Schwanger? - Erste Hinweise auf eine Schwangerschaft

Extreme Müdigkeit kann ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein

Extreme Müdigkeit kann ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein
(Foto: Photodisc)

Manche Frauen spüren bereits sehr früh, dass sie schwanger sind. Ein klassisches Anzeichen ist die morgendliche Übelkeit, doch längst nicht alle Frauen leiden darunter.


Ausbleiben der Menstruation
Empfindliche Brüste
Übelkeit und Müdigkeit
Häufiges Wasserlassen
Veränderte Sinne
Schwangerschaftstest

Ausbleiben der Menstruation

Das deutlichste Anzeichen für eine Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Menstruation. Doch auch hier ist es beispielsweise bei unregelmäßigen Zyklen schwierig zu sagen, ob die Regel wirklich ausbleibt oder einfach nur "spät dran ist". Außerdem können Faktoren wie Stress und Krankheiten die Menstruation verzögern. Ein selteneres Phänomen bei einer Frühschwangerschaft ist eine leichte Blutung ungefähr neun Tage nach der Einnistung. Diese Blutung ist normalerweise schwächer als die Menstruationsblutung, kann aber als solche irrtümlich verstanden werden. Welche Anzeichen deuten also daruf hin, dass Sie schwanger sind?


Empfindliche Brüste

Bereits wenige Tage nach der Empfängnis beginnen sich Ihre Brüste zu verändern. Sie vergrößern sich zur Vorbereitung auf das Stillen und sind oft empfindlicher als sonst. Bei Frauen, die bereits Kinder haben, kann diese Veränderung der Brust geringer sein. Die Brustwarze verfärbt sich dunkler.


Übelkeit und Müdigkeit

Übelkeit ist ein häufiges Symptom der Frühschwangerschaft (ca. ab der 5./6. Woche). Diese kann leicht oder auch extrem ausgeprägt sein, nur morgens auftreten oder auch zu jeder anderen Tageszeit. Das variiert stark von Frau zu Frau. Zu Ihrer Beruhigung: Normalerweise verschwindet die Übelkeit spätestens in der 14. bis 16. Schwangerschaftswoche. Besonders am Anfang einer Schwangerschaft sind viele Frauen extrem müde und haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Auch dies pendelt sich etwa in der 14. Schwangerschaftswoche wieder ein und Ihre Energie wird wieder zunehmen!


Häufiges Wasserlassen

Schon zwei bis drei Wochen nach der Empfängnis verstärkt sich der Harndrang und man muss häufiger zur Toilette als sonst. Dies liegt an der wachsenden Gebärmutter, die vorübergehend auf die Blase drückt. Auch dieses Symptom legt sich ungefähr in der 14. Schwangerschaftswoche, nämlich dann, wenn die Gebärmutter sich in den Bauchraum hinein verlagert. Der Anstieg des Hormons Progesteron in der Schwangerschaft stimuliert zusätzlich Ihren Blasenmuskel, sodass Sie das Gefühl haben, zur Toilette zu müssen.


Veränderte Sinne

Besonders Ihr Geruchssinn wird in der Schwangerschaft vermutlich sensibler und es kann sein, dass Sie plötzlich eine Abneigung oder ein starkes Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln bekommen. Auch ein metallischer Geschmack im Mund tritt bei Schwangeren gelegentlich auf.


Schwangerschaftstest

Die frei erhältlichen Schwangerschaftstests bestimmen das Schwangerschaftshormon HCG im Urin. Dieses lässt sich ab dem ersten Tag des Ausbleibens der Regel nachweisen. Ein zu früh durchgeführter Test kann falsch negativ sein, da dann die Menge des HCG noch nicht zum Nachweis reicht.

Bei einem positiven Schwangerschaftstest bzw. dem starken Verdacht auf eine Schwangerschaft, sollten Sie Ihren Gynäkologen bzw. Ihre Gynäkologin aufsuchen, der bzw. die dann eine Schwangerschaft mithilfe anderer Methoden wie beispielsweise der Ultraschall-Untersuchung bestätigen kann. Zusätzlich kann bei Unsicherheiten ein Bluttest durchgeführt werden, um den HCG-Spiegel im Blut zu messen.



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Quellen:
Deans, Dr. A.: Die Schwangerschafts-Bibel. Südwest Verlag, München 2007
Stradelmann, I.: Die Hebammen-Sprechstunde. Stadelmann Verlag, Wiggensbach 2007

 

Autor: Miriam Funk 
Letzte Änderung am: 03.08.2009