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Einnistungsstörungen

Windei: Wenn die Fruchthöhle leer bleibt

Ein Windei ist eine Unterform der Fehlgeburt. Dabei wird in der Gebärmutter eine leere Fruchthöhle festgestellt, obwohl der Schwangerschaftstest positiv ist und auch das Schwangerschaftshormon hCG nachweislich gebildet wird.

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In der 6. Schwangerschaftwoche (hier 5+2) ist die Fruchtanlage meist sichtbar. Bei einem Windei ist dies nicht der Fall, es handelt sich um eine Form der Fehlgeburt.
© iStock.com/UrsaHoogle

Mit einer Häufigkeit von fünf Prozent aller Fruchtanlagen kommt das Windei etwa bei jeder 20. Einnistung vor. Die Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut wird medizinisch als Nidation bezeichnet. Daher spricht man beim Windei auch von einer Einnistungs- oder Nidationsstörung.

Artikel-Inhalte im Überblick:

16 typische Anzeichen für eine Schwangerschaft

Das Windei zählt zu den Entwicklungs- und Einnistungsstörungen der Schwangerschaftsanlage in der Gebärmutter. Während Eihülle und Außenwand der Keimblase erhalten bleiben, ist die Fruchthöhle im Inneren leer. Hierdurch kommt es zu einer Fehlgeburt. Im Fachjargon wird das Windei auch als Molenschwangerschaft oder Abortivei bezeichnet.

Ursachen für ein Windei

Als Ursache für ein Windei gilt eine Störung in der Ausbildung der sogenannten Zottengefäße, die während der Reifung für die Versorgung des Eis zuständig sein sollen.

Dadurch, dass die Fruchthöhle ansonsten intakt bleibt, entsteht bei der Ultraschall-Untersuchung erst einmal der Eindruck einer normalen Schwangerschaft.

Symptome und Feststellung eines Windeis

Ein Windei kann leider nicht im Vorfeld festgestellt werden, da es keine typischen Symptome gibt. Der Schwangerschaftstest ist positiv und die Frau hat oft auch

16 typische Anzeichen für eine Schwangerschaft

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Erst in der routinemäßigen Schwangerschaftsdiagnostik fällt das Windei auf. Bei der Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft ist dann kein Embryo in der Fruchthöhle zu erkennen. Das leere Ei kann noch einige Tage bis Wochen erhalten bleiben, bis der Frauenarzt bemerkt, dass die Gebärmutter und Fruchthöhle nicht mitgewachsen sind.

Mittels Ultraschall kann die Diagnose Windei dann meist gesichert werden. Manchmal wartet man jedoch noch ein bis zwei Wochen ab, ob im Ultraschall nicht doch noch etwas sichtbar wird. Auch die Kontrolle des Schwangerschaftshormons hCG kann erfolgen und Aufschluss geben, wenn kein regelrechter Anstieg (Verdopplung etwa alle zwei Tage) der hCG-Konzentration erfolgt.

Wie geht es weiter bei einem Windei?

Steht die Diagnose Windei fest, erfolgt in der Regel eine Ausschabung (Abrasio), wenn nicht bereits Blutungen aufgetreten sind und die fehlangelegte Frucht abgestoßen wurde.

Bei einer Ausschabung wird die Gebärmutterschleimhaut mitsamt der Einnistung abgetragen und eine vorhandene Blutung kann gestoppt werden. Somit sinkt die Gefahr einer Infektion.

Weiterer Verlauf nach der Ausschabung

Nach der Ausschabung normalisieren sich Gebärmutterschleimhaut und hCG-Wert wieder. Sind alle Schwangerschaftsanzeichen verschwunden und hat sich der Zyklus wieder eingestellt, ist eine erneute Schwangerschaft direkt wieder möglich.

Was ist ein "Eckenhocker"?

Eckenhocker werden Fruchthöhlen genannt, die sich in einer ungewöhnlichen Gegend in der Gebärmutter „verstecken“. Es wird vielleicht beim Ultraschall auch zunächst nicht erkannt und eine nicht intakte Schwangerschaft vermutet. Dabei kann noch etwas abgewartet werden, und manchmal wird beim nächsten Ultraschall dann der Eckenhocker sichtbar und eine intakte Schwangerschaft festgestellt.

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