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Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK)

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine Virusinfektion, von der meist Kinder unter zehn Jahren betroffen sind. Nach einer Inkubationszeit von drei bis zehn Tagen, manchmal auch länger, zeigen sich charakteristische Symptome, die etwa eine Woche anhalten.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK)
Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFKMK): Häufig kommt es zu Ausschlag an den Hand- und Fußsohlen
© iStock.com/energyy

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist hochgradig ansteckend und wird auch als "falsche Maul- und Klauenseuche" bezeichnet, obwohl diese beiden Krankheiten nichts miteinander zu tun haben. Sie wird in erster Linie durch Enteroviren der Gruppe A übertragen. Da die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hierzulande nicht meldepflichtig ist, gibt es leider keine umfangreichen Daten bezüglich ihres Auftretens. Erkrankungshäufungen in Kindereinrichtungen sind jedoch dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

Wie gefährlich ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Meist nimmt die Hand-Fuß-Mund-Krankheit einen harmlosen Verlauf. Über das gesamte Jahr gesehen, tritt sie recht gleichmäßig auf. Nur im Spätsommer und Anfang Herbst gibt es in Deutschland ein gehäuftes Vorkommen. In manchen Teilen Asiens hingegen kommt es immer wieder zu sehr großen Ausbruchsgeschehen, die auch zu schweren Krankheitsverläufen führen können. Hierbei können bestimmte Erreger der Hand-Fuß-Mund-Krankheit manchmal zu Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems oder der Ausbildung eines Lungenödems führen. Dies kann dann sogar tödlich enden.

Wie lange ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ansteckend?

Die bekannten Übertragungswege für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit sind die von Mensch zu Mensch durch verschiedene Körperflüssigkeiten. In der ersten Krankheitswoche sind erkrankte Kinder hochansteckend und selbst nach der Erkrankung lassen sich noch wochenlang Erreger im Stuhl nachweisen. Das bedeutet, dass sich andere in dieser Zeit über Schmierinfektionen auch noch anstecken können.

Kinderkrankheiten und ihre typischen Beschwerden

Wie sind die Symptome einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

In über 80 Prozent der Krankheitsfälle bestehen bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit überhaupt keine Symptome, das Immunsystem bekämpft die Infektion von selbst. Bei den restlichen Betroffenen beginnt die Hand-Fuß-Mund-Krankheit mit Appetitlosigkeit, Krankheitsgefühl, Fieber und Halsschmerzen. Nach ein bis zwei Tagen bilden sich schmerzhafte Exantheme in der Mundschleimhaut. Dies sind kleine, rote Flecken, die Bläschen und oftmals Geschwüre (Ulzera) bilden. Betroffen hiervon sind neben der Mundschleimhaut vor allem Zunge und Zahnfleisch. Hinzu kommt oft ein nicht juckender Hautausschlag, der sich als rote Flecken, manchmal auch mit Blasenbildung zeigt. Meist sind die Handflächen und Fußsohlen betroffen, jedoch können diese Ausschläge auch am Po, im Genitalbereich und an den Knien oder Ellenbogen auftreten.  

Nur sehr selten treten Komplikationen wie aseptische Meningitis/Enzephalitis (Entzündungen des Gehirns oder der Hirnhaut) oder polioartige Lähmungen auf. Es kann innerhalb von vier Wochen nach der Infektion zum Verlust von Fingernägeln und Zehennägeln kommen. In der Schwangerschaft besteht grundsätzlich kein erhöhtes Risiko. Erfolgt eine Infektion mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit um den Entbindungstermin herum, kann sich allerdings das Neugeborene anstecken. Hierbei gibt es jedoch nur sehr selten einen gefährlichen Krankheitsverlauf.

Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit diagnostiziert?

Da die klinische Untersuchung des Arztes in der Regel ausreicht und die Krankheitsverläufe in der Regel eher harmlos sind, wird nur in Sonderfällen eine Labordiagnostik durchgeführt. Mittels Stuhlprobe oder Rachenabstrich kann der Erreger dann nachgewiesen werden.

Therapie der Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Da es für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit keine spezielle Therapie gibt, können lediglich die einzelnen Symptome behandelt werden, falls dies überhaupt notwendig sein sollte. Ein Impfstoff für die aggressivere asiatische Variante wird derzeit entwickelt.

Wie verläuft eine Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Die Krankheit verläuft meistens mild und fast alle Patienten erholen sich innerhalb von sieben bis zehn Tagen ohne ärztliche Behandlung. Über 80 Prozent aller Infektionen verlaufen ohne Krankheitszeichen, der Körper bildet dann lediglich Antikörper.

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