Erkrankungen und Kinderwunsch
Es gibt chronische Erkrankungen, die eine ständige Medikamenteneinnahme erfordern. Selbstverständlich besteht auch bei Frauen mit solchen Erkrankungen der Wunsch nach einer Schwangerschaft und einem Kind. Manchmal steht jedoch die Angst im Vordergrund, die eigene Erkrankung könnte sich durch die Schwangerschaft erheblich verschlimmern, oder es drückt die Sorge, dass die Medikamente für die Entwicklung des Kindes schädlich seien.
Falls Sie an einer chronischen Krankheit leiden, werden Sie sich sicherlich fragen, welche Auswirkungen Ihre Krankheit oder die eingenommenen Medikamente auf Ihre Fruchtbarkeit und die gesunde Entwicklung der Schwangerschaft haben können. Hier finden Sie einige orientierende Antworten auf die häufigsten Fragen - ein enger Kontakt mit der behandelnden Ärztin ist jedoch in jedem Fall notwendig .
Diabetes und Kinderwunsch
Schlechte Ausgangssituation bei Diabetes vor 1922
Vor der Entdeckung des
Insulins
kam es äußerst selten vor, dass eine Frau mit Diabetes mellitus
schwanger wurde. Trat dennoch eine Schwangerschaft ein, so überlebte kaum ein Kind; auch die Müttersterblichkeit war sehr hoch. Mit der Verfügbarkeit des Insulins ab 1922 verbesserte sich die Fruchtbarkeit, die Sterblichkeit der Diabetikerin sank. Die Gefahr, dass ein Kind im Mutterleib stirbt, konnte auf unter zwei Prozent gesenkt werden.
Abwägung der Risiken
Eine Diabetikerin muss die Risiken einer Schwangerschaft gegen ihren Kinderwunsch abwägen. Argumente gegen die Schwangerschaft einer Diabetikerin sind beispielsweise:
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Fortgeschrittene Nierenschädigung: Hier muss unter der Belastung einer Schwangerschaft mit einem Nierenversagen gerechnet werden.
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Netzhautdegeneration: Hier droht eine Erblindung.
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Unbehandelte Arteriosklerose der Herzkranzgefäße: Dies stellt eine absolute Kontraindikation dar.
Optimale Einstellung des Stoffwechsels
30 bis 40% aller Schwangerschaften bei Diabetikerinnen sind nicht geplant. Eine optimale Stoffwechseleinstellung ist aus zwei Gründen schon vor der Empfängnis sehr wichtig:
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Ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann zu Fehlgeburten führen.
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Diabetestypische Fehlbildungen entstehen bereits ab der fünften Schwangerschaftswoche.
Je besser der Stoffwechsel aller jungen Diabetikerinnen eingestellt ist, um so einfacher wird sich das Problem der möglichen Fehlbildung vermeiden lassen.
Wenn Sie Diabetikerin sind und eine Schwangerschaft planen, wird Ihre Ärztin Ihnen möglicherweise eine Insulinpumpe empfehlen, damit Sie den Blutzucker während einer Schwangerschaft besser einstellen können. Die strenge Einstellung in der Schwangerschaft ist zur Vermeidung von Fehlbildungen des Kindes absolut notwendig.
Das ungeborene Kind stellt wesentlich höhere Ansprüche an die Behandlungsqualität des Stoffwechsels als die Schwangere selbst. Deshalb muss die Behandlung nach fetalen Bedürfnissen ausgerichtet werden. Die Betreuung einer schwangeren Diabetikerin erfordert ein eingespieltes Team sowie die fachübergreifende Zusammenarbeit von Diabetologinnen, Geburtshelferinnen und Neonatologinnen einschließlich der neonatologischen Intensivstation.
Alle zwei Wochen zur Vorsorgeuntersuchung
Eine schwangere Diabetikerin sollte zur optimalen Versorgung des Kindes die zweiwöchentlichen Intervalle bei Vorsorgeunterschungen strikt einhalten, denn diese Untersuchungen enthalten eine ganze Reihe spezieller Untersuchungen von Mutter und Kind. Die stationäre Aufnahme zur Geburt erfolgt in der 38. bis 40. Schwangerschaftswoche, wobei die Geburt zum errechneten Termin angestrebt wird.
Asthma und Kinderwunsch
Ein an Asthma erkrankter Mensch leidet unter anfallsweisem Auftreten von Atemnot. Diese kann sich in der Form von Hustenanfällen sowie Engegefühl in den Bronchien, im Brustkorb oder im Hals äußern. Sichere Erkennungsmerkmale von Asthma sind:
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Atemnot während der Ausatmung
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Auswurf von glasig zähem Schleim
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Pfeifende Geräusche beim Atmen
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Manchmal Einatemschwierigkeiten
Zum Teil wird in der Literatur eine beschleunigte Atmung als charakteristisch für Asthma benannt. Diese muss jedoch selbst bei schwersten Anfällen nicht unbedingt auftreten.
Zwei Medikamentengruppen
Dank der Medikamente können Asthmatiker heute ein weitgehend
beschwerdefreies Leben führen. Asthma-Therapien verfolgen
immer zwei Ziele: Sie sollen weitere Anfälle verhindern und
die Lungentätigkeit wieder normalisieren. Um das zu erreichen,
gibt es zwei Medikamentengruppen:
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Die "Reliever" bekämpfen die Atemnot während eines Anfalls, indem sie die Bronchien sofort erweitern.
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Die "Controller" hingegen stoppen langfristig Entzündungen. Controller müssen daher regelmäßig eingenommen werden. Häufig handelt es sich dabei um kortisonhaltige Arzneimittel.
Problemfall Kortison
Patienten tun sich häufig mit der Medikamentengruppe der
"Controller" schwer, weil Kortison
einen schlechten Ruf hat. Die Angst vor schweren Nebenwirkungen
führt dazu, dass viele die Finger von "Controllern"
lassen.
Frauen neigen generell dazu, ihre
Asthma-Medikamente abzusetzen, wenn sie schwanger werden wollen. Jedoch gilt es hier
zu bedenken: Der Sauerstoffmangel bei Asthma-Anfällen kann
einen negativen Einfluss auf die
Fruchtbarkeit haben.
Da Asthmatiker die kortisonhaltigen Medikamente oft jahrelang einnehmen müssen, sind die Dosierungen heute so niedrig, dass es oft nur zu leichten Nebenwirkungen kommt, die der Fruchtbarkeit nicht schaden.
Individuelle Klärung
Klären Sie in jedem Fall mit Ihrer behandelnden Ärztin,
ob und welche Asthma-Medikamente Sie vor und während der
Schwangerschaft einnehmen können. Die Entscheidung ist
sicherlich vom Schweregrad der Erkrankung abhängig und von den
Gefahren, die damit verknüpft sind, wenn Sie keine Medikamente
einnehmen.
Rauchen und Asthma
Übrigens haben Kinder, deren Mütter während der
Schwangerschaft rauchen, ein um 30% erhöhtes Risiko, im
Jugendalter an Asthma zu erkranken.
Asthma während und nach der
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft
geht es Asthmatikerinnen oft besser, sie haben weniger Anfälle
und bekommen besser Luft. 4-6 Wochen nach der Entbindung, wenn sich
der Hormonhaushalt der Frau wieder umstellt, ist jedoch mit
erhöhtem Auftreten von Asthmaanfällen zu rechnen.
Deswegen sollte die Frau sich in der Zeit selbst gut beobachten, um
die Therapie rechtzeitig wieder zu intensivieren und so weiteren
Anfällen vorzubeugen.
Epilepsie und Kinderwunsch
In Deutschland gibt es mehr als 800.000 Menschen, die an Epilepsie leiden. Etwa eine von 200 Schwangeren wird wegen dieses Anfallsleidens medikamentös behandelt.
Risiko der Erkrankung
Zwar haben Kinder von epilepsiekranken Eltern ein etwas
höheres Risiko, an einer Epilepsie zu erkranken, Epilepsien
zählen aber nicht zu den Erbkrankheiten. Nur 5% aller Kinder,
deren Vater oder Mutter eine Epilepsie haben, erkranken ebenfalls
an epileptischen Anfällen. Das genaue Risiko hängt von
der Art der Epilepsie des Vaters bzw. der Mutter ab. Leiden beide
Eltern an einer Epilepsie, dann ist das Risiko deutlich höher.
Etwa 1% der Kinder gesunder Eltern erkranken später an einer
Epilepsie. In allen anderen Fällen (etwa 95%) ist die
Epilepsie erworben; die Quote der durch Unfall und Verletzung
bedingten Formen ist dabei sehr hoch.
Richtiger Einnahmerhythmus
Eine Epilepsie, die medikamentös behandelt werden muss,
braucht kein Grund zu sein, auf eine Schwangerschaft zu
verzichten.
Wenn eine Frau mit Epilepsie einen Kinderwunsch hat, dann ist es ratsam,
dieses Thema schon vor dem Eintreten der Schwangerschaft mit der
behandelnden Neurologin und der Frauenärztin zu besprechen.
Sie wird folgende Punkte berücksichtigen:
-
Je weniger Wirkstoffarten eingenommen werden, desto besser.
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Die Menge des Wirkstoffs sollte so gering wie möglich sein.
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Es ist besser, zwei- bis dreimal täglich eine kleine Menge des Wirkstoffs einzunehmen, als einmal täglich eine große Menge.
Ein Weglassen der Medikamente kann zu einer bedrohlichen Anfallshäufung (sogenannter Status epilepticus) führen, die Mutter und Kind in Gefahr bringt.
Geringes Medikamentenrisiko
Während der Schwangerschaft wird das Kind vollständig vom
Körper der Mutter versorgt. Alle derzeit verfügbaren
Anfallsmedikamente können zwar prinzipiell dem Kind schaden,
da sie wie die Nährstoffe über die Blutbahn der Mutter auch das Kind erreichen. Das Risiko
ist jedoch geringer als vielfach vermutet.
Kinder mit einem epileptischen Elternteil haben ein leicht
erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Der Einfluss der Medikamente
scheint dabei nur zweitrangig zu sein.
Bluthochdruck und Kinderwunsch
Liegt bereits vor der Schwangerschaft ein erhöhter Blutdruck vor, der medikamentös behandelt wird, sollte die Schwangerschaftsplanung mit der Ärztin abgesprochen werden. Gegebenenfalls werden die Medikamente bereits vor Eintreten der Schwangerschaft gewechselt, da nicht alle Medikamente in der Schwangerschaft erlaubt sind.
Die Einstellung des Blutdrucks sollte regelmäßig weiter geprüft werden, gegebenenfalls die Dosis der Medikamente durch die Ärztin angepasst werden. Bei Frauen mit erhöhtem Blutdruck kommt es häufiger zu einer Gestose.
Frühere Fehlgeburten
Eine Fehlgeburt (Abort) bedeutet das Absterben eines Embryos oder die frühzeitige Geburt eines Kindes vor Erreichen der Überlebensfähigkeit.
Häufige Fehlgeburten
Aborte sind ein recht häufiges Ereignis: 11 bis 15% aller
Schwangerschaften enden vorzeitig. Diese Zahl gilt nur für
diejenigen Schwangerschaften, die mit Ultraschall oder durch die Bestimmung des
Schwangerschaftshormon hCG festgestellt
werden konnten. Mit speziellen Untersuchungen konnte man
feststellen, dass etwa 70% aller Schwangerschaften schon vor dem
Zeitpunkt der erwarteten Regelblutung "abgehen", also zu einer
Zeit, in der die Menstruation
noch gar nicht ausgeblieben war. Diese frühen Fehlgeburten (Abortivei, ovulärer
Abort) werden normalerweise von der Frau nicht erkannt, da die
Regelblutung pünktlich eintritt.
Risikoeinschätzung
Viele Ärztinnen gehen davon aus, dass eine Fehlgeburt keinen
Einfluss auf die
Fruchtbarkeit hat. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit eines
weiteren Aborts auch schon nach einer oder zwei Fehlgeburten
deutlich erhöht, je nachdem welche Störungen zu der
Fehlgeburt geführt haben. So kann bei bestimmten genetischen
Veränderungen das Risiko des Abortes nach ein bis zwei
Fehlgeburten genauso niedrig sein wie bei einer Frau, die noch nie
ein Kind verlor (siehe auch Fehlgeburten).
Rheuma und Kinderwunsch
Das Wort Rheuma kommt aus dem Griechischen und bedeutet "ziehender, reißender Schmerz". Heute versteht man umgangssprachlich unter Rheuma alle Krankheiten im Bereich des Bewegungsapparates (z.B. Gelenke, Gelenkkapseln, Knochen, Muskulatur oder Sehnen betreffend), die nicht durch eine Verletzung oder durch tumoröse Veränderungen hervorgerufen worden sind.
Erkrankungen des rheumatischen
Formenkreises
"Rheuma" ist keine Diagnose im engeren Sinne, auch keine
einheitliche Krankheit. Vielmehr fallen unter den Oberbegriff
"Rheuma" etwa 400 Erkrankungen, die sich zum Teil ähneln, die
aber zum Teil auch völlig unterschiedlich sind in ihrer
Ursache, ihren Symptomen, ihrem Verlauf, ihrer Behandlung und ihren
Folgen. "Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises"
beschränken sich zudem nicht allein auf den Bewegungsapparat.
Da "Rheuma" eine Erkrankung von Bindegewebsstrukturen ist und
Bindegewebe praktisch überall im Körper vorhanden ist,
können fast alle Organe im Körper bei einer
entzündlich-rheumatischen Erkrankung betroffen sein.
Falls Sie Medikamente einnehmen, lassen Sie sich von Ihrer Ärztin beraten, ob und wann Sie gegebenenfalls schon vor Eintritt einer Schwangerschaft mit der Medikation aussetzen sollten.
Dämpfung der Autoimmunreaktionen
Es wird sehr häufig beobachtet, dass sich
entzündlich-rheumatische Erkrankungen in der Schwangerschaft
bessern oder im günstigsten Fall sogar alle Symptome
verschwinden. Das wachsende Kind stammt unter genetischen
Gesichtspunkten ja zur Hälfte vom Vater und ist damit
sozusagen zur Hälfte für den Körper der Mutter
fremd. Damit das Immunsystem der Mutter das Kind nicht als etwas
Fremdes angreift und sogar vernichtet, muss es während der
Schwangerschaft auf eine größere Toleranz gegenüber
allem Körperfremden umgestellt werden. Diese
größere Toleranz führt möglicherweise dazu,
dass auch die autoimmunen Reaktionen, die bei vielen
entzündlich-rheumatischen Erkrankungen eine Rolle spielen,
weniger werden oder ganz zurückgehen.
Krankheitsschub nach der Entbindung
Leider kommt es nach der Entbindung und
mit der damit verbundenen Umstellung des Immunsystems auf den
"normalen", ursprünglichen Zustand bei vielen Frauen wieder zu
einer erhöhten Krankheitsaktivität ihrer rheumatischen
Erkrankung. Manchmal führt die Umstellung des Immunsystems
nach der Entbindung sogar zu einem regelrechten Krankheitsschub.
Eine verantwortliche Rheumatologin betreut deshalb diese Patienten
in Zusammenarbeit mit der Frauenärztin nach der Entbindung
sehr engmaschig, damit gegebenenfalls sofort reagiert und der sich
anbahnende Krankheitsschub durch geeignete
Behandlungsmaßnahmen verhindert werden kann. Auf diese Weise
können im Regelfall kritische Entwicklungen vermieden
werden.
Auch Patientinnen mit einer chronischen Polyarthritis müssen nach der Entbindung mit einem Schub ihrer Erkrankung rechnen. Die kritische Zeit beginnt etwa drei bis sechs Wochen nach der Entbindung. Genauso gut kann es allerdings auch zu einer anhaltenden Fortdauer der Beschwerdefreiheit kommen. Wie sich die Krankheit entwickelt, ist leider derzeit mit keiner noch so aufwendigen Methode vorherzusagen.
Schwangerschaft und Essstörungen
Fruchtbarkeit,
Schwangerschaft und Essstörungen - Bulimie und
Magersucht
Ihre Ernährungsgewohnheiten können
möglicherweise einen Einfluss auf Ihr Kind haben. Daher
sollten Sie vor einer Schwangerschaft über
Ihre Essprobleme nachdenken und sie in den Griff bekommen. Wenn Sie
schwanger werden möchten,
sollten Sie mit Ihrem Partner und Ihrem Arzt offen über Ihre
Essstörungen sprechen und versuchen, diese Störungen zu
beheben.
Zeitweise unfruchtbar?
Wenn Sie
Bulimie, Magersucht, Fresssucht oder eine andere Essstörung
haben, können Sie unfruchtbar sein. Massive Essstörungen
können einen Einfluss auf Ihren Stoffwechsel haben, was dazu
führen kann, dass zum Beispiel kein Eisprung stattfindet. Die Störung kann
vorübergehend sein und zurückgehen, wenn Sie zu einer
normalen, gesunden Essweise zurückgekehrt sind.
Schwanger?
Probleme für das Baby: Frauen mit extremem Über-
oder Untergewicht haben ein erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt. Ein extremer Vitamin B-Mangel
(siehe Folsäure) erhöht das
Risiko einer kindlichen Fehlbildung. Babys von Untergewichtigen
sind oft selber untergewichtig und haben ein höheres Risiko,
in den ersten Lebensmonaten zu sterben.
Probleme für die Mutter: Auch für die Mutter können in der Schwangerschaft viele Probleme auftreten. Bei extrem Übergewichtigen ist das Risiko einer Schwangerschaftsdiabetes erhöht. Extremer Eisenmangel kann zur Anämie führen, und Wissenschaftlicher diskutieren zur Zeit den Zusammenhang zwischen Zinkmangel und einer Präeklampsie. Bei Frauen mit einem pathologischen Elektrolytemangel können die Nieren ausfallen und es kann zu lebensgefährlichen Kreislaufproblemen kommen. Stark untergewichtige Frauen haben ein erhöhtes Risiko, an einer Wochenbettdepression zu erkranken.
Die Verantwortung beginnt
erst:
Frauen, die schwanger sind, sollten - für
das Gedeihen ihres Kindes - größten Wert auf eine
gesunde Ernährung legen. Dies gilt nicht nur für die Zeit
der Schwangerschaft, sondern auch danach, denn auch nach der
Entbindungen sollte die Mutter stark sein, um auf alle neuen
Lebenssituationen angemessen zu reagieren und ihr Baby optimal zu
versorgen (und zu stillen).
Wenn Sie trotz Essproblemen
schwanger werden wollen,
sollten Sie sich einige Fragen stellen:
 
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Sind Sie soweit, dass Sie Ihre Essstörungen als Krankheit ansehen und wissen, dass Sie Hilfe brauchen?
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Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre Essstörungen?
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Hätte die Schwangerschaft einen Einfluss auf Ihre Essprobleme?
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Welchen Einfluss hätte die Schwangerschaft auf Ihren Körper? Können Sie diese Veränderungen akzeptieren oder wären sie eher dazu geeignet, Ihre Probleme zu verstärken?
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Fühlen Sie sich in der Lage und stark genug, auch nach einer Schwangerschaft die rund-um-die-Uhr-Betreuung und Verantwortung für einen Menschen zu übernehmen?
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Fühlen Sie sich jetzt gesund? Wird Ihr Baby in eine gesunde Umgebung hineingeboren?
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Besteht die Chance, dass Sie Ihre Probleme nicht in den Griff bekommen - und dass Sie sie sogar an das Kind weitergeben?
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Kennen Sie das Problem der Wochenbettdepression und haben Sie sich damit auseinandergesetzt? Gibt es schon Ideen, wie Sie die möglicherweise ersten schweren Wochen nach der Entbindung überstehen?
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Warum möchten Sie ein Kind?
Denken Sie über all diese Fragen nach und denken Sie daran:
Ein Baby braucht Ihre Liebe und
Ihren Schutz und muss stark und groß werden.
Sie brauchen
kein Baby - ein Baby braucht Sie.
Autor: Qualimedic.com AG
Letzte Änderung am: 01.04.2008
