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Chromosomenschäden

Die meisten Kinder kommen gesund zur Welt, es kann aber auch zu Chromosomenstörungen kommen, die ein Kind geistig oder körperlich beeinträchtigen können.

Chromosomenschäden
Um das Risiko von Chromosomenschäden richtig einschätzen zu können, ist zunächst eine ausführliche Beratung durch den Arzt wichtig
© iStock.com/vm

Chromosomen sind die Träger des Erbguts und wenn es zu Veränderungen der Anzahl oder Struktur kommt, spricht man von Chromosomenschäden. In jeder Schwangerschaft besteht ein gewisses Risiko für Chromosomenschäden.

Die Familiengeschichte und die eigene Gesundheit haben nichts mit der Entstehung von Chromosomenschäden zu tun. Diese entstehen meist durch Zufall, nur bei wenigen Erkrankungen kann zum Beispiel einen Zusammenhang zum Alter der Eltern erschlossen werden. Bei dem häufigsten aller Chromosomenschäden, Trisomie 21 (oder auch Down Syndrom), kann man einen Zusammenhang zwischen dem Alter der Mutter und der Häufigkeit deutlich erkennen.

Pränatale Diagnostik

Oft können Chromosomenschäden eines Fötus schon im Mutterleib durch pränatale Diagnostik erkannt werden. Durch verschiedene vorgeburtliche Untersuchungen können Fehlbildungen und deren Risiko erschlossen werden.

Beim ersten Arztbesuch oder spätestens in der

genetischen Beratung

wird über die Möglichkeiten und Risiken der pränatalen Diagnostik aufgeklärt. Es gibt nicht invasive Verfahren, wie die

Ultraschall-Untersuchung

und die

Berechnung des persönlichen Risikos

und die invasiven Techniken der Früherkennung wie die

Amniozentese

oder

Chorionzotten-Biopsie

. Eine weitere Methode ist der

Triple-Test

, der zwar kein Diagnoseverfahren ist, mit dessen Hilfe berechnet werden kann, wie hoch das individuelle Risiko ist, ein Kind mit Chromosomenschäden zu bekommen. Mit dem Triple-Test werden beispielsweise über 60 Prozent aller Trisomien erkannt.

Wichtig zu bedenken ist, dass die pränatale Diagnostik selten eine Auskunft über das tatsächliche Ausmaß der Behinderung geben kann.

Die Kontaktdaten von genetischen Beratungseinrichtungen erhalten Sie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik e.V.

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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