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Sorgen meist unbegründet

Selbstbefriedigung in der Schwangerschaft: Schaden Orgasmen dem Baby?

Mehr Lust auf (Solo-)Sex ist in der Schwangerschaft ganz normal: Vulva und Klitoris werden jetzt stärker durchblutet und sind dadurch empfindlicher für Berührungen. Vielleicht fragst du dich aber, wie es deinem Baby wohl geht, wenn du einen Orgasmus erlebst. Diese Frage klären wir hier!

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© GettyImages/SimpleImages

Das Wichtigste vorab: Darüber, dass Selbstbefriedigung eine Fehl- oder Frühgeburt auslösen könnte, brauchst du dir bei einer unkomplizierten Schwangerschaft keinen Kopf zu machen!

Artikel-Inhalt auf einen Blick:

Sexstellungen in der Schwangerschaft

Schadet Selbstbefriedigung dem Baby im Bauch?

Das ungeborene Baby stört dein Orgasmus nicht und es wird dadurch auch nicht gefährdet. Vorausgesetzt, deine Schwangerschaft verläuft unauffällig, gilt grundsätzlich: Was der werdenden Mama gut tut, tut auch dem Baby gut. Laut dänischen Hebammen sollen häufige Orgasmen in der Schwangerschaft sogar eher eine problemlose Geburt fördern, da sie die Gebärmutter sozusagen trainieren.

Außerdem wird sowohl beim Orgasmus als auch beim Geburtsvorgang unter anderem das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet, was das Stresslevel der Schwangeren senkt und somit auch dem Baby nützt. Wundere dich nicht, falls beim Orgasmus Milch aus deinen Brustwarzen spritzt: Auch der Milchfluss wird durch Oxytocin angeregt.

Ist der errechnete Entbindungstermin überschritten, kann ein Orgasmus zudem hilfreich sein, um die Wehentätigkeit anzuregen. Auch die im Sperma enthaltenen Prostaglandine sollen Wehen fördern.

Wann sollten Schwangere auf Orgasmen verzichten?

Vorsicht ist jedoch zum Beispiel bei Frühgeburtsbestrebungen geboten. Denn dann kann ein Orgasmus tatsächlich muttermundwirksame Wehen auslösen. Auch bei vorzeitigen Wehen gilt ein Sex- und Orgasmusverbot. Vorsicht geboten ist zudem bei einem verkürzten Gebärmutterhals.

Solltest du unsicher sein, ob einer der folgenden Punkte auf dich zutrifft, lass dich bitte ärztlich beraten:

  • vorzeitige Wehen
  • Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt
  • verkürzter Gebärmutterhals
  • Muttermundschwäche (Zervixinsuffizienz)
  • Vorliegen einer Cerclage
  • Verlust von Fruchtwasser
  • Blutungen
  • Plazentaprobleme wie Plazenta praevia oder Plazentainsuffizienz

Was passiert beim Orgasmus in der Schwangerschaft?

Beim Orgasmus der Frau zieht sich die Gebärmuttermuskulatur rhythmisch zusammen. Da die Gebärmutter in der Schwangerschaft ebenfalls besser durchblutet ist, erleben viele Frauen in dieser Zeit intensivere Orgasmen.

Viele Schwangere können die Uterus-Kontraktionen deutlich spüren, manche empfinden das Zusammenziehen als unangenehm bis leicht schmerzhaft. Es kann durchaus auch vorkommen, dass der Babybauch noch einige Minuten nach dem Orgasmus hart bleibt. Das alles ist normalerweise aber kein Grund zur Sorge!

Orgasmus durch Selbstbefriedigung, Sex oder im Schlaf

Ob der Orgasmus mit Partner*in oder durch Masturbation zustande kommt, spielt dabei keine Rolle. Das Baby ist in seiner Fruchtblase gut geschützt vor Stößen durch den Penis. Beim Verwenden von Sexspielzeug ist es zum Schutz vor Infektionen wichtig, keine anal eingeführten Dildos in die Scheide zu bringen (das gilt ebenso für nicht schwangere Frauen!).

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