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Medikationsplan

Autor: Miriam Funk, Medizinredakteurin
Letzte Aktualisierung: 19. April 2017

Seit 1. Oktober 2016 haben Patienten in Deutschland Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan. Aber: die wenigsten wissen davon. Der bundeseinheitliche Medikationsplan ist ein persönliches Verzeichnis, in dem alle Arzneimittel für den Patienten verständlich dokumentiert werden.

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Der neue Medikationsplan wird vom Hausarzt ausgestellt, wenn mindestens drei rezeptpflichtige Medikamente eingenommen werden müssen
© iStock.com/dolgachov

Die Einnahme mehrerer Medikamente birgt immer die Gefahr, den Überblick zu verlieren. Das kann zur Folge haben, dass Arzneimittel fehlerhaft eingenommen werden und unerwünschte Neben- oder Wechselwirkungen auftreten. Um dem vorzubeugen, wurde der neue bundeseinheitliche Medikationsplan entwickelt. Er enthält alle verschriebenen sowie nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel und bietet so einen schnellen Überblick für den Arzt, Apotheker und den Patienten selbst. Voraussetzung für die Ausstellung ist, dass mindestens drei auf Kassenrezept verordnete Medikamente eingenommen werden.

Vorteile des Medikationsplans

  • Mit dem neuen Medikationsplan sieht der Patient alle seine Arzneimittel auf einen Blick, wodurch das Risiko einer fehlerhaften Einnahme verringert werden kann.
  • Alle Hinweise und Gründe für die einzunehmenden Arzneimittel werden in patientenverständlicher Sprache aufgeführt.
  • Anhand des Medikationsplans sieht der behandelnde Arzt, welche Medikamente bereits eingenommen werden und kann weitere Verordnungen oder Umstellungen besser auf die restliche Medikation abstimmen.

So sieht der Medikationsplan  aus und das steht drin

Neben persönlichen Angaben, wie dem Vor- und Nachnamen sowie dem Geburtsdatum wird die Person, also der Arzt oder Apotheker, aufgeführt, die den Medikationsplan ausgestellt bzw. aktualisiert hat. Die einzunehmenden Medikamente werden in einer Tabelle dokumentiert.

An erster Stelle wird der Wirkstoff des Arzneimittels aufgeführt, gefolgt vom Handelsnamen, der verordneten Wirkstärke und der Darreichungsform (Tropfen, Tabletten usw.). Weiter wird im Medikationsplan eingetragen, welche Menge des Medikaments zu welcher Tageszeit eingenommen werden soll und ggf. durch einen Einnahme- bzw. Anwendungshinweis für den Patienten ergänzt. In der Spalte „Grund“ wird in patientenverständlicher Sprache dokumentiert, warum ein bestimmtes Medikament eingenommen werden muss, beispielsweise wegen Blutdruck, Diabetes etc. (siehe Abbildung oben). So wird die Behandlung für den Patienten transparenter und nachvollziehbarer.

In der Regel wird der neue Medikationsplan vom Hausarzt ausgestellt, bei dem der Patient in regelmäßiger Behandlung ist. Aktualisierungen nehmen dann sowohl der Hausarzt als auch Fachärzte oder Apotheker vor.

Medikationsplan zum Download und Ausdrucken

Hier finden Sie ein Muster des bundeseinheitlichen Medikationsplans zum Downloaden und Ausdrucken: Medikationsplan.

Der neue bundeseinheitliche Medikationsplan – die Unabhängige Patientenberatung Deutschland beantwortet Ihre Fragen

  • Haben Sie Fragen zum neuen bundeseinheitlichen Medikationsplan?
  • Möchten Sie wissen, welche Vorteile er bietet?

Die UPD-Experten helfen gerne weiter. Sie erreichen die UPD kostenfrei unter der Telefonnummer 0800 011 77 22 (Montag bis Freitag 8.00-22.00 Uhr, Samstag 8.00-8.00 Uhr)

 Weitere Informationen und Beratungsangebote: www.patientenberatung.de

Autor: Miriam Funk, Medizinredakteurin
Letzte Aktualisierung: 19. April 2017
Quellen
Beiträge im Forum "Frauengesundheit"
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