläschchen füllen und sich dieses mit einer Pipette aus der Apotheke in die Nase einträufeln.

Menthol und ätherische Öle statt Nasenspray in der Schwangerschaft

Nicht nur Erkältungsbäder sind eine Wohltat für die Atemwege, auch ein Inhalierstift mit Menthol wirkt kühlend und abschwellend. Oder Sie geben ein paar Tropfen ätherisches Thymianöl auf ein Taschentuch und riechen daran.

Was sonst noch bei verstopfter Nase hilft?

Trinken Sie viel, schaffen Sie sich ggf. einen Luftbefeuchter für den Raum an (hilft vor allem, wenn Ihre Nase durch den hohen Hormonspiegel geschwollen ist) und legen Sie Ihren Oberkörper beim Schlafen leicht nach oben. So bekommen Sie selbst ohne Nasenspray in der Schwangerschaft wieder besser Luft.

Nasenspray bei Allergie in der Schwangerschaft

Sobald der Pollenflug beginnt, leiden viele Menschen unter einer geschwollenen, laufenden Nase. Heuschnupfen und Allergie in der Schwangerschaft können sehr belastend sein. Greifen Sie jetzt trotzdem nicht leichtfertig zu den rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke, sondern sprechen Sie zur Sicherheit mit Ihrem Arzt. Er wird Sie beraten und Ihnen geeignete Mittel empfehlen. Bei leichten Symptomen kann bereits ein unbedenkliches Meerwasser-Nasenspray zur Linderung beitragen. Leiden Sie an einem starken allergischen Schnupfen gibt es einige Medikamente, die für Schwangere als unbedenklich eingestuft werden. Ihr Arzt könnte Ihnen in einem solchen Fall beispielsweise zu einem cromoglicinsäure-, kortisonhaltigem Nasenspray oder einem anderen Antiallergikum raten.

Autor: Viola Booth
Letzte Aktualisierung: 30. August 2017
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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