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Montag, 28. Mai 2018
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Allergie in der Schwangerschaft

Fast jede 5. Schwangere ist von einer oder mehreren Allergien betroffen. Frauen, die unter Allergien wie Heuschnupfen leiden, sind in der Schwangerschaft oft ratlos, ob und welche Medikamente sie nehmen dürfen.

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Allergien können in der Schwangerschaft durchaus mit erlaubten Mitteln wie Ceterizin oder Loratardin behandelt werden
(c) iStockphoto/nd3000

Während der Schwangerschaft müssen Frauen die Allergie nicht still erdulden. Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Allergie zu reduzieren und auch Medikamente, die trotz Schwangerschaft eingenommen werden dürfen.

Grundsätzlich gibt es folgende Arten von Allergien:

  • Heuschnupfen: Fast jede 5.Frau leidet unter Heuschnupfen in der Schwangerschaft. Da durch den in der Schwangerschaft erhöhten Östrogenspiegel häufig die Nase bei Schwangeren sowieso verstopft ist, wird ein vorhandener Heuschnupfen so noch verstärkt.
  • Asthma bronchiale: Bei schwangeren Asthmatikerinnen tritt in 30 Prozent der Fälle eine Besserung der Beschwerden ein. Bei 20 % der Schwangeren verschlechtert sich das Asthma in der Schwangerschaft. Gerade für Asthmatikerinnen ist eine gute Behandlung auch in der Schwangerschaft wichtig, da es ansonsten zu Sauerstoffmangel beim Kind kommen kann.
  • Neurodermitis: Frauen, die unter Neurodermitis leiden, erfahren in der Schwangerschaft oft eine Verbesserung der Beschwerden. Leider werden die Symptome bei manchen Frauen durch die Schwangerschaft auch verschlimmert.
  • Nesselsucht (Urtikaria): Auch Nesselsucht bessert sich bei den meisten Frauen in der Schwangerschaft. In seltenen Fällen kommt es jedoch auch hierbei zu einer Verschlechterung.
  • Anaphylaktischer Schock: Das Immunsystem ist in der Schwangerschaft anfälliger für einen anaphylaktischen Schock, der jedoch wegen möglichen Folgen für das Kind unbedingt vermieden bwziehungsweise trotz Schwangerschaft unbedingt bestmöglich behandelt werden sollte.

Behandlung der Allergie in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen sollten die bekannten Allergene (z. B. Hausstaub oder bestimmte Nahrungsmittel) so gut es geht meiden. Wenn draußen starker Pollenflug ist, sollten die Fenster geschlossen bleiben. Idealerweise werden Staubfänger wie Teppiche aus der Wohnung entfernt. Die Schwangerschaft kann hier als gute Gelegenheit genutzt werden, auszumisten. Vor dem Zubettgehen die Haare zu waschen, hilft die Pollenbelastung bei Heuschnupfen in der Schwangerschaft weiter zu reduzieren. Da Stress Allergiesymptome verstärkt, sollte der Tagesablauf so stressfrei wie möglich gestaltet werden - in der Schwangerschaft besonders. Aber auch manche Medikamente dürfen in der Schwangerschaft bei starken Beschwerden eingesetzt werden.

Welche Medikamente dürfen Frauen gegen die Allergie in der Schwangerschaft nehmen?

Wenn die Vermeidung der Allergene nicht ausreicht und die Schwangere unter extrem starken Beschwerden leidet, kann die Allergie in der Schwangerschaft auch mit Medikamenten beziehungsweise Tabletten behandelt werden. Gängige Mittel bei starken Beschwerden durch Heuschnupfen und Co. sind auch in der Schwangerschaft Ceterizin und Loratardin. Homöopathie bringt in der Regel keine Linderung der Beschwerden, es gibt bis heute auch keine anerkannten Belege für die Wirksamkeit.

Als Mittel der Wahl gelten bei Allergien in der Schwangerschaft:

 

Wirkstoffgruppe

Erlaubtes Mittel

systemische Antihistaminika

Loratadin oder Ceterizin

topische Antihistaminika

Azelastin und Levocabastin

Mastzellenstabilisator

Cromoglicinsäure

β2-Sympathomimetika

Salbutamol

topische Glucocorticoide

Budenosid

systemische Glucocorticoide

Prednisolon

inhalativen Corticosteroide (ICS)

Budenosid, Betomeclason und Fluticason

 

Prävention von Allergien beim Kind

Übrigens: Frauen, die selber oder deren Partner unter Allergien leiden, wird empfohlen in der Schwangerschaft auf den Verzehr von stark allergenen Lebensmitteln zu verzichten, um das Allergierisiko beim ungeborenen Kind so gering wie möglich zu halten. Stark allergene Lebensmittel sind Nüsse, Erdbeeren, Hühnereier, Soja und Kuhmilch. Der Verzicht auf  Alkohol und Nikotin sollte in der Schwangerschaft selbstverständlich sein, auch diese erhöhen das Allergierisiko fürs Kind zusätzlich. Außerdem gibt es Hinweise, dass eine Ernährung in der Schwangerschaft, die reich an Fisch ist, das Kind zusätzlich vor Neurodermitis und anderen Allergien schützt.

Mehr Informationen über Medikamente gegen die Allergie in der Schwangerschaft erhalten Sie bei Embryotox. Unter der Infonummer 030/30308-111 oder unter www.embryotox.de werden Ihre persönlichen Fragen beantwortet.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 19. April 2017
Quellen: Online-Informationen des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin: http://www.embryotox.de/allergie.html (Stand: Mai 2015); Pschyrembel, de Gruyter Verlag, Berlin 2015

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