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Vaginaler Ultraschall (Vaginale Sonographie)

Autor: Theresa Nikley
Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2016

Der vaginale Ultraschall gehört zu den Standarduntersuchungen in der Gynäkologie. Dabei wird ein schmaler, stabförmiger Schallkopf in die Scheide der Frau eingeführt. Der Schallkopf sendet Schallwellen in den Körper, die dort reflektiert, am Schallkörper wieder empfangen und auf einem Bildschirm dargestellt werden.

Vaginaler Ultraschall (Vaginale Sonographie)
Der vaginale Ultraschall ist eine einfache und schmerzfreie Untersuchung der Organe des kleinen Beckens
© iStock.com/robertprzybysz

Mit dem vaginalen Ultraschall werden die Organe des kleinen Beckens - Harnblase, Eierstöcke (Ovarien), Eileiter (Tuben) und Gebärmutter (Uterus) - untersucht.

Durch den direkten Kontakt des Schallkopfs mit den untersuchten Organen bietet die vaginale Sonographie exaktere und schärfere Bilder als der Ultraschall über die Bauchdecke (transabdominale Sonographie). Der vaginale Ultraschall ermöglicht eine schonende und schmerzfreie Untersuchung der Organe ohne Strahlenbelastung für die Frau.

Wie wird die vaginale Sonographie vorbereitet und durchgeführt?

Der vaginale Ultraschall ist schmerzlos und erfolgt daher ohne Narkose oder Lokalanästhesie. Der stabförmige Schallkopf wird mit einer sterilen Einweghülle versehen, mit etwas Gleitgel bestrichen und dann in die Scheide eingeführt. Die Patientin liegt dabei ganz normal auf dem Gynäkologenstuhl.

Über den eingeführten Schallkopf können die Organe dann auf dem Bildschirm angesehen werden. Der Schallkopf wird dafür ein wenig nach rechts und links gedreht oder gedreht. Für möglichst genaue Ultraschallbilder sollte die Blase entleert sein. Es empfiehlt sich daher, vor dem vaginalen Ultraschall auf die Toilette zu gehen. Ohnehin ist die Untersuchung mit einer entleerten Blase etwas angenehmer für die Patientin.

Warum wird der vaginale Ultraschall durchgeführt?

Der vaginale Ultraschall kann Teil der Vorsorge-Untersuchung sein. Der Zeitpunkt des Zyklus kann ebenfalls bestimmt werden. Bei Patientinnen mit Spirale (Intrauterinpessar) dient der Vaginal-Ultraschall der Kontrolle des richtigen Sitzes der Spirale. Ebenfalls überwacht werden können Punktionen (etwa Follikelpunktionen im Rahmen einer Kinderwunsch-Behandlung).

Wenn Hinweise auf Erkrankungen der Eierstöcke, Eileiter oder Gebärmutter bestehen oder bei Schmerzen im Unterleib, Blutungsstörungen oder Harninkontinenz kann der vaginale Ultraschall zum Einsatz kommen. Außerdem dient der vaginale Ultraschall der Tumornachsorge.

Mit dem vaginalen Ultraschall lassen sich unter anderem folgende Erkrankungen feststellen:

Auch im Rahmen von Untersuchungen im Zusammenhang mit der Reproduktionsmedizin (IVF, ICSI) kann ein Vaginal-Ultraschall zum Einsatz kommen. Dabei geht es in erster Linie um die Verlaufskontrolle im Rahmen der Hormonbehandlung bei der Frau bis zur Entnahme der reifen Eizellen.

Nicht eignet sich der vaginale Ultraschall der Feststellung einer Schwangerschaft.

Risiken und Grenzen der vaginalen Sonographie

Die vaginale Sonographie ist eine risikofreie Untersuchung und kann beliebig häufig wiederholt werden. Denn das Verfahren kommt - anders als andere bildgebende Verfahren wie das Röntgen - ohne Strahlen aus.

Während einer Schwangerschaft kann der vaginale Ultraschall bis zur 17. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Anschließend kann das Ungeborene mit diesem Verfahren nicht mehr ausreichend untersucht werden. Daher erfolgt spätestens ab diesem Zeitpunkt ein Ultraschall über die Bauchdecke.

Gibt es Alternativen zum vaginalen Ultraschall?

Der vaginale Ultraschall ist die beste Untersuchungs-Methode, um die inneren Organe im kleinen Becken darzustellen. Als Alternative kann ein Ultraschall über die Bauchdecke vorgenommen werden. Der vaginale Ultraschall ist eine einfache, komplikations- und schmerzlose Untersuchung.

Autor: Theresa Nikley
Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2016
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