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Häufige Beschwerden

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft: Das sind die Ursachen

Kopfschmerzen gehören zu den möglichen unangenehmen, aber meist harmlosen Begleiterscheinungen der Schwangerschaft. Ursache ist anfangs oft die hormonelle Umstellung. Starke Kopfschmerzen können jedoch auch ein Warnsignal für Komplikationen sein.

Frau hat Kopfschmerzen
© GettyImages/fizkes

Artikelinhalte auf einen Blick:

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Warum Kopfschmerzen in der Schwangerschaft auftreten

Vor allem die Frühschwangerschaft wird bei vielen Frauen von Kopfschmerzen begleitet. Grund ist meist die hormonelle Umstellung. So steigen bestimmte Hormone wie das hCG oder auch Progesteron gerade zu Beginn der Schwangerschaft steil an, worauf der Körper mit Kopfschmerzen reagieren kann. Also erst einmal kein Grund zur Sorge. Oft lassen die Beschwerden bereits nach wenigen Tagen oder Wochen nach.

Genau wie außerhalb der Schwangerschaft können aber auch Stress, seelische Anspannung oder körperliche Verspannungen Kopfschmerzen verursachen – nicht nur in der Frühschwangerschaft, sondern auch im zweiten oder dritten Trimester. Auch Flüssigkeitsmangel gehört zu den möglichen Ursachen. Manchen Schwangeren macht anfangs der Koffeinentzug zu schaffen.

Ein weiterer möglicher Grund für Kopfschmerzen in der Schwangerschaft ist Eisenmangel: Schwangere haben mit 30 mg am Tag einen doppelt so hohen Bedarf, viele Frauen haben aber ohnehin schon niedrige Eisenreserven. Sind diese erschöpft, kann Blutarmut auftreten. Neben Erschöpfung, vermehrter Nervosität und Vergesslichkeit sind Kopfschmerzen ein mögliches Symptom.

Übrigens: Migräne wird bei 70 bis 80 Prozent der Frauen, die vorher darunter gelitten haben, im Laufe der Schwangerschaft oft besser oder bleibt sogar ganz aus. Grund ist wahrscheinlich der gerade ab dem zweiten Trimester noch einmal stark ansteigende Östrogenspiegel. Nach der Schwangerschaft kehrt die Migräne aber meist wieder zurück.

Migräne in der Schwangerschaft: Das sollten Sie wissen! 

Dürfen Schwangere Medikamente gegen Kopfschmerzen einnehmen?

Grundsätzlich gilt: Auch rezeptfrei erhältliche Medikamente sollten in der Schwangerschaft ausschließlich nach Rücksprache mit der*dem Ärztin*Arzt eingenommen werden. Das gilt auch für Schmerzmittel.

Als Mittel der Wahl in der Schwangerschaft gilt Paracetamol. Der Wirkstoff kann in allen Trimestern gegen Schmerzen eingenommen werden. Paracetamol wirkt außerdem fiebersenkend. Hohes Fieber sollte in der Schwangerschaft immer gesenkt werden, da durch eine hohe Körpertemperatur das Fehlbildungsrisiko beim Baby steigt. Nehmen Sie Paracetamol gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft bitte so kurz wie möglich ein.

Ibuprofen wirkt zusätzlich entzündungshemmend, darf aber nur im ersten und zweiten Trimester eingenommen werden. Im dritten Trimester der Schwangerschaft eingenommen kann Ibuprofen beim Baby zum vorzeitigen Verschluss der Gefäßverbindung zwischen Hauptschlagader und Lungenarterie führen und sollte deshalb nicht zum Einsatz kommen.

Der in Deutschland ebenfalls beliebte Wirkstoff ASS ist als Schmerzmittel nicht das Mittel der Wahl in der Schwangerschaft, da es die Blutungsneigung erhöht. Darauf sollte besonders im dritten Trimester geachtet werden.

Schmerzmittel in der Schwangerschaft: Das sollten Sie wissen! 

Starke Kopfschmerzen in der Schwangerschaft: Handelt es sich um einen Notfall?

Plötzlich einsetzende, starke Kopfschmerzen können auch das Symptom einer schweren und sogar lebensbedrohlichen Präeklampsie sein – insbesondere, wenn sie nach der 20. Schwangerschaftswoche auftreten. Holen Sie bitte umgehend ärztliche Unterstützung ein bei folgenden Beschwerden:

  • akute, starke Kopfschmerzen
  • Sehstörungen, etwa verschwommenes Sehen oder Lichtblitze
  • akut auftretende Schwellungen im Gesicht, an Händen, Füßen oder Knöcheln
  • Schmerzen direkt unterhalb der Rippen
  • Erbrechen

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft vorbeugen: Tipps

Trinken: Trinken Sie ausreichend und regelmäßig, denn Flüssigkeitsmangel kann Kopfschmerzen verursachen – auch in der Schwangerschaft. Ideal sind mindestens eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit täglich. Bevorzugen Sie stilles Wasser und generell ungesüßte Getränke, um den Blutzuckerspiegel nicht unnötig in die Höhe zu treiben.

Schlafen und erholen: Versuchen Sie, ausreichend zu schlafen und genügend Erholungspausen im Alltag einzulegen. Ihr Körper vollbringt jetzt Spitzenleistungen, auch wenn man es gerade zu Beginn der Schwangerschaft noch nicht sieht.

Bleiben Sie in Bewegung: Ein der Schwangerschaft angepasstes moderates körperliches Training macht Sie und Ihr Baby fit und hilft, Verspannungen vorzubeugen. Auch die können nämlich Kopfschmerzen verursachen.

Eisenwerte im Blick haben: Im Laufe der Schwangerschaft verdoppelt sich der Eisenbedarf. Zeigt sich neben Kopfschmerzen auch vermehrte Müdigkeit, lassen Sie bitte Ihre Eisenwerte untersuchen. Bitte nehmen Sie nicht auf eigene Faust Eisenpräparate, da ein zu hoher Eisenwert wiederum Beschwerden verursachen kann.

Alarmzeichen in der Schwangerschaft: Bei diesen Symptomen zum Arzt
Beiträge im Forum "Risikoschwangerschaft"
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