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Plazentainsuffizienz

Plazentainsuffizienz bezeichnet eine Leistungsschwäche der Plazenta, die den Stoffaustausch zwischen Mutter und Kind beeinträchtigt und so zu einer Mangelversorgung des ungeborenen Babys führt. Sie kommt in zwei bis fünf Prozent aller Schwangerschaften vor.

Plazentainsuffizienz
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können zur frühen Erkennung einer Plazentainsuffizienz beitragen
© iStock.com/FatCamera

Von der Plazentainsuffizienz sind verstärkt Frauen betroffen, die während der Schwangerschaft unter Bluthochdruck oder Diabetes mellitus leiden. Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Plazentainsuffizienz.

Mögliche Ursachen einer Plazentainsuffizienz

Die akute Plazentainsuffizienz kann folgende Ursachen haben:

Gründe für die chronische Plazentainsuffizienz können sein:

Was sind die Symptome einer eingeschränkten Plazentafunktion?

Die akute Form tritt unvermittelt vor oder während der Geburt auf. Sie äußert sich durch eine schwere Unterversorgung des Kindes mit Sauerstoff und verlangsamt den Herzschlag des Ungeborenen. Je nach Ursache können bei der Mutter Blutungen und Krämpfe auftreten.

Eine chronische Plazentainsuffizienz verlangsamt aufgrund des Nährstoffmangels das Wachstum des Kindes und verringert die Menge des Fruchtwassers.

Wie wird eine Plazentainsuffizienz diagnostiziert?

Je nach Ursache können Blutungen und Krämpfe Hinweise auf ein mögliches Versagen der Plazentafunktion hinweisen. Treten während der Geburt Komplikationen wie eine Einschnürung der Nabelschnur auf, ist eine akute Leistungsschwäche der Plazenta sehr wahrscheinlich.

Wenn erhöhte Risiken wie Diabetes mellitus oder Präeklampsie bei der Mutter vorliegen oder in Ultraschall-Untersuchungen ein vermindertes Größenwachstum des ungeborenen Kindes festgestellt wird, sorgt die Dopplersonographie für Aufklärung. Sie ermöglicht die Messung der Blutströmungsgeschwindigkeit und kann dadurch Hinweise auf eine chronische Plazentainsuffizienz geben.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Plazentainsuffizienz?

Bei einer akuten Plazentainsuffizienz muss je nach Ursache die entsprechende Notfallmaßnahme eingeleitet werden. Das kann zum Beispiel eine Schnittentbindung, eine Saugglocken- oder eine Zangengeburt sein.

Im Falle einer chronischen Plazentainsuffizienz wird in der Regel strenge Bettruhe verordnet und das Befinden des Kindes in regelmäßigen Abständen durch Ultraschall-Untersuchungen und CTG (Kardiotokographie) überprüft. Die eingeschränkte Funktionsfähigkeit der Plazenta kann jedoch nicht direkt behandelt werden. Vielmehr behandelt man die Ursachen, wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus, medikamentös.

Verlauf und Komplikationen der Plazentainsuffizienz

Bei akutem Plazentaversagen kann die Sauerstoff-Unterversorgung zu einer bleibenden Schädigung bis hin zum Tod des Kindes führen. Treten bei der Geburt Komplikationen auf, die eine akute Plazentainsuffizienz verursachen könnten, wird das Kind so schnell wie möglich entbunden. Wenn die Gründe für die akute Plazentainsuffizienz eine vorzeitige Plazentalösung oder Plazentablutungen sind, wird ebenfalls die verfrühte Geburt eingeleitet.

Die chronische Leistungsschwäche der Plazenta führt zu einem verlangsamten Wachstum des ungeborenen Kindes. Durch mangelnde Versorgung mit Sauerstoff kann das Kind starke Schäden oder sogar den Tod erleiden. Deshalb muss bei einer schweren Unterversorgung die Geburt früher als geplant eingeleitet werden. Wenn das Kind noch nicht geburtsreif ist, wird versucht das Heranreifen der Lunge durch bestimmte Medikamente zu beschleunigen.

Wie kann man vorbeugen?

Besteht ein erhöhtes Risiko durch Bluthochdruckerkrankungen oder Diabetes mellitus, können intensivere Untersuchungen in kurzen Abständen dabei helfen, eine mögliche Einschränkung der Plazentafunktion frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Das Rauchen während der Schwangerschaft sollte selbstverständlich auch deshalb vermieden werden, um die Wahrscheinlichkeit eines Plazentaversagens zu verringern.

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