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Bei verstopfter Nase

Nasenspray in der Schwangerschaft: Unbedenklich oder gefährlich?

Eine verstopfte Nase kann ziemlich belastend sein. Aber ist Nasenspray in der Schwangerschaft eine Lösung für dieses Problem?

Nasenspray in der Schwangerschaft: Das sollten Sie beachten
Abschwellendes Nasenspray sollte in der Schwangerschaft nur verwendet werden, wenn es wirklich nötig ist.
© iStock.com/puhhha

Vor einer Erkältung sind auch schwangere Frauen nicht gefeit. Im Gegenteil: Durch das leicht heruntergefahrene Immunsystem können sich Schwangere häufiger einen grippalen Infekt einfangen. Oft sind solche Erkältungen mit Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung und verstopfter Nase verbunden.

Doch selbst ohne Schnupfen und Erkältung haben es Schwangere oft mit einer angeschwollenen Nase zu tun. Dafür verantwortlich ist die erhöhte Produktion von Östrogen und Progesteron in der Schwangerschaft. Diese beiden Hormone kurbeln nämlich die Blutzirkulation an. Die Folge: der sogenannte Schwangerschaftsschnupfen. Dabei schwillt die Nasenschleimhaut an und das Atmen durch die Nase fällt schwerer. Spätestens nach der Geburt verschwinden die Beschwerden wieder.

In diesem Artikel lesen Sie:

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Welches Nasenspray ist in der Schwangerschaft erlaubt?

Wer nicht gut durch die Nase atmen kann und für wen diese Situation belastend ist, sollte nun trotzdem nicht leichtfertig zu Nasenspray greifen. Bei Medikamenten in der Schwangerschaft ist immer erst einmal Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich sogar bei rezeptfreien Arzneimitteln vorab Ihren Arzt um Rat zu fragen – auch bei Nasenspray in der Schwangerschaft. Dabei kommt es natürlich auf die Inhaltsstoffe an: Nasensprays, die lediglich Salz enthalten, sind völlig unbedenklich. Sie befeuchten die Schleimhäute, was das Atmen oft etwas verbessert.

Abschwellende Nasensprays dagegen bewirken, dass sich die Blutgefäße etwas zusammenziehen. Das betrifft aber nicht nur die geschwollene Nasenschleimhaut, sondern den ganzen Körper. Auch die Blutgefäße der Plazenta sind davon betroffen. In der Schwangerschaft ist das ein Effekt, der natürlich nicht erwünscht ist.

Eine erhebliche Überdosierung von Nasenspray in der Schwangerschaft könnte die Blutversorgung des Babys im Mutterleib daher beeinträchtigen. In der Stillzeit ist es außerdem möglich, dass durch eine Überdosierung die Milchproduktion vermindert wird.

Nasenspray bei Erkältung für kurze Zeit erlaubt

Bei einer Erkältung ist die Verwendung von Nasenspray in der Schwangerschaft aber für kurze Zeit erlaubt. Allerdings nur nach Absprache mit dem Arzt und bei einer Anwendung von wenigen Tagen. Die Variante für Säuglinge hat eine niedrigere Konzentration und ist deshalb als Nasenspray in der Schwangerschaft eher empfehlenswert: Es wirkt noch in der Nase, aber nicht mehr so stark im restlichen Körper.

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Nasenspray: In der Schwangerschaft besonders auf Inhaltsstoffe achten

Die meisten Nasensprays sind für Schwangere nicht ohne Einschränkungen zugelassen. Die Beipackzettel der Hersteller geben Aufschluss darüber, welche Empfehlungen für das jeweilige Nasenspray in der Schwangerschaft gelten. Die empfohlene Dosierung darf keinesfalls überschritten werden.

Bei einigen Mitteln ist beispielsweise vermerkt, dass es keine hinreichenden Daten für die Anwendung des abschwellenden Wirkstoffs Xylometazolin bei Schwangeren gibt und daher von einer Anwendung abgeraten wird.

Das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin deklariert die Erfahrungswerte mit Xylometazolin bei Anwendung in der Schwangerschaft als "hoch" und gibt für Nasensprays mit diesem Wirkstoff grünes Licht – allerdings nur bei normaler Dosierung und Anwendung über lediglich einige Tage hinweg.

"Nasenspray-Sucht" in der Schwangerschaft unbedingt behandeln

Bei längerfristiger Anwendung von abschwellenden Nasentropfen kann sich schnell die sogenannte Nasenspray-Sucht entwickeln: Ohne Anwendung des Sprays schwellen die Schleimhäute gleich wieder an, es muss dann immer wieder verwendet werden, um eine freie Nasenatmung zu gewährleisten – ein Teufelskreis. Langfristige Folgen sind Störungen der Nasenschleimhaut, chronischer Schnupfen und häufiges Nasenbluten.

Wichtig: Liegt eine Nasenspray-Sucht vor, muss diese unbedingt behandelt werden.

Meersalz-Nasenspray ist in der Schwangerschaft unbedenklich

Unabhängig von der Schwangerschaft trocknen Nasensprays die Nasenschleimhaut aus und sollten ohnehin nur sparsam zum Einsatz kommen. Bevor Sie in der Schwangerschaft zu abschwellendem Nasenspray greifen, können Sie erst einmal die unbedenklichen Alternativen wie Nasensprays mit Meersalz ausprobieren. Sie sind schon fertig abgemischt in Drogerien oder Apotheken erhältlich. Nasentropfen mit Salz können auch selbst hergestellt werden: Dafür einfach etwas Meersalz oder Kochsalz in Wasser auflösen, in eine Pipettenflasche füllen und bei Bedarf in die Nase tropfen.

Weitere Alternativen zu Nasenspray in der Schwangerschaft

  • Nasenspülung mit Kochsalzlösung: Allergikerinnen sind oft schon mit Nasenspülungen vertraut, denn diese eignen sich besonders gut zur Anwendung bei Heuschnupfen. Mit der Nasenspülung werden Pollen, Schleim und Staub aus der Nase gespült und die Schleimhäute gut durchfeuchtet.

  • Dampfbad mit Meersalz: Ein Dampfbad mit Meersalz schafft ebenfalls Abhilfe. Eine gute und vor allem bequeme Alternative ist das Inhalieren mit Kochsalzlösung. Inhalieren mit oder ohne Salz ist auch in der Schwangerschaft unbedenklich.

  • Menthol und ätherische Öle statt Nasenspray in der Schwangerschaft: Nicht nur Erkältungsbäder sind eine Wohltat für die Atemwege, auch ein Inhalierstift mit Menthol wirkt kühlend und abschwellend. Oder Sie geben ein paar Tropfen ätherisches Thymianöl auf ein Taschentuch und riechen daran.

Was hilft sonst noch bei verstopfter Nase?

Trinken Sie viel, schaffen Sie sich bei Bedarf einen Luftbefeuchter für den Raum an. Das hilft vor allem, wenn Ihre Nase durch den hohen Hormonspiegel geschwollen ist. Legen Sie außerdem Ihren Oberkörper beim Schlafen leicht nach oben. So bekommen Sie selbst ohne Nasenspray in der Schwangerschaft wieder besser Luft.

Nasenspray bei Allergie in der Schwangerschaft

Sobald der Pollenflug beginnt, leiden viele Menschen unter einer geschwollenen, laufenden Nase. Heuschnupfen und Allergie in der Schwangerschaft können sehr belastend sein.

Greifen Sie jetzt trotzdem nicht leichtfertig zu den rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke, sondern sprechen Sie zur Sicherheit mit Ihrem Arzt. Er wird Sie beraten und Ihnen geeignete Mittel empfehlen.

Bei leichten Symptomen kann bereits ein unbedenkliches Meerwasser-Nasenspray zur Linderung beitragen. Leiden Sie an einem starken allergischen Schnupfen gibt es einige Medikamente, die für Schwangere als unbedenklich eingestuft werden. Ihr Arzt könnte Ihnen in einem solchen Fall beispielsweise zu einem cromoglicinsäure-, kortisonhaltigem Nasenspray oder einem anderen Antiallergikum raten.

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