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Meist normaler Verlauf der Schwangerschaft

Vorderwandplazenta: Kaiserschnitt nur selten nötig

Von einer Vorderwandplazenta spricht man, wenn sich die Plazenta an der vorderen Wand der Gebärmutter befindet. Dieser Sitz der Plazenta ist in der Regel kein Grund zur Sorge und komplikationslos. Schwangere mit einer Vorderwandplazenta spüren möglicherweise die Kindsbewegungen etwas weniger.

Vorderwandplazenta: Kaiserschnitt nur selten nötig
Die Vorderwandplazenta wird bei der Ultraschall-Untersuchung festgestellt.
© iStock.com/FatCamera

Welche genaue Position die Plazenta (Mutterkuchen) während der Schwangerschaft innerhalb der Gebärmutter einnimmt, ist von Frau zu Frau verschieden. Am häufigsten sitzt sie im oberen Bereich der Gebärmutter. Ein oberer Sitz hat den Vorteil, dass der Plazenta in diesem Bereich der Gebärmutter mehr Platz zur Verfügung steht und sie während der Geburt nicht den Geburtskanal blockieren kann. Das wäre zum Beispiel der Fall, würde sich die Gebärmutter im unteren Bereich platzieren.

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Was bedeutet eine Vorderwandplazenta für die Schwangerschaft?

Die Vorderwandplazenta ist eine komplikationslose Besonderheit und an sich nicht gefährlich. Sie entsteht, wenn sich die befruchtete Eizelle im vorderen, dem Bauchnabel zugewandten Bereich der Gebärmutter eingenistet hat. Auf die Versorgung des Kindes hat sie keinen Einfluss – das Baby wird genau so versorgt wie bei einer anderen Plazentaposition.

Die Vorderwandplazenta verursacht keine Schmerzen. Da die Gebärmutter am Bauch wie ein "Schalldämpfer" wirkt, kann es sein, dass Schwangere mit Vorderwandplazenta die Kindsbewegungen etwas weniger spüren und sehen. Wahrscheinlich werden die Kindsbewegungen auch etwas später spürbar, wenn das Kind schon kräftiger tritt.

Die Diagnose wird während der Ultraschall-Untersuchung gestellt. Es kann sein, dass die Vorderwandplazenta im Laufe der Schwangerschaft noch etwas ihre Lage verändert und weiter nach hinten wächst.

Verursacht eine Vorderwandplazenta Komplikationen?

Eine vorn sitzende Plazenta verursacht nicht automatisch Komplikationen. Hat die Vorderwandplazenta genügend Platz um zu wachsen und versorgt sie das sich entwickelnde Kind dadurch ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen, verläuft die Schwangerschaft ganz normal.

Die normale Vorderwandplazenta verursacht keine Schmerzen oder Blutungen.

Was ist der Unterschied zwischen Vorderwandplazenta und Plazenta Praevia?

Zu Problemen kann es kommen, wenn die Plazenta etwas zu tief sitzt und den Muttermund ganz oder teilweise bedeckt. Diese Plazenta Praevia genannte Position der Gebärmuttermutter stellt eine medizinisch zu betreuende Komplikation dar. Bei der Plazenta Praevia besteht nämlich die Gefahr, dass die Plazenta bei der Geburt verletzt wird und es zu lebensbedrohlichen Blutungen bei Mutter und Kind kommt. In vielen Fällen wird deshalb per Kaiserschnitt entbunden. Schwangere mit Plazenta Praevia müssen außerdem - je nachdem, wie tief die Plazenta sitzt -, einige Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Dazu gehören zum Beispiel körperliche Schonung und der Verzicht auf Geschlechtsverkehr. Der Arzt wird genau erklären, was empfehlenswert ist und was nicht.

Eine Vorderwandplazenta kann gleichzeitig eine Plazenta Praevia sein - also zu tief sitzen -, muss es aber nicht. Eine ganz normale Vorderwandplazenta, die lediglich im vorderen Bereich der Gebärmutter in Richtung des mütterlichen Bauches liegt, ist im Gegensatz zur Plazenta Praevia komplikationslos. Liegt die Vorderwandplazenta allerdings sehr tief in der Gebärmutter, können ein Kaiserschnitt und verschiedene Vorsichtsmaßnahmen während der Schwangerschaft erforderlich sein.

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Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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