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Dienstag, 21. August 2018
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Tag des alkoholgeschädigten Kindes

Alkohol in der Schwangerschaft ist Gift für Ungeborene

Jedes Jahr erinnert der Tag des alkoholgeschädigten Kindes am 9. September an die traurige Tatsache, dass in Deutschland jährlich mehr als 10.000 Kinder mit sogenannten Fetalen Alkoholeffekten (FAE) und über 2.000 Kinder mit dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) auf die Welt kommen.

Alkohol in der Schwangerschaft ist Gift für Ungeborene
Nein, danke - dem Kind zuliebe: Alkohol in der Schwangerschaft ist Gift für Ungeborene
(c) Getty Images/iStockphoto

 Hierbei handelt es sich um angeborene Schädigungen, bedingt durch Alkoholkonsum werdender Mütter in der Schwangerschaft. Besonders von Fetalen Alkoholsyndrom (FAS)  betroffene Kinder sind in ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung dauerhaft stark beeinträchtigt und oft ein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen. Defizite, die sich vollständig vermeiden ließen.

„Mit einem konsequenten Alkoholverzicht während Schwangerschaft und Stillzeit könnten diese Schädigungen der Ungeborenen vermieden werden“, stellt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) fest. „Viele Frauen unterschätzen die schädliche Wirkung von Alkohol auf das Ungeborene. Nach wie vor trinken ca. 14 Prozent der Schwangeren zumindest gelegentlich Alkohol.“

Während der Schwangerschaft wird das Kind über die Nabelschnurmit allen notwendigen Nährstoffen aus der Nahrung der Mutter versorgt. Auch Alkohol gelangt auf diesem Weg zum Kind, so dass es schnell den gleichen Alkoholspiegel erreicht wie die Mutter. Da die Organe des Kindes noch nicht voll entwickelt sind, ist sein Organismus alkoholbedingten Schädigungen schutzlos ausgeliefert.

„Selbst der Konsum geringer Mengen Alkohol in der Schwangerschaft kann bereits das Gehirn und die Organe des ungeborenen Kindes schädigen und Wachstums- sowie geistige und soziale Entwicklungsstörungen hervorrufen“, betont Pott weiter.

Familie und Freunde können Schwangere in ihrem Entschluss, auf Alkohol zu verzichten bestärken, indem sie selbst verantwortungsbewusst mit Alkohol umgehen. Partner sollten den Alkoholverzicht ihrer schwangeren Frau während dieser Lebensphase unterstützen, indem sie mit ihr gemeinsam auf Alkohol verzichten und Situationen vermeiden, die ihre Partnerin zum Konsum alkoholischer Getränke verleiten könnten. Die Verantwortung für die gesunde Entwicklung ihres Kindes tragen werdende Eltern gemeinsam.

Informations- und Hilfsangebote für Schwangere

Um Frauen zu motivieren, während Schwangerschaft und Stillzeit konsequent alkoholfrei zu leben, hat die BZgA im Rahmen ihrer Kampagne „Alkohol? Kenn Dein Limit“ umfassendes Informationsmaterial und Broschüren für Schwangere und ihre Partner entwickelt:

  • Das Rezeptheft „Gesund & lecker hoch zwei“ mit alkoholfreien Cocktailrezepten für alle und jede Gelegenheit.
  • Die Broschüre „Andere Umstände – neue Verantwortung“ informiert über Folgen des Alkoholkonsums während Schwangerschaft und Stillzeit und unterstützt Frauen dabei, die persönliche Einstellung zu Alkohol zu hinterfragen und ihr Verhalten zum Wohle des ungeborenen Kindes zu ändern.
  • Der Flyer „Informationen zum Thema Alkohol für Schwangere und ihre Partner“ fasst die wichtigsten Fakten zum Thema zusammen.
  • Weitere Informationen und Hilfen für Mütter und Väter bietet auf der BZgA-Internetseite.  

Autor:
Letzte Aktualisierung: 08. Juli 2016
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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