Ein Angebot von Lifeline
Samstag, 18. November 2017
Menu

Senkwehen - das Kind rutscht ins Becken

Senkwehen
Entspannung lindert die Schmerzen bei Senkwehen
(c) Digital Vision

Senkwehen (auch Vorwehen) sind eine wichtige Vorbereitung auf die Geburt. Senkwehen sind nötig, damit das Kind tiefer ins Becken der Mutter rutscht und optimal im Geburtskanal liegt.

Ab wann treten Senkwehen auf?

Die meisten Schwangeren spüren ab der 36. bis 38. Schwangerschaftswoche Senkwehen. Diese lösen in der Regel die bis dahin spürbaren Übungswehen ab. Senkwehen sind unregelmäßig und werden unterschiedlich schmerzhaft empfunden. Sie sind ein Anzeichen für die bevorstehende Geburt.

Wie fühlen sich Senkwehen an? Wie ist die Dauer?

Wie das Zusammenziehen der Gebärmutter bei Senkwehen empfunden wird, ist individuell verschieden. Viele Frauen empfinden nur Spannung und Druck, aber keine Schmerzen. Häufig machen sich Senkwehen durch Ziehen im Rücken und allgemeines Unwohlsein oder auch leichte Übelkeit bemerkbar. Manche Schwangere empfindet sie stark, eine andere schwach und manche spüren gar nichts. Einige Frauen berichten von 30 bis 40 Sekunden lang anhaltenden Kontraktionen. Da der Magen, sobald das Baby tief ins Becken gerutscht ist, wieder mehr Platz hat, bemerken einige Frauen, dass das Sodbrennen aufhört und sie wieder etwas größere Mengen auf einmal essen können. Oft ist der Bauch danach auch deutlich tiefer. Dafür wird häufig wieder ein verstärkter Harndrang empfunden – wie zu Beginn der Schwangerschaft. Dieser entsteht dadurch, dass die Senkwehen zu einer Verlagerung der Gebärmutter nach unten führen und so der Druck auf die Blase und/oder Darm erhöht wird.

Was hilft gegen Senkwehen?

Stress und Überanstrengung führen häufig dazu, dass Senkwehen als schmerzhafter empfunden werden. Entspannung hingegen kann zu einer Besserung der Schmerzen durch Senkwehen führen. Auch ein heißes Bad oder Wärme in anderer Form kann die Schmerzen lindern. Stress sollte deshalb vermieden werden und regelmäßig Pausen eingelegt werden in denen die Frau sich ausruht und die Füße hoch legt.

Senkwehen oder echte Geburtswehen?

Viele Frauen sind sich unsicher ob es sich bereits um richtige Geburtswehen handelt. Dies kann in einer warmen Vollbad  (38° Temperatur) getestet werden. Wehen, die im warmen Wasser verschwinden, sind in der Regel noch keine Geburtswehen.

Ab wann ins Krankenhaus?

Bleiben die Wehen auch in der Badewanne gleich stark oder werden sogar stärker,  kann dies der Beginn der Geburt sein. Sobald die Wehen in sehr kurzen und regelmäßigen Abständen auftreten sollte die Hebamme oder der Frauenarzt kontaktiert werden. Bei Unsicherheit sollten Schwangere ins Krankenhaus fahren.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 20. Juli 2016
Quellen: Höfer S., Szász N.: Hebammen Gesundheitswissen. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2012; Höfer S., Scholz A.: Meine Schwangerschaft. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2014

Beiträge im Forum "Geburtstermin September/Oktober 2017"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Entbindung & Kaiserschnitt

Prostaglandine sind hormonähnliche Substanzen, die sich überall im Gewebe finden. Sie spielen vor allem bei der Geburt eine Rolle, da sie eine wichtige Signalwirkung für das Einsetzen der Wehen haben. Mehr...

Entbindung & Kaiserschnitt

Wenn die Wartezeit zum Ende der Schwangerschaft etwas zu lang wird, gibt es hilfreiche Mittel, selbst ein wenig nachzuhelfen. Sanfte Methoden wie Wehentees, Bäder oder Massagen können das Auslösen von Wehen... Mehr...

Entbindung & Kaiserschnitt

Wehen bezeichnen das Zusammenziehen (Kontraktion) der Gebärmutter während Schwangerschaft und Geburt. Nach der Geburt sorgen die Wehen für die Ausstoßung der Nachgeburt inklusive der Plazenta sowie die... Mehr...

Weitere interessante Themen
  • Männer bei der Geburt

    Die Rolle der Männer bei der Geburt hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. War es bis in die 1970er Jahre hinein ganz normal, dass Männer nicht mit in den Kreißsaal... Mehr...

  • Käseschmiere

    Die sogenannte Käseschmiere (Vernix caseosa) überzieht das Neugeborene wie eine Schutzschicht. Sie dient dem besseren Gleiten während der Geburt und verhindert zu großen... Mehr...

Zum Seitenanfang