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Ursachen und ihre Behandlung

Kontaktblutung: Das kann dahinterstecken

Unter Kontaktblutung wird eine spontane, vaginale Blutung verstanden, bei der es sich nicht um die reguläre Menstruationsblutung einer Frau handelt. Sie kann durch Geschlechtsverkehr oder andere mechanische Reizungen verursacht werden. In der Schwangerschaft tritt sie häufiger auf. Manchmal stecken aber auch Infektionen oder andere Ursachen dahinter, die eines Arztbesuchs bedürfen. Alles, was du dazu wissen musst.

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© GettyImages/Jamie Grill

Eine Kontaktblutung macht sich in Form einer leichten Blutung im Vaginalschleim bemerkbar und ist in der Regel nur von kurzer Dauer. Bei starken, lang anhaltenden Blutungen solltest du deine*n Ärztin*Arzt aufsuchen. Das selbe gilt, wenn es wiederholt zu Blutungen unklarer Ursache kommt oder du gerade schwanger bist.

Artikel-Inhalte im Überblick:

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Ursachen der Kontaktblutung sind vielfältig und meist harmlos

Als Auslöser für eine Kontaktblutung kommen zum Beispiel infrage:

  • Kontaktblutung durch Sex
  • Kontaktblutung durch vaginale Untersuchungen
  • Kontaktblutung durch Einsetzen der Spirale

Meist stecken ungefährliche Ursachen hinter dieser Art der Zwischenblutung. Wenn zum Beispiel ein Blutgefäß am Gebärmutterhals durch die mechanische Beanspruchung beim Sex leicht verletzt wurde, ist die Blutung in den allermeisten Fällen harmlos.

Polypen, Infektionen und weitere Auslöser

Es können in einigen Fällen auch weitere Ursachen für Kontaktblutungen verantwortlich sein. Dazu zählen unter anderem:

  • Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
  • Polypen am Gebärmutterhals (Zervixpolypen)
  • vaginale Infektionen

Auch bei einer Ektopie, bei der sich die Gebärmutterschleimhaut aus dem Muttermund gewölbt hat, ist eine Kontaktblutung bei den genannten Auslösern wie Geschlechtsverkehr oder einer vaginalen Untersuchung nicht selten.

Behandlung einer Kontaktblutung

Seltene, harmlose Kontaktblutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder nach einer vaginalen Untersuchung bedürfen keiner Behandlung. Stecken andere Ursachen dahinter, müssen geeignete Therapien eingeleitet werden. Deshalb gehören solche Beschwerden grundsätzlich in die Hände einer ärztlichen Fachperson.

Wann in die Praxis mit einer Kontaktblutung?

Bei Blutungen ist immer eine genaue ärztliche Diagnose wichtig. Nur so lässt sich feststellen, ob es sich um ungefährliche Beschwerden oder etwas Ernstes handelt. Treten Kontaktblutungen wiederholt, in der Schwangerschaft oder zusammen mit anderen Beschwerden auf, solltest du immer ärztlichen Rat erfragen.

Kontaktblutung nach dem Sex

Insbesondere nach dem Geschlechtsverkehr kann eine Kontaktblutung bemerkt werden. Wenn einmalig etwas Blut austritt, ist das in der Regel harmlos. Sollte die Kontaktblutung wiederholt nach dem Geschlechtsverkehr auftreten, ist es ratsam, dies frauenärztlich abzuklären. So kann der Ursache auf den Grund gegangen werden.

Kontaktblutung in der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft kann eine Kontaktblutung durch Geschlechtsverkehr oder eine medizinische Untersuchung hervorgerufen werden. In der Schwangerschaft ist die Gebärmutter besonders gut durchblutet – der Muttermund ist dadurch empfindlicher und reagiert auf die Berührungen.

Deshalb tritt eine solche Kontaktblutung in der Schwangerschaft nicht selten nach einer Vorsorgeuntersuchung oder nach dem Sex auf, ist aber meist harmlos und kein Anlass zur Beunruhigung. Dennoch solltest du deiner behandelnden Praxis zur Sicherheit jede Blutung in der Schwangerschaft mitteilen. Bei starken, mit Schmerzen verbundenen Blutungen ziehe umgehend ärztliche oder notärztliche Hilfe hinzu!

Kontaktblutung durch Gebärmutterhalskrebs

Kontaktblutungen können in Zusammenhang mit anderen Beschwerden ein Symptom für Gebärmutterhalskrebs sein. Die Deutsche Krebshilfe empfiehlt deshalb Frauen, die neben den Kontaktblutungen auch unter anderen Anzeichen wie Zwischenblutungen und blutigem oder fleischfarbenem Ausfluss außerhalb der Monatsregel, Schleimabsonderungen und unangenehmen Gerüchen aus der Scheide sowie unerklärlicher Gewichtsabnahme leiden, dies ärztlich abklären zu lassen.

Infektionskrankheiten und Kontaktblutungen

Im Zusammenhang mit anderen, für das jeweilige Krankheitsbild entscheidenden Symptomen, können auch vaginale Infektionen wie Hefepilze (verbunden mit Juckreiz, Rötungen, Schwellungen) oder Chlamydien (in Verbindung mit eitrig-gelbem, klebrigem Ausfluss) für Kontaktblutungen verantwortlich sein.

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