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Mittwoch, 21. Februar 2018
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Pickel in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kommt es häufig zu Hautveränderungen. Frauen, die sonst keine Pickel haben, können vermehrt darunter leiden oder sogar Akne entwickeln. Der einzige Trost ist, dass die Pickel nach der Schwangerschaft schnell wieder verschwinden.

Pickel in der Schwangerschaft
Pickel in der Schwangerschaft: Die Haut nur mit ph-neutraler Seife oder Waschlotion vorsichtig reinigen
(c) iStock

Die Haut verändert sich in der Schwangerschaft. Viele Frauen bekommen strahlend schöne Haut, aber einige leiden auch unter Pickeln und Hautunreinheiten oder sogar Akne. Schuld sind daran mal wieder die Hormone. Es kommt durch vermehrte Androgene (männliche Hormone) zu einer vermehrten Talgproduktion, die dann einen idealen Nährboden für Bakterien bietet und Pickel so aufblühen lässt. Vorbeugen kann man Pickeln in der Schwangerschaft nicht, da ihnen eine hormonelle Ursache zugrunde liegt.

Dass Pickel am Bauch auf eine Schwangerschaft mit einem Jungen hinweisen sollen, kann getrost unter der Kategorie Ammenmärchen eingeordnet werden. Ob man schwanger plötzlich Pickel hat, sagt nichts darüber aus, ob man einen Jungen oder ein Mädchen erwartet.

Akne in der Schwangerschaft

Akne kann in der Schwangerschaft komplett neu aufblühen oder sich eine bestehende Akne deutlich verschlimmern. Bei Akne und hohem Leidensdruck sollte der Facharzt aufgesucht werden. Bestimmte Wirkstoffe in Salben dürfen in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da sie nachgewiesenermaßen schädigend aufs Ungeborene wirken. Verschreibungspflichtige Medikamente mit Benzoylperoxid (Aknefug Oxid) oder Erythromycin (Aknederm Ery Gel oder Aknefug-El) dürfen jedoch zur Behandlung der Akne in der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Ausschluss anderer Ursachen für die Pickel

Auch in der Schwangerschaft auftretende Pickel sollten mit dem Arzt abgeklärt werden, um auszuschließen, dass es eine andere Ursache gibt. Auch wenn es sich um eine richtige Akne handelt, sollte der Hautarzt aufgesucht werden.

Tipps & Hilfe bei Pickeln in der Schwangerschaft

Um die lästigen Pickel loszuwerden, können Sie folgendes tun:

  • geeignete Pflegecreme (Feuchtigkeitscreme ohne Fett und Öl) verwenden (ggf. nach Rücksprache mit dem Hautarzt/Dermatologen)
  • Gesicht mit ph-neutraler Seife oder Waschlotion waschen, danach vorsichtig trockentupfen, nicht rubbeln
  • öl- und fettfreies Make Up verwenden, abends gründlich abschminken
  • Pflegemaske aus Heilerde oder leichte Peelings gegen Unreinheiten
  • viel Bewegung und frische Luft, um den Stoffwechsel anzuregen

Was Sie nicht tun sollten bei Pickeln:

  • Pickel quetschen und ausdrücken
  • Vorsicht bei verschreibungspflichtigen Salben: Einige Wirkstoffe (z. B. Isotretinoin und Tretinoin) dürfen in der Schwangerschaft nicht angewendet werden
  • angebliche Hausmittel wie Zahnpasta etc.: Sie wirken nicht und stressen die Haut nur unnötig

Autor:
Letzte Aktualisierung: 10. November 2016

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