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Montag, 20. August 2018
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Erste Anzeichen für die Geburt - wann geht es los?

Geht es jetzt endlich los oder doch noch nicht? Gerade Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, sind unsicher, welche Anzeichen für die bevorstehende Geburt sprechen.

Erste Anzeichen für die Geburt - wann geht es los?
Ab in die Badewanne! Um zu überprüfen, ob es sich um Senk- oder Geburtswehen und Anzeichen für die Geburt handelt, können Sie sich ein Bad einlassen
© kristall/Fotolia.com

Schon einige Zeit vor der Geburt bereitet sich Ihr Körper auf dieses Ereignis vor. Jede Frau nimmt diese Geburtsanzeichen unterschiedlich wahr: Einige berichten von Übelkeit und Erbrechen, andere von Kopfschmerzen, Herzklopfen und ungewohnter Unruhe. Bei manchen Frauen kommt es zu wiederholt ziehenden Schmerzen im Kreuz oder Unterbauch. Einige Schwangere merken, dass sich das Kind nicht mehr so viel bewegt und empfinden die Bewegungen des Babys als schmerzhaft. Es ist ebenfalls möglich, dass der Drang danach das „Nest“ noch in Ordnung zu bringen, zunimmt und Sie die Lust nach einem Frühjahrsputz packt. Möglicherweise bemerken Sie aber auch gar keine Veränderung und nehmen keine außergewöhnlichen Geburtsanzeichen wahr.

Das sind die häufigsten Anzeichen für die Geburt:

  • Sie haben Senkwehen.
  • Der Schleimpfropf geht ab.
  • Aus Ihren Brustwarzen tritt die sogenannte Vormilch aus.
  • Ihr Darm ist sehr aktiv und Sie haben Durchfall.
  • Ihre Fruchtblase platzt.
  • Sie haben Wehen.
Wehen fördern - Hausmittel im Überblick

Anzeichen der Geburt – die ersten Symptome

Sie haben keine Lust mehr auf Ihren kugelrunden Bauch? Bald ist es soweit! Ihre Unlust ist nämlich ein Anzeichen für die Geburt. Auch wenn Sie an Schlaf- oder Appetitlosigkeit leiden, ist das ein Hinweis auf den Geburtsbeginn. Die Wehenhormone sorgen außerdem dafür, dass die Kontraktionen Ihres Darms angeregt werden. Schwangere Frauen leiden vor der Geburt daher öfters an Durchfall. Wenn aus Ihren Brustwarzen nun orangefarbene Vormilch austritt, ist dies ebenfalls ein Anzeichen für die bevorstehende Geburt. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie in Ihrem Slip einen weißlich-gelblichen Schleimpfropf finden. Zum Schutz vor Infektionen hat er während der Schwangerschaft den inneren Muttermund abgedichtet. Für Sie ist der Abgang ein erstes Anzeichen dafür, dass die Geburt naht. Denn der Gebärmutterhals hat sich nun verkürzt und der Muttermund ist schon etwas geöffnet. Es kann auch eine leichte Blutung, die sogenannte Zeichnungsblutung ("Zeichnen") auftreten als Anzeichen dafür, dass die Geburt bald losgeht.

Vermehrte Senkwehen – ein Anzeichen für den Geburtsbeginn

Vielleicht werden Sie jetzt schon bemerkt haben, dass sich Ihre Bauchform verändert. Dies ist ein Anzeichen für die Geburt. Ab der 36. Schwangerschaftswoche beginnt Ihr Baby nämlich sich in seine Startposition zu begeben. Das Köpfchen oder der Po Ihres Kindes rutscht tiefer ins Becken und das macht sich bei Ihnen mit etwa 30 bis 40 Sekunden langen Senkwehen bemerkbar. Durch die neue Position wird möglicherweise ein unangenehmer Druck auf Ihre Blase ausgeübt. Dafür verschwindet jetzt aber auch Ihr Sodbrennen und Sie haben wieder mehr Platz für größere Mahlzeiten.

Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich nun um Senkwehen oder Geburtswehen handelt, können Sie ganz einfach den Test machen. Lassen Sie sich ein warmes Bad ein (38° Wassertemperatur) und spüren Sie, wie sich Ihre Wehen in der Wärme verhalten. Hören Sie auf, waren es Senkwehen. Bleiben Sie gleich stark oder werden sogar noch stärker, handelt es sich wahrscheinlich um Geburtswehen.

Geplatzte Fruchtblase und Geburt im Taxi – Film-Mythos oder Realität?

„Ich glaube meine Fruchtblase ist geplatzt!“ Aus zahlreichen Filmen kennen wir die Szene, in der eine schwangere Frau diesen Satz sagt, während sich eine Unmenge von Flüssigkeit auf dem Boden ergießt. Um das jetzt einmal klarzustellen: Zwar ist eine geplatzte Fruchtblase tatsächlich ein Geburtsanzeichen, allerdings passiert das nur bei ca. 15 Prozent der Frauen. Und selbst wenn, tritt bei einer vorzeitig geplatzten Fruchtblase nur wenig Flüssigkeit aus. Schließlich verdichtet das Köpfchen Ihres Babys das Becken. Bei folgenden Symptomen sollten Sie sich auf den Weg zum Geburtsort machen:

  • Die Fruchtblase platzt.
  • Innerhalb einer Stunde haben Sie im Abstand von acht bis zehn Minuten regelmäßige Wehen.
  • Sie stellen eine leichte Blutung fest.

Bleiben Sie ruhig und machen Sie sich keine Sorgen. Die Zeit reicht dann immer noch aus. Sollten Sie Ihr zweites oder drittes Kind erwarten und ähnliche Anzeichen wie bei der ersten Geburt bemerken, lassen Sie sich am besten nicht allzu viel Zeit. In der Regel tritt der Geburtsbeginn dann schneller ein. Geburten im Taxi und Co. kommen im Gegensatz zum Film in der Realität nur sehr selten vor. Wenn Sie bereits einen Pressdrang verspüren, handelt es sich um eine überstürzte Geburt und Sie sollten lieber zu Hause bleiben und Ihre Hebamme oder den Rettungsdienst anrufen.

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 03. November 2017
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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