Ein Angebot von Lifeline
Donnerstag, 23. Mai 2019
Menu

Fetoskopie

Autor: 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2017

Die Fetoskopie ist eine Untersuchungsmethode im Rahmen der Pränataldiagnostik, die inzwischen weitgehend durch Ultraschalluntersuchungen mit dreidimensionaler Darstellung abgelöst wurde.

Fetoskopie
Die Fetoskopie wird nur noch selten gemacht - sie wurde weitgehend vom 3-D-Ultraschall abgelöst
Getty Images/iStockphoto

Bei der Fetoskopie wird im Rahmen der pränatalen Diagnostik durch die Bauchdecke ein teleskopisches Instrument in die Gebärmutter eingeführt, mit dem das Baby, die Nabelschnur und die Plazenta direkt betrachtet werden können. Seit 1973 wird diese Methode zur Untersuchung bestimmter Fehlbildungen, die damals mit anderen Methoden nur schwer zu diagnostizieren waren, sowie zur Entnahme von Blut- oder Gewebeproben angewandt. Der Eingriff ist technisch schwierig und erfordert ein hohes Maß an Erfahrung.

Ultraschall statt Fetoskopie

Das durch die Fetoskopie bedingte Fehlgeburtsrisiko liegt weit über dem von ultraschall-überwachten Eingriffen. Da man infolge des immer steigenden Auflösungsvermögens moderner Ultraschallgeräte und dreidimensionaler Darstellungen heute die meisten Fehlbildungen erkennen kann, die zuvor nur durch eine Fetoskopie sichtbar gemacht werden konnten, kommt die Fetoskopie jetzt nur noch selten zum Einsatz. Heute wird die Fetoskopie hauptsächlich zur pränatalen Diagnostik einiger seltener, schwerwiegender Hauterkrankungen eingesetzt, wobei gleichzeitig auch die Entnahme einer Biopsie möglich ist. Da die 3D-Sonographie inzwischen genau so gute Ergebnisse erbringt wie die Fetoskopie, erlangt die pränatale Endoskopie für interventionelle Eingriffe am ungeborenen Kind wieder mehr an Bedeutung.

Hohes Fehlgeburtsrisiko

Das Abortrisiko einer Fetoskopie bis zur 28. Schwangerschaftswoche in Zusammenhang mit einer Hautbiopsie beträgt zwei bis drei Prozent.

Autor: 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2017
Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Untersuchungen

Die Dopplersonographie ist eine besondere Form der Ultraschall-Untersuchung. Sie wird in der Schwangerschaft vor allem zur Kontrolle der Blutflussgeschwindigkeit in der Nabelschnur eingesetzt. Mehr...

Vorgeburtliche Diagnostik

Der PraenaTest® ist eine Möglichkeit zur Diagnostik von Trisomie 21 beim Ungeborenen und seit August 2012 in Deutschland erhältlich. Der PraenaTest® wird nicht von den Krankenkassen übernommen und ist somit... Mehr...

Untersuchungen

Mehr oder weniger starke Blutungen in der Schwangerschaft können im Verlauf aus unterschiedlichen Gründen auftreten: Sie können harmlos sein, aber auch auf eine Erkrankung oder eine Notfallsituation hindeuten.... Mehr...

Mit der Teilnahme an unseren interaktiven Gewinnspielen sichern Sie sich hochwertige Preise für sich und Ihre Liebsten!

Jetzt gewinnen

Wann kommt mein Baby? Mit dem Geburtsterminrechner können Sie das schnell und einfach herausfinden

mehr lesen...
Weitere interessante Themen
  • Ultraschallkontrolle senkt...

    Bei Verdacht auf eine angeborene Erkrankung des Kindes können Schwangere eine Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) vornehmen lassen. Doch es gibt Risiken: Bei ein bis zwei von 200... Mehr...

  • Triple-Test

    Beim Triple-Test handelt es sich um eine Blutuntersuchung im Rahmen der pränatalen Diagnostik. Aufgrund der Ergebnisse des Triple-Tests lassen sich bestimmte Wahrscheinlichkeiten... Mehr...

Zum Seitenanfang