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Ökoprodukte

Autor: 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2015

Ökoprodukte
Kaufen Sie Ihre Lebensmittel am besten regional und saisonal ein
© iStock.com/webphotographeer

Ökoprodukte - Informationen zu einem aktuellen Thema

BSE, Maul- und Klauenseuche, Schadstoffe und Gift in der Nahrung, gentechnisch veränderte Nahrungsmittel, aber auch Öko-Lebensmittel, Bio-Lebensmittel, Vollkorn, Vollwert, Agrarwende, ökologischer Landbau: Schlagworte geistern durch Presse, Funk und Fernsehen und verunsichern oder verwirren Verbraucher immer wieder. Wer sich gesund ernähren und gesund bleiben will, der sollte einiges darüber wissen, um aus der Flut der angebotenen Produkte die geeigneten aussuchen zu können.

Öko oder Bio was ist das?

Öko-Lebensmittel (Bio-Lebensmittel) unterscheiden sich sowohl in der Erzeugung ihrer Ausgangsmaterialien (Getreide, Gemüse, Obst, Milchprodukte, Fleisch) als auch in der Verarbeitung dieser Materialien von so genannten "herkömmlichen" Nahrungs- und Lebensmitteln. Echte Öko- oder Bio-Lebensmittel werden nach den strengen Richtlinien der jeweiligen Verbände hergestellt, denen ihre Erzeuger angehören. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es zu den konventionellen Verfahren folgende Unterschiede gibt:

Ökologischer Landbau:

  • arbeitet weitestgehend ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel

  • verzichtet auf mineralische Stickstoffdünger

Ökologische Tierhaltung

  • hält sich an Richtlinien zur artgerechten Tierhaltung, d.h. die Tiere haben Auslauf, sie werden mit dem ihrer Art gemäßen Futter versorgt, sie werden nicht vorbeugend mit Antibiotika behandelt. Wege vom Tierhalter zum Schlachthof werden möglichst kurz gehalten.

Generell gilt, dass die Erzeuger und Verarbeiter ökologischer Lebensmittel

  • Boden, Wasser und Luft schützen

  • helfen, die Artenvielfalt zu erhalten

  • den Energieverbrauch vermindern und die Rohstoffreserven schonen

  • eine Kreislaufwirtschaft mit möglichst geschlossenen Nährstoffzyklen anstreben

  • Sicherheit durch Rechtsvorschriften und Kontrollen garantieren

  • Transparenz bei der Erzeugung und Herstellung von Lebensmitteln bieten

  • auf Gentechnik verzichten

Bescheinigt und belegt wird dies durch das neue bundeseinheitliche Verbände, das nur nach Erfüllung strenger Bedingungen vergeben wird und Ihnen als Verbraucher die Sicherheit gibt, auch tatsächlich ein echtes Bio-Produkt einzukaufen.

Vorteile von Öko-Lebensmitteln/Bio-Lebensmitteln

Welche Vorteile haben Öko-Lebensmittel oder Bio-Lebensmittel für Ihre Gesundheit?

Aufgrund der Art und Weise, wie sie produziert werden, bieten ökologisch erzeugte Lebensmittel eindeutige Vorteile für Ihre Gesundheit. Dazu sollten Sie wissen, dass sich in den letzten Jahren die Nähr- und Vitalstoffgehalte von Gemüse, Obst oder Getreide deutlich verringert haben.

Ungünstige Lager-, Transport- und Konservierungsverfahren verringern Vitalstoffe

Moderne Anbaumethoden, ungünstige Lagerungs-, Transport- und Konservierungsverfahren führen dazu, dass unsere Lebensmittel heute deutlich weniger Vitalstoffe enthalten als noch vor weniger als 20 Jahren (Möhren im Durchschnitt 57% weniger Magnesium, Erdbeeren bis zu 67% weniger Vitamin C, Kartoffeln ca. 70% weniger Kalzium, Bananen 92% weniger Vitamin B6 und 84% weniger Folsäure als damals). Durch schwefelhaltigen Dünger, der in der ökologischen Landwirtschaft nicht verwendet werden darf, enthalten herkömmliche Lebensmittel heutzutage weniger Selen.

Öko-Lebensmittel enthalten mehr Vitalstoffe und weniger Schadstoffe

Hinzu kommt die stark gestiegene Umweltbelastung, die dem Körper weitere wichtige Nährstoffe entzieht und ihn gleichzeitig mehr belastet. Nach ökologischen Verbände angebaute Nahrungsmittel enthalten messbar weniger Schadstoffe und ebenso messbar mehr Vitalstoffe - beides Faktoren, die Ihrer Gesundheit zugute kommen. Bei vielen der im konventionellen Landbau eingesetzten chemischen Mittel sind Langzeitwirkungen nicht klar, und die Furcht vor genetisch veränderten Lebensmitteln kann dem Verbraucher auch nicht einfach genommen werden, denn dort gibt es ebenfalls noch keine Langzeitstudien über die Auswirkungen auf Mensch und Natur.

Artgerechte Tierhaltung

Nach den Fleischskandalen der letzten Jahre (Stichworte BSE, Schweinepest, Maul- und Klauenseuche) ist manchem der Appetit auf Fleisch vergangen. Und wer weiß, unter welch entsetzlichen Bedingungen und Qualen Tiere lebend quer durch Europa zu Schlachthöfen transportiert werden, der mag auch vielleicht aus ethischen Gründen kein Fleisch mehr genießen.

Aber wer sich gesund ernähren will, muss nicht notwendigerweise zum Vegetarier werden. Nach ökologischen Verbände erzeugtes Fleisch können Sie mit gutem Gewissen essen und Sie dürfen davon ausgehen, dass die Tiere, von denen es stammt, bestmöglich und artgerecht gehalten und ernährt worden sind. Dies wiederum gibt Ihnen die Sicherheit, dass zum Beispiel das BSE-Risiko auf ein Minimum reduziert ist. Auch die Transportwege vom Landwirt (Tierhalter) zum Schlacht- und Verarbeitungsbetrieb werden nach ökologischen Richtlinien möglichst kurz gehalten.

Artgerechte Haltung - besseres Fleisch

Dies wirkt sich natürlich auch auf die Fleischqualität und den Geschmack aus. Fleisch von artgerecht gehaltenen und ernährten Schweinen zum Beispiel enthält viel weniger Wasser als Fleisch von konventionell gemästeten Tieren. So bleibt in der Pfanne einfach mehr übrig, und der Geschmack ist deutlich besser - unter anderem, weil "Öko"-Schweine erstens ein robusteres Nervenkostüm als ihre "normalen" Kollegen haben, zweitens aber aufgrund artgerechter Haltung und kurzer Transportwege auch weniger Stress ausgesetzt sind. Ähnliches gilt auch für die anderen Fleischsorten.

Kosten für Öko-Produkte

Sind Öko-Produkte oder Bio-Produkte teurer als herkömmlich erzeugte Nahrungsmittel?

Auf den ersten Blick sindökologisch erzeugte Produkte, gleichgültig ob Gemüse, Obst, Backwaren, Getreideprodukte, Milchprodukte oder Fleisch, tatsächlich teurer als konventionell erzeugte Nahrungsmittel. Das heißt, dass Sie für ein Kilo ökologisch erzeugtes Rindfleisch deutlich mehr Geld bezahlen als für ein Kilo Rindfleisch aus dem herkömmlichen Supermarkt. Das Bild täuscht jedoch, denn beim Preisvergleich sollte auch bedacht werden, dass der biologische Landbau durch seine Verbände dazu beiträgt, Wasser, Boden und Luft möglichst frei von Umweltgiften und -schäden zu halten.

Gesunde Lebensmittel sparen letztlich Kosten

Mit dem Kauf eines Bioprodukts erhalten Sie also nicht nur ein gesundes Lebensmittel, das auch zu Ihrer eigenen Gesundheit beiträgt (und damit Kosten für Medikamente oder Heilmittel spart), sondern Sie ersparen gleichzeitig der Umwelt zusätzliche Belastungen, die ja auch für Sie als den Steuerzahler mit Kosten verbunden sind. Überdies erfordern die meisten Biolebensmittel durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel mehr Handarbeit, und das wiederum sichert Arbeitsplätze und dadurch den Erhalt der Landwirtschaft. Bio-Lebensmittel im eigentlichen Wortsinn sind üblicherweise mit weniger Verpackungsmaterial belastet, man bemüht sich, die Transportwege kürzer zu halten und so Kosten und Umweltbelastungen zu verringern.

Und schließlich enthalten die Öko- oder Bioprodukte mehr und bessere Inhaltsstoffe als vergleichbare Mengen konventionell erzeugter Nahrungsmittel, so dass Sie unterm Strich doch mehr fürs Geld bekommen.

All das sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie einen Preisvergleich von Bioprodukten mit konventionell erzeugten Produkten durchführen.

Auf den nachfolgenden Seiten informieren wir Sie über folgende Themen:

Verbände

Organisch-biologischer Landbau

Biologisch-dynamischer Landbau

Sicherheit der Ökoprodukte

Ein paar Begriffe

Bioprodukte wo kaufen?

Ökoprodukte - Tipps zu Einkauf, Lagerung, Verarbeitung

BSE

Autor: 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2015

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