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Kindsbewegungen: vom Schmetterlingsflügel-Flattern zum Purzelbaum schlagen

Autor: Viola Booth
Letzte Aktualisierung: 02. August 2016

Die ersten Tritte des Babys im Bauch sind etwas ganz Besonderes. Kindsbewegungen im Mutterleib gehören zu den schönsten Momenten einer Schwangerschaft. Genießen Sie dieses kleine Wunder und teilen Sie das Abenteuer mit Ihrem Partner.

Kindsbewegungen: vom Schmetterlingsflügel-Flattern zum Purzelbaum schlagen
Die Kindsbewegungen zu spüren, ist in der Schwangerschaft etwas ganz Besonderes
Getty Images/iStockphoto

Die ersten Kindsbewegungen – wann wird Ihr Kleines aktiv?

Schon bevor Sie überhaupt etwas davon mitbekommen, bewegt sich Ihr Baby im Bauch. Die Nervenstränge, die durch Arme und Beine laufen, machen bereits in der 7. Schwangerschaftswoche die ersten Kindsbewegungen in Form eines Zuckens möglich. Allerdings ist dieses Zucken noch so zart und Ihr Baby so klein, dass Sie es nicht spüren. In der 12. Schwangerschaftswoche absolviert Ihr Kleines sogar ein richtiges Sportprogramm. Es turnt mit fließenden Bewegungen im Fruchtwasser herum.

Schmetterlinge im Bauch: Das Baby spüren

Sie sind zum ersten Mal schwanger? Dann werden Sie die ersten spürbaren Kindsbewegungen zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche vielleicht mit einem nervösen Magen oder mit Blähungen verwechseln. Die Kindsbewegung äußert sich nämlich durch ein leichtes Ziehen in der Gebärmutter. „Schmetterlinge im Bauch“ – so beschreiben viele Schwangere dieses Gefühl. Beim zweiten Kind erkennen Sie die Zeichen schon und wissen, dass Sie gerade tatsächlich Ihr Baby gespürt haben. Ob Sie die ersten Kindsbewegungen wahrnehmen, hängt natürlich auch von anderen Faktoren ab: Schon im Mutterleib sind einige Kinder aktiver und temperamentvoller als andere. Und auch jede Schwangere ist unterschiedlich stark empfindsam.

Kindsbewegungen von außen spüren

Damit Ihr Partner die Kindsbewegungen von außen spürt, sind recht starke Tritte aus dem Bauch nötig. Daher muss der werdende Papa sich meist etwa bis zur 24. Schwangerschaftswoche gedulden. Babys spielen im Bauch gerne Verstecken. Es ist also gut möglich, dass Sie Ihr Kind spüren und immer dann, wenn der Vater gerade die Hand auflegt, ist es plötzlich wieder ganz ruhig.

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Turnweltmeister – Ihr Baby schlägt Purzelbäume

Im Laufe der Schwangerschaft wird Ihr Baby immer aktiver. Ab der 20. Schwangerschaftswoche spüren Sie meistens schon, dass Ihr Sprössling im Bauch herumtobt. Zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche enthält Ihre Fruchtblase rund 750 Milliliter Fruchtwasser. Ihr Baby kann sich darin frei bewegen und nutzt diesen Platz für Purzelbäume. Das Turnprogramm kann ganz schön wild werden, besonders dann, wenn Sie zur Ruhe kommen. Im Liegen spüren Sie die Kindsbewegungen stärker. Deshalb wird Ihr Baby Ihnen jetzt vermutlich auch in der ein oder anderen Nacht den Schlaf rauben. Ärgern Sie sich nicht, sondern genießen Sie das Gefühl. Ihrem Baby geht es schließlich richtig gut.

„Hicks“ ... was war das denn?

Ihr Baby kann nicht nur boxen und treten, sondern hat auch Schluckauf. Diesen werden Sie wahrscheinlich ziemlich heftig spüren. Und wenn Ihr Baby sich erschreckt, zappelt es plötzlich ganz wild in Ihrem Bauch herum. Aber keine Sorge, diese Kindsbewegungen sind kein Grund zur Beunruhigung.

Platzprobleme – langsam wird es eng

In den letzten Wochen Ihrer Schwangerschaft werden die Kindsbewegungen langsamer, kleiner und seltener, aber dafür auch sehr intensiv. In Ihrer Gebärmutter wird es nämlich zu eng für die großen Turnübungen. In der 36. Schwangerschaftswoche dreht sich Ihr Nachwuchs oft schon in die Startposition für die Geburt. Die Muskeln der Gebärmutter und des Unterleibs halten das Baby jetzt fest. Beim zweiten oder dritten Kind sind die Muskeln weicher und Ihr Kleines ist bis zum Ende der Schwangerschaft noch in der Lage sich zu drehen – sogar noch am Tag der Geburt. Nun können die Kindsbewegungen richtig wehtun. Vor allem, wenn Ihr Kleines mit Tritten Ihre Rippen trifft. Wenn Sie Glück haben und Ihre Bauchwand sehr dünn ist, können Sie bei einem Tritt einen Fußabdruck erkennen und das Füßchen sogar festhalten.

Kindsbewegungen: Wie oft sollten Sie Ihr Kind spüren?

Bei einigen Schwangerschaften dauert es etwas länger, bis sich die Kindsbewegungen bemerkbar machen. Dies trifft vor allem auf Frauen zu, bei denen die Plazenta an der Vorderwand der Gebärmutter (Plazenta Prävia) sitzt. Die Kindsbewegungen werden dann viel später und schwächer wahrgenommen. Auch übergewichtige Schwanger spüren das Baby häufig erst später. Zwischen der 20. und 24. Schwangerschaftswoche ist es ganz normal, wenn Sie Ihr Kind auch einmal einen ganzen Tag lang nicht fühlen. Danach sollten Sie Ihr Baby mehrmals am Tag spüren. Wenn Sie tagsüber beschäftigt und mit anderen Dingen abgelenkt sind, werden Sie Ihr Kind vielleicht gar nicht bemerken. Das heißt aber nicht, dass Ihr Baby nicht aktiv war. Notieren Sie sich den Tag, an dem Sie die ersten Kindsbewegungen gespürt haben und suchen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme auf, wenn Sie etwas verunsichert.

Kindsbewegungen: so bringen Sie Ihr Baby auf Trab

Wenn Sie Ihr Baby länger nicht bewusst gespürt haben und sich Sorgen machen, können Sie es auch zu Bewegungen animieren. Legen Sie sich auf die Seite, schieben Sie Ihren Bauch sanft hin und her oder legen Sie einfach die Füße hoch und hören Sie Musik oder trällern selbst ein Liedchen. Lässt sich Ihr Kind nicht wachrütteln und Sie sind beunruhigt, sollten Sie zur Sicherheit Arzt oder Hebamme konsultieren. So kann schnell gecheckt werden, ob es Ihrem Kleinen gut geht.

Autor: Viola Booth
Letzte Aktualisierung: 02. August 2016
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