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Nachsorgehebamme

Autor: Karin Wunder
Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2017

Nachsorgehebammen begleiten frisch gebackene Mütter während der ersten Wochen nach der Geburt. Im Mittelpunkt der Betreuung durch die Hebamme die Wochenbettbetreuung sowie Rückbildung und Pflege des Babys.

Nachsorgehebamme
Die Nachsorgehebamme kommt in den ersten Lebenswochen nach Hause und betreut Mutter und Baby
8c) iStockphoto

Viele Frauen lassen sich durch ihre freiberuflich tätige Beleghebamme, die sie bereits während der Schwangerschaft und bei der Geburt begleitet hat, auch zu Hause betreuen.

Das ist aber nicht immer möglich oder gewünscht. Es empfiehlt sich in jedem Fall, bereits vor der Geburt eine Hebamme für die Nachsorge zu suchen. Denn gerade in den ersten Tagen mit dem Neugeborenen zu Hause profitieren vor allem die Mütter von den Hausbesuchen der Nachsorgehebamme.

Pflege und Rückbildung

Im Mittelpunkt bei der Nachsorge stehen die Wochenbettbetreuung der Mutter und die Pflege des Babys. Gerade für Mütter, die das erste Mal entbunden haben, ist die Nachsorgehebamme eine wichtige Unterstützung: Mache ich alles richtig? Wie pflege, bade, wickle ich mein Baby? Ist dies oder jenes normal? Verläuft die Rückbildung gut? Bei all diesen Unsicherheiten steht ihnen die Nachsorgehebamme als Beraterin zur Seite.

Die Nachsorgehebamme kontrolliert auch den Verlauf der Rückbildung und der Wundheilung nach Dammriss, Dammschnitt oder Kaiserschnitt. Einige Hebammen zeigen auch Übungen oder bieten Rückbildungskurse an.

Stillen und Stillberatung durch die Nachsorgehebamme

Neben Pflege und Kontrolle der Rückbildung nimmt die Stillberatung einen großen Teil der Nachsorge zu Hause ein. Die Hebamme kann beraten und praktische Tipps geben, wenn es mit dem Stillen nicht so richtig klappt, Unsicherheiten wegen der Menge der Muttermilch bestehen und bei allen anderen Fragen rund ums Stillen.

Kostenübernahme für die Nachsorgehebamme

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Leistungen von Nachsorgehebammen für die Wochenbettbetreuung und eventuell für die Zeit danach in folgendem Umfang:

  • Geburt bis 10. Lebenstag: 20 Leistungen, ohne ärztliche Anweisung bis zu zwei Leistungen täglich
  • 11. Lebenstag bis 8. Lebenswoche: 16 Leistungen, auf ärztliche Anordnung hin eventuell mehr
  • ab 8. Lebenswoche: auf ärztliche Anordnung weitere Besuche möglich (z. B. Stillberatung)

Die Übernahme von weiteren Leistungen kann von gesetzlichen Krankenkassen gewährt werden, wenn zum Beispiel Stillstörungen oder Rückbildungsprobleme eine weitere Betreuung erfordern oder nach schweren Dammrissen oder bei Behinderung des Kindes.

Da private Krankenversicherer nur Leistungen übernehmen, die im individuellen Versicherungsvertrag vereinbart wurden, ist es ratsam, sich rechtzeitig mit der privaten Krankenkasse in Verbindung zu setzen, um die Kostenübernahme für die Nachsorgehebamme zu klären.

Eine vom Deutschen Hebammen-Verband empfohlene Online-Hebammen-Suche finden Sie hier.

Ratgeber "Hebamme"

Weiter unten finden Sie in unserem großen Ratgeber zum Thema Hebamme viele interessante Informationen, Tipps und Interviews.

Autor: Karin Wunder
Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2017
Quellen
Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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