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Übungswehen – Wehen in der Schwangerschaft

Autor: Miriam Funk, Medizinredakteurin
Letzte Aktualisierung: 07. September 2018

Übungswehen treten bereits in der Schwangerschaft auf. Die Gebärmutter bereitet sich damit langsam auf die Geburt vor und auch das Baby spürt, wie es in eine Richtung geschoben und somit auf die Geburt vorbereitet wird. Im Durchschnitt treten Übungswehen in unregelmäßigen Abständen etwa ab der 25. bis 26. Schwangerschaftswoche.

Übungswehen
Unregelmäßige Übungswehen sind ganz normal - Vorsicht ist geboten, wenn sie regelmäßig und schmerzhaft sind
(c) Getty Images/iStockphoto

Ab wann treten Übungswehen auf?

Übungswehen, auch Braxton-Hicks-Kontraktionen, treten in der zweiten Schwangerschaftshälfte auf, meist ab der 25. oder 26. Schwangerschaftswoche und bleiben dann unregelmäßig einige Wochen, bis sie von den Senkwehen abgelöst werden, welche ein erstes Anzeichen für die bevorstehende Geburt sind.

Erkennen von Übungswehen

Übungswehen treten mehrmals am Tag in unregelmäßigen Abständen auf, maximal drei Mal pro Stunde. Sie sollten sich nicht besonders schmerzhaft anfühlen, kein Druckgefühl im Rücken oder Unterleib auslösen und nicht von blutigem Ausfluss begleitet werden. Lediglich das Gefühl eines harten Bauchs kennzeichnet Übungswehen.

Übungswehen oder echte Wehen?

Übungswehen und vorzeitige, echte Wehen können sich sehr ähnlich anfühlen. Dadurch kann die Schwangere selber leider nicht unbedingt erkennen, um welche Art von wehen es sich gerade handelt und sollte es zur Sicherheit von der Hebamme oder dem Frauenarzt abklären lassen. Folgende Tabelle zeigt Anhaltspunkte für die Unterscheidung von Übungswehen zu echten Wehen:

Übungswehen echte Wehen
  • unregelmäßiges Auftreten, zuerst z.B. alle drei, dann alle fünf bis zehn Minuten
  • regelmäßiges Auftreten, z.B. alle sechs Minuten
  • sind nicht schmerzhaft und die Atmung verändert sich nicht
  • erfordern die gesamte Konzentration und wirken sich auf die Atmung aus
  • werden nicht stärker
  • werden nach und nach stärker
  • bei Bewegung werden sie weniger
  • bleiben gleich stark, egal ob in Ruhe oder Bewegung
  • kein Verlust des Schleimpfopfs und keine blutige Zeichnung
  • Verlust von Teilen des Schleimpfropfs und evtl. leichte Zeichnungsblutung
  • Muttermund bleibt zu, Gebärmutterhals verkürzt sich nicht
  • Gebärmutterhals verkürzt sich und Muttermund öffnet sich

 

Autor: Miriam Funk, Medizinredakteurin
Letzte Aktualisierung: 07. September 2018
Quellen
Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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