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Montag, 20. Februar 2017
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Risikoschwangerschaft

Risikoschwangerschaft
Verschiedene Kriterien können zur Einstufung einer Risikoschwangerschaft führen
iStock/Halfpoint

Es gibt bestimmte Kriterien, die zu einer Einstufung einer Risikoschwangerschaft führen. Eine Risikoschwangerschaft liegt dann vor, wenn bei einer Schwangeren bestimmte Risikofaktoren wie beispielsweise chronische Krankheiten oder akute Infektionen vorliegen.

Die Einstufung erfolgt durch den behandelnden Arzt, der die Risikoschwangerschaft im Mutterpass einträgt. Eine Risikoschwangerschaft erfordert - je nach Ausgangssituation - besondere diagnostische oder therapeutische Maßnahmen. So können unter anderem Untersuchungen der pränatalen Diagnostik oder auch ein stationärer Aufenthalt der angehenden Mutter notwendig werden.

Was bedeutet Risikoschwangerschaft?

Ungefähr 20 Prozent der Schwangerschaften gelten als Risikoschwangerschaft. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass immer auch eine akute Gesundheitsgefahr für die Schwangere und das Ungeborenen besteht. Eine Risikoschwangerschaft bedeutet auch nicht zwangsläufig, dass es zu Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf kommen muss. Die Einstufung als Risikoschwangerschaft bedeutet normalerweise nur, dass es Grund dazu gibt, die Schwangerschaft besonders intensiv zu überwachen und deshalb bestimmte Untersuchungen zusätzlich von der Krankenkasse übernommen werden. Dank der heutigen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten können mittlerweile auch viele chronisch kranke Frauen ihren Kinderwunsch erfüllen und gesunde Kinder zur Welt bringen.

Wie wird eine Risikoschwangerschaft festgestellt?

Im Rahmen der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen erfasst der Arzt anhand von zwei Fragebögen den allgemeinen Gesundheitszustand der Frau und Komplikationen im Verlauf der aktuellen Schwangerschaft. Folgende Kriterien können - teilweise in Kombination - zu einer möglichen Einstufung als Risikoschwangerschaft führen:

Die Ergebnisse werden im Mutterpass auf den Seiten fünf und sechs festgehalten. In Deutschland sind die Fragebögen im Vergleich zu anderen Ländern besonders umfangreich, was dazu führt, dass hierzulande jede fünfte Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft wird. Die Einstufung kann zu Unsicherheiten bei den werdenden Eltern führen, weshalb der Befund des Arztes genau erklärt werden sollte.

Risikoschwangerschaft - was zahlt die Krankenkasse?

Die Krankenkassen kommen während einer Schwangerschaft für die drei Vorsorgeuntersuchungen auf. Ziel ist es, Risikoschwangerschaften und -geburten frühzeitig zu erkennen und zu überwachen. Liegt eine Risikoschwangerschaft vor, werden die Kosten für weiterführende notwendige Untersuchungen wie die Fruchtwasseruntersuchung, weitere Ultraschall-Untersuchungen oder die Kardiotokographie (CTG) übernommen. Diesen muss die Frau jedoch nach ausführlicher Aufklärung über Sinn und Zweck sowie Ablauf der Untersuchung durch den Arzt ausdrücklich zustimmen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 06. Februar 2017
Durch: Miriam Funk
Quellen: Online-Informationen des Gemeinsamen Bundesausschuss: http://www.g-ba.de (Stand: März 2013); Breckwoldt, M. et al. (Hrsg.): Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2008; Diedrich K. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Springer, Heidelberg 2007

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