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Meist normaler Verlauf der Schwangerschaft

Vorderwandplazenta: Was bedeutet sie für Schwangerschaft und Geburt?

Von einer Vorderwandplazenta spricht man, wenn sich die Plazenta an der vorderen Wand der Gebärmutter befindet. Dieser Sitz der Plazenta ist in der Regel kein Grund zur Sorge und komplikationslos. Schwangere mit einer Vorderwandplazenta spüren möglicherweise die Kindsbewegungen etwas weniger.

Vorderwandplazenta: Was bedeutet sie für Schwangerschaft und Geburt?
© GettyImages/Blue Planet Studio

Artikelinhalte auf einen Blick:

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Vorderwandplazenta: Wo sitzt die Plazenta?

Die Plazenta (Mutterkuchen) bildet während der Schwangerschaft zusammen mit der Nabelschnur die Verbindung zwischen dem Baby im Bauch und der Mutter. Über sie werden Nährstoffe und Stoffwechselprodukte ausgetauscht, zudem ist sie wichtige Hormonproduzentin.

Bereits ganz zu Beginn der Schwangerschaft entsteht die Plazenta mit der Einnistung der Blastozyste in die Gebärmutterschleimhaut. Sie besteht sowohl aus mütterlichen als auch kindlichen Zellen. Im Laufe der Schwangerschaft wächst die scheibenförmige Plazenta auf 15 bis 20 Zentimeter Durchmesser und in ihrer Mitte auf zwei bis vier Zentimeter Dicke an.

Welche genaue Position die Plazenta während der Schwangerschaft innerhalb der Gebärmutter einnimmt, ist von Frau zu Frau verschieden. Am häufigsten sitzt sie im oberen Bereich der Gebärmutter.

Ein oberer Sitz hat den Vorteil, dass die Plazenta in diesem Bereich der Gebärmutter mehr Platz zur Verfügung hat und sie während der Geburt nicht den Geburtskanal blockieren kann. Das wäre zum Beispiel der Fall, würde sich der Mutterkuchen im unteren Bereich platzieren.

Von einer Vorderwandplazenta spricht man, wenn sich die befruchtete Eizelle im vorderen Bereich der Gebärmutter einnistet. Dabei handelt es sich um die dem Bauchnabel der Mutter zugewandte Region.

Was bedeutet eine Vorderwandplazenta für die Schwangerschaft?

Die Vorderwandplazenta ist eine der vielen möglichen Positionen der Plazenta in der Gebärmutter und nicht gefährlich. Auf die Versorgung des Kindes hat sie keinen Einfluss. Das Baby wird genauso versorgt wie bei jeder anderen Plazentaposition.

Auf Größe und Form des Babybauchs können Lage, aber auch Form der Plazenta einen (geringen) Einfluss haben. Ob der Babybauch jedoch mit einer Vorderwandplazenta größer oder kleiner ist, kann man nicht pauschal beantworten. Das ist eher Veranlagung und sehr individuell.

Fest steht jedoch, dass man die die Kindsbewegungen bei einer Vorderwandplazenta häufig weniger spüren und sehen kann. Wahrscheinlich werden die Kindsbewegungen auch etwas später spürbar, wenn das Kind schon kräftiger tritt.

Festgestellt wird die Vorderwandplazenta während der Ultraschall-Untersuchung im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge. Der Sitz der Plazenta wird auch in den Mutterpass eingetragen, häufig mit dem Kürzel "VWP" für Vorderwandplazenta. Es kann sein, dass die Vorderwandplazenta im Laufe der Schwangerschaft noch etwas ihre Lage verändert und weiter nach hinten wächst.

Verursacht eine Vorderwandplazenta Komplikationen?

Eine vorn sitzende Plazenta verursacht keine Komplikationen. Hat die Vorderwandplazenta genügend Platz um zu wachsen und versorgt sie das sich entwickelnde Kind dadurch ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen, verläuft die Schwangerschaft ganz normal. Die normale Vorderwandplazenta verursacht auch keine Schmerzen oder Blutungen.

Eine mögliche Kompliaktion – nicht nur bei der Vorderwandplazenta – ist die Plazenta praevia. Dabei sitzt die Plazenta sehr tief in der Gebärmutter und bedeckt den Muttermund teilweise oder vollständig. Je nach individueller Situation können bei einer Plazenta praevia Blutungen auftreten.

Schwangere mit einer Plazenta praevia müssen – je nachdem, wie tief die Plazenta sitzt –, gerade in den letzten Wochen der Schwangerschaft einige Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Dazu gehören zum Beispiel körperliche Schonung und der Verzicht auf Geschlechtsverkehr. Die*der Ärztin*Arzt wird genau erklären, was empfehlenswert ist und was nicht.

Vorderwandplazenta: Welche Rolle spielt sie bei der Geburt?

Auf den Verlauf der Geburt hat eine Vorderwandplazenta keinen Einfluss, sie erhöht auch nicht das Komplikationsrisiko. Sowohl die vaginale Geburt als auch eine Kaiserschnittentbindung ist mit Vorderwandplazenta ganz normal möglich.

Zu Problemen kann es jedoch bei einer Plazenta praevia kommen. Dann besteht die Gefahr, dass die Plazenta bei der Geburt verletzt wird und es zu lebensbedrohlichen Blutungen bei Mutter und Kind kommt. In vielen Fällen wird deshalb per Kaiserschnitt entbunden.

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