Alpha-Feto-Protein Test (AFP) - Triple-Test
Der Alpha-Feto-Protein-Wert (AFP) wird bei verschiedenen Untersuchungen in der Schwangerschaft ermittelt.
Das Alpha-Feto-Protein ist eine Eiweißverbindung, deren Anteil im Blut im Verlauf der Schwangerschaft zwischen hohen und niedrigen Werten wechselt. Daher wird der Alpha-Feto-Protein-Spiegel im Blut für die pränatale Diagnostik genutzt.
Der Alpha-Feto-Protein-Wert (AFP-Wert) wird u.a. beim Triple-Test ermittelt; er kann aber auch unabhängig von anderen Werten festgestellt werden. Zwischen der 16. und 18. Schwangerschaftswoche ist die Menge des Alpha-Feto-Proteins im allgemeinen niedrig.
Verschlussstörungen des Nervensystems beim Fetus führen meist zu einer Erhöhung der AFP-Werte sowohl im Fruchtwasser als auch im mütterlichen Blut. Daher gilt ein Alpha-Feto-Protein-Test als empfindlicher Marker für Neuralrohrdefekte. Liegt der AFP-Wert unter dem Normalwert, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass der Fötus möglicherweise ein Down-Syndrom hat.
Die Entdeckungsrate bei diesem Bluttest liegt für die Anenzephalie bei ca. 90%, für Spina bifida bei 70% und für Bauchwanddefekte (Laparoschisis) bei ca. 50%.
Da der AFP-Wert jedoch auch bei Zwillingsschwangerschaften erhöht sein kann und mit Fortschreiten der Schwangerschaft ansteigt, können die Laborwerte nur als Hinweise auf mögliche Probleme gewertet werden. Erst die Ultraschalluntersuchung zeigt, ob die Schwangere wirklich Zwillinge bekommt, und in welchem Stadium sich die Schwangerschaft befindet.
Wird eine Erkrankung vermutet, empfiehlt die Ärztin eine Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie, um eventuelle Chromosomenschäden zu diagnostizieren.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 07.04.2008
