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Montag, 28. Mai 2018
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Orgasmus in der Schwangerschaft

Schwangere sind oft von ihrer gesteigerten Lust am Sex überrascht. Wie kommt es dazu? Die Hormone stimulieren, Klitoris und Vagina sind stärker durchblutet und dadurch empfänglicher für sexuelle Reize und Berührungen. Deshalb kommen viele Schwangere leichter und schneller zum Orgasmus.

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Fashion portrait of young sensual woman in bed
(c) iStockphoto

Die Sorge, dass die Muskelkontraktionen der Gebärmutter beim Orgasmus eine Fehl- oder Frühgeburt auslösen könnten, ist bei einer gesunden Schwangerschaft unbegründet.

Was passiert beim weiblichen Orgasmus in der Schwangerschaft?

Beim Orgasmus, dem sexuellen Höhepunkt der Frau, zieht sich die Gebärmuttermuskulatur rhythmisch zusammen. Da die Gebärmutter in der Schwangerschaft auch besser durchblutet ist, empfinden viele Frauen auch den Orgasmus intensiver. Viele Frauen beschreiben das Gefühl, die Kontraktionen regelrecht zu spüren. Manche empfinden es sogar individuell als unangenehm oder leicht schmerzhaft. Es kann auch in der Schwangerschaft durchaus vorkommen, dass die leichten Schmerzen und Kontraktionen einige Minuten nach dem Orgasmus als harter Bauch spürbar sind. Das ist in der Regel aber kein Grund zur Sorge!

Ist der Orgasmus schädlich fürs Baby?

Das ungeborenen Baby stört der Orgasmus nicht und es wird dadurch auch nicht gefährdet. Vorsicht ist nur bei Frühgeburtsbestrebungen geboten. Denn dann kann der Orgasmus tatsächlich Wehen auslösen.

Grundsätzlich gilt: Was der Frau gut tut, tut auch dem Baby gut. Das gilt eben auch für Orgasmen. Laut dänischen Hebammen sollen häufige Orgasmen in der Schwangerschaft sogar eher förderlich für eine problemlose Geburt sein, da sie die Gebärmutter sozusagen trainieren. Außerdem wird sowohl beim Orgasmus als auch beim Geburtsvorgang unter anderem das Kuschel- und Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet, was das Stresslevel der werdenden Mutter senkt. Wundern Sie sich nicht, wenn beim Orgasmus auch mal Milch aus Ihren Brustwarzen spritzt, da auch der Milchfluss durch Oxytocin angeregt wird.

Ist der errechnete Entbindungstermin erst überschritten, kann ein Orgasmus hilfreich sein, die Wehen anzuregen. Außerdem können die im Sperma enthaltenen Prostaglandine Wehen fördern.

Orgasmus durch Selbstbefriedigung in der Schwangerschaft?

Ob der Orgasmus mit Partner oder durch Masturbation erreicht wird, spielt auch bei schwangeren Frauen keine Rolle. Ob Penis, Finger oder Vibrator/Dildo im Einsatz sind, macht keinen großen Unterschied. Das Baby ist in seiner Fruchtblase gut geschützt vor Stößen. Beim Verwenden von Sexspielzeug ist es wichtig, keine anal eingeführten Dildos in die Vagina einzuführen, um eine Infektion zu vermeiden. Das gilt im übrigen auch für nicht schwangere Frauen.

Wann sollten Orgasmen vermieden werden?

Bei vorzeitigen Wehen gilt ein Sexverbot, dass auch bedeutet, dass kein Orgasmus erreicht werden sollte, um keine weiteren Wehen zu provozieren. Auch bei der Gefahr einer Frühgeburt oder einem verkürzten Gebärmutterhals gilt ein Orgasmusverbot.

Wann ein Orgasmus in der Schwangerschaft verboten ist im Überblick:

Was ist mit einem Orgasmus im Schlaf?

Immer wieder berichten Frauen von nächtlichen Orgasmen im Schlaf. Diese scheinen ohne körperliche Stimulation zu entstehen und sind natürlich auch nicht zu verhindern. Manche Frauen scheinen in der Schwangerschaft gehäuft Orgasmen im Schlaf zu erleben. Dagegen kann nichts getan werden, also: Genießen Sie es!

Autor:
Letzte Aktualisierung: 28. September 2017
Quellen: Online-Informationen des Berufsverbands der Frauenärzte e. V.: http://www.bvf.de/presse_info.php?r=2&m=0&s=1&artid=24&search=Sex (Abruf: September 2017); Holzgreve B.: 300 Fragen zur Schwangerschaft. Gräfe und Unzer, 2017. Höfer S., Szász, N.: Hebammen Gesundheitswissen. Gräfe und Unzer, 2012

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