Suchen Menü

Fetoskopie

Die Fetoskopie ist eine Untersuchungsmethode im Rahmen der Pränataldiagnostik, die inzwischen weitgehend durch Ultraschalluntersuchungen mit dreidimensionaler Darstellung abgelöst wurde.

Fetoskopie
Die Fetoskopie wird nur noch selten gemacht - sie wurde weitgehend vom 3-D-Ultraschall abgelöst
© iStock.com/gorodenkoff

Bei der Fetoskopie wird im Rahmen der pränatalen Diagnostik durch die Bauchdecke ein teleskopisches Instrument in die Gebärmutter eingeführt, mit dem das Baby, die Nabelschnur und die Plazenta direkt betrachtet werden können. Seit 1973 wird diese Methode zur Untersuchung bestimmter Fehlbildungen, die damals mit anderen Methoden nur schwer zu diagnostizieren waren, sowie zur Entnahme von Blut- oder Gewebeproben angewandt. Der Eingriff ist technisch schwierig und erfordert ein hohes Maß an Erfahrung.

Ultraschall statt Fetoskopie

Das durch die Fetoskopie bedingte Fehlgeburtsrisiko liegt weit über dem von ultraschall-überwachten Eingriffen. Da man infolge des immer steigenden Auflösungsvermögens moderner Ultraschallgeräte und dreidimensionaler Darstellungen heute die meisten Fehlbildungen erkennen kann, die zuvor nur durch eine Fetoskopie sichtbar gemacht werden konnten, kommt die Fetoskopie jetzt nur noch selten zum Einsatz. Heute wird die Fetoskopie hauptsächlich zur pränatalen Diagnostik einiger seltener, schwerwiegender Hauterkrankungen eingesetzt, wobei gleichzeitig auch die Entnahme einer Biopsie möglich ist. Da die 3D-Sonographie inzwischen genau so gute Ergebnisse erbringt wie die Fetoskopie, erlangt die pränatale Endoskopie für interventionelle Eingriffe am ungeborenen Kind wieder mehr an Bedeutung.

Hohes Fehlgeburtsrisiko

Das Abortrisiko einer Fetoskopie bis zur 28. Schwangerschaftswoche in Zusammenhang mit einer Hautbiopsie beträgt zwei bis drei Prozent.

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Pro und Contra abwägen

Krankheiten und Störungen bereits in der Schwangerschaft erkennen: Wann sich vorgeburtliche Diagnostik empfiehlt sowie ihre Vor- und Nachteile. Mehr...

Untersuchungen in der Schwangerschaft

Gesundheit von Mutter und Kind im Mittelpunkt: Was passiert bei den Untersuchungen und wann finden sie statt? Mehr...

Untersuchungen

Auch der 4D-Ultraschall darf ab 2021 nur noch bei medizinischer Notwendigkeit durchgeführt werden. Mehr...

Stammzellen aus der Nabelschnur haben ein großes Potential bei der Behandlung von Krankheiten

mehr lesen...

Wie smarte Technologien werdenden Mamas Sicherheit geben können

Zum Ratgeber

Mit der Teilnahme an unseren interaktiven Gewinnspielen sichern Sie sich hochwertige Preise für sich und Ihre Liebsten!

Jetzt gewinnen

Wann kommt mein Baby? Mit dem Geburtsterminrechner können Sie das schnell und einfach herausfinden

mehr lesen...
Weitere interessante Themen
  • Ultraschallkontrolle senkt...

    Bei Verdacht auf eine angeborene Erkrankung des Kindes können Schwangere eine Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) vornehmen lassen. Doch es gibt Risiken: Bei ein bis zwei von 200... Mehr...