Ein Angebot von Lifeline
Mittwoch, 13. Dezember 2017
Menu

Geburtseinleitung (Wehenförderung)

Geburtseinleitung (Wehenförderung)
In einigen Fällen muss die Geburt im Krankenhaus eingeleitet werden
(c) Getty Images/Wavebreak Media

Unter Geburtseinleitung versteht man die Förderung der Geburtswehen durch Medikamente, homöopathische Mittel oder andere Maßnahmen, mit denen sich die Wehentätigkeit anregen lässt. Die Standardmethode in Kliniken ist die Verabreichung von Oxytozin, gängige Alternativen sind Aromatherapien und die Eipolablösung.

Ausführliches zu den unterschiedlichen Methoden der Geburtseinleitung können Sie hier lesen.

Gründe für die Geburtseinleitung

Eine Geburtseinleitung wird aus unterschiedlichen Gründen durchgeführt, medizinisch notwendig ist sie in der Regel nur in folgenden Fällen:

Hausmittel zum Wehen fördern

Wehenförderung bei Überschreitung des Geburtstermins

Umstritten sind der Nutzen und die Notwendigkeit einer Geburtseinleitung bei Überschreitung des errechneten Geburtstermins. Denn das statistische Risiko eine Totgeburt zu erleiden, steigt nach der 40. Schwangerschaftswoche leicht an. Allerdings erhöht auch die Einleitung der Geburt selbst das Risiko für Komplikationen. So dauern Geburten nach einer Wehenförderung oft etwas länger und es kommt häufiger zu einem Kaiserschnitt.

Untersuchungen vor der Geburtseinleitung

Um herauszufinden, ob durch die Überschreitung des Geburtstermins eine Gefährdung für das Baby besteht, werden ab dem errechneten Geburtstermin häufiger CTG-Untersuchungen durchgeführt. Per Ultraschall kontrollieren Ärzte die Menge des Fruchtwassers. Der Blutfluss des Ungeborenen wird mittels Dopplersonographie überwacht. In manchen Kliniken wird außerdem ein Wehenbelastungstest vorgenommen. Dabei werden kurzzeitig Wehen durch eine Infusion mit wehenfördernden Mitteln ausgelöst und über einen Wehen-Herztonschreiber (CTG) beobachtet.

Einleitung der Geburt zum Wunschtermin

Ebenfalls umstritten ist die Einleitung der Geburt zu einem festgesetzten Termin gegen Ende der Schwangerschaft, da das Komplikationsrisiko dabei ohne medizinische Notwendigkeit erhöht wird. Eine Einleitung sollte generell immer nur in Absprache mit einem Arzt oder einer Hebamme und nach entsprechenden Untersuchungen erfolgen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 17. Juli 2017
Quellen: Stradelmann, I.: Der Hebammen-Expertenrat. Stadelmann Verlag, Wiggensbach 2007; Höfer, S. und Szász, N.: Hebammen Gesundheitswissen. Gräfe und Unzer, München 2007; Gaskin I.M.: Die selbstbestimmte Geburt. Kösel Verlag, München 2008

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Informationen zur stillen Geburt

In der Fachsprache wird von einer Totgeburt gesprochen, wenn ein Baby mit einem Gewicht von über 500 Gramm noch vor der Geburt im Mutterleib verstirbt und ohne Lebenszeichen zur Welt kommt. Deshalb bezeichnet... Mehr...

Entbindung & Kaiserschnitt

Zur Geburtseinleitung gibt es unterschiedliche Methoden. Sofern der Muttermund reif ist, wird in Kliniken meistens ein Wehentropf verwendet. Prostaglandinpräparate werden üblicherweise zur Geburtseinleitung... Mehr...

Entbindung & Kaiserschnitt

Wehen bezeichnen das Zusammenziehen (Kontraktion) der Gebärmutter während Schwangerschaft und Geburt. Nach der Geburt sorgen die Wehen für die Ausstoßung der Nachgeburt inklusive der Plazenta sowie die... Mehr...

Weitere interessante Themen
  • Was macht eine Doula?

    Doula ist die Bezeichnung für eine geburtserfahrene Frau, die eine Schwangere während der Geburt begleitet und unterstützt. Der Begriff "Doula" kommt aus dem Griechischen von... Mehr...

  • Probleme bei der Geburt

    Falls es während der Geburt zu Problemen kommt, die das Wohlbefinden des Kindes beeinträchtigen könnten, muss der Arzt bzw. die Ärztin oder/und die Hebamme zu jeder Zeit über den... Mehr...

  • Klinikgeburt

    Klinikgeburten sind in Deutschland der Regelfall. Mit etwa 98 Prozent bringen nahezu alle Schwangeren ihr Kind in einem Krankenhaus zur Welt. Nur etwa zwei Prozent entscheiden sich... Mehr...

Zum Seitenanfang