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Montag, 24. Juni 2019
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Wickelauflage Kaufberatung

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2019

Eine Wickelauflage kaufen: Darauf solltest du achten

Auf Wickeltisch und Wickelkommode ist eine Wickelauflage eine fantastische Möglichkeit, dem Baby das Windelwechseln so angenehm wie möglich zu gestalten. Es liegt weich, sicher und warm und assoziiert das notwendige Wechseln der Windeln daher mit etwas Schönem – das kommt natürlich Mama und Papa ganz unmittelbar zugute. Ein ruhiges, entspanntes Baby lässt sich einfach viel problemloser wickeln als ein zappelndes, stimmt’s? Noch dazu sichern Wickelauflagen mit höherem Rand das Kind beim Wickeln zusätzlich etwas ab, sodass es nicht so einfach vom Wickeltisch herunterrutschen kann.

Eine Wickelauflage erfüllt noch einen weiteren Zweck: Sie schützt nicht nur das Kind, sondern auch die Wickelkommode! Denn jeder, der schon mal ein Kind gewickelt hat, weiß: Hin und wieder geht etwas daneben. Mal, weil die Windel zu voll ist, manchmal aber auch, weil das Baby genau den Moment, in dem Eltern die Windel öffnen, für einen geeigneten Zeitpunkt hält, sich zu entleeren. Eine Wickelauflage schützt das empfindliche Holz der Kommode und ist selbst viel einfacher zu reinigen als das ganze Möbel.

Da eine Wickelauflage oft nicht zum Lieferumfang von Wickeltisch und -kommode gehört, muss sie zusätzlich erworben werden – und da stellt sich angesichts des unübersichtlich großen Angebots oft Verwirrung ein. Dieser kleine Ratgeber zeigt, worauf du beim Kauf von Wickelauflagen achten solltest.

Was muss eine Wickelauflage leisten?

Das Baby muss auf einer Wickelauflage sicher und rückenschonend liegen können. Eine Wickelauflage muss daher zur Größe des Wickeltisches oder der Wickelkommode passen, sie muss aus schadstofffreien Materialien bestehen und noch dazu einfach zu reinigen sein. Denn über eines verfügen Eltern sicher nicht: Zeit! Deshalb ist es bestenfalls sogar möglich, die gesamte Wickelauflage in die Waschmaschine zu stecken.

Zur Größe der Wickelkommode passen soll die Wickelauflage deshalb, weil sie sonst leicht verrutschen kann. Das gefährdet die Sicherheit des Kindes und muss deshalb unbedingt vermieden werden. Einige Modelle verfügen zudem über Klettverschlüsse, mit denen sie sich ggf. an der Wickelkommode festmachen lassen.

Verfügen weder Kommode, noch Wickelauflage über einen Klettverschluss, lässt sich das oft auch ganz leicht selbst bewerkstelligen: Einen Teil eines breiten Klettverschlusses fest an die Auflage nähen, am besten mit der Nähmaschine. Den anderen Teil zum Beispiel mithilfe einer Tackerpistole sorgfältig an der Wickelkommode befestigen.

Wickelauflagen, die sich auf kleinen Wickeltischen oder auf der Waschmaschine einsetzen lassen, werden oft auch Wickelmulden genannt. Sie sind in der Regel keilförmig, aus abwaschbarem Kunststoff gefertigt und eignen sich wunderbar, wenn der Platz begrenzt ist.

Auch wenn die Wickelauflage perfekt zur Kommode passt, mit Klettverschlüssen fixiert ist und das Baby sich ruhig verhält: Lass das Kind beim Wickeln niemals aus den Augen!

Welches Material eignet sich für Wickelauflagen?

Grundsätzlich lassen sich Wickelauflagen aufteilen in

  • Wickelauflagen aus Kunststoff

  • Wickelauflagen aus Naturfasern,

wobei genauer gesagt nur der Bezug gemeint ist. Als Füllung kommt Baumwoll- oder Polyestervlies zum Einsatz.

Jedes Material hat gewisse Vorteile:

  • Kunststoff ist robust und lässt sich wunderbar einfach in Sekundenschnelle mit einem feuchten Tuch reinigen. Allerdings fühlen sich Kunststoff-Wickelauflagen längst nicht so gut auf der Haut an wie Auflagen aus Naturfasern.
     
  • Wickelauflagen aus Naturfasern wie Baumwolle sind schön weich, angenehm auf der Haut und nicht so kühl wie Auflagen aus Kunststoff. Allerdings werden sie schnell feucht und müssen dann direkt in die Wäsche – einfach abwischen geht meist nicht. Für kleinere Verunreinigungen sollte man stets einen Bezug zum Wechseln zur Hand haben, aber bestenfalls sollte die gesamte Wickelauflage maschinenwaschbar sein.

Ein guter Kompromiss sind Wickelauflagen aus Materialmischungen. Hier wird auf die Naturfaser eine dünne Schicht aus Kunststoff, zum Beispiel PU, aufgetragen. So ist die Wickelauflage zwar abwischbar, aber immer noch anschmiegsam.

Äußerst sinnvoll sind auch Bezüge für Naturfaser-Auflagen, die nur auf der Innenseite mit einer wasserundurchlässigen Beschichtung versehen sind. So kann zwar etwas auf den Bezug kleckern, der Schmutz dringt aber nicht bis zum Füll-Vlies durch.

Wie stelle ich sicher, dass die Wickelauflage frei von Schadstoffen ist?

Generell gilt: Bei Wickelauflagen aus Naturfasern ist das Risiko einer Schadstoffbelastung deutlich geringer als bei Wickelauflagen aus Kunststoff. Bei Naturfaser-Wickelauflagen kann man auf Gütesiegel zum Beispiel von TÜV Rheinland oder Öko-Tex Standard achten und auf Bio-Baumwolle setzen, um ganz sicherzugehen.

Ein guter Anhaltspunkt, ob eine gewählte Wickelauflage auch wirklich schadstofffrei ist, ist außerdem Ökotest. 2018 wurden hier 16 Wickelauflagen auf Schadstoffe untersucht; in 12 steckten problematische oder bedenkliche Schadstoffe wie zum Beispiel Phthalate – manchmal sogar dann, wenn das Produkt als “phthalatfrei” beworben wurde. Deshalb gilt: Schau genau hin, ob deine neue Wickelauflage auch wirklich schadstofffrei ist. Schließlich möchtest du nur das Beste für dein Kind.

Wickelauflagen für unterwegs

Mobile Wickelauflagen ermöglichen es dir, dein Kind überall zu wickeln und trotzdem keine Abstriche bei der Hygiene machen zu müssen. Faltbare Wickelunterlagen gibt es bereits für wenig Geld: Einfach aufklappen, das Kind darauf legen und im Handumdrehen wird jede Bank, jede Decke oder jedes Sofa zum Wickeltisch. Aber aufgepasst: Auch hier bitte unbedingt darauf achten, dass das Kind sicher liegt und es niemals aus den Augen lassen.

Checkliste: Das gilt es beim Kauf einer Wickelauflage zu beachten

❏ Die Größe der Wickelauflage muss zur Größe der Wickelkommode passen. Im Zweifelsfall vorher ausmessen!

❏ Die Wickelauflage sollte weder zu hart, noch zu weich sein.

❏ Wickelauflagen mit erhöhtem Rand bieten zusätzliche Sicherheit.

❏ Wickelauflagen lassen sich manchmal mithilfe eines Klettverschlusses an der Wickelkommode befestigen. Auch das erhöht die Sicherheit.

❏ Wickelauflagen, die sich leicht reinigen lassen, sind vorzuziehen. Gut ist zum Beispiel eine Wickelauflage aus Naturfaser, die mit einer PU-Schicht überzogen wurde.

❏ Auf Gütesiegel zum Beispiel von TÜV Rheinland achten.

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