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Alter der Frauen beim ersten Kind steigt weiter

Laut Statistischem Bundesamt war eine Frau 1970 durchschnittlich 24 Jahre alt, wenn ihr erstes lebendes Kind zur Welt kam. Im Jahr 2013 lag das Durchschnittsalter der Erstgebärenden bereits bei 29,3 Jahren.

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Die Erstlingsmutter wird immer älter - nicht nur in Deutschland
© iStock.com/PWALLET

Biologisch betrachtet ist dies eine eher ungünstige Tendenz, auch wenn sie sozial absolut nachvollziehbar ist. Denn biologisch betrachtet liegt das beste Alter zum Kinder kriegen zwischen 19 und 24 Jahren. Allerdings lässt sich das heute kaum mit dem Wunsch nach Ausbildung und Beruf vereinbaren. Zudem kann es vielfältige, individuelle Gründe für eine immer spätere Mutterschaft geben.

Die biologische Uhr tickt

Erst die Ausbildung, dann die Familie. Für viele Frauen ist das heute selbstverständlich. Doch auch wenn eine späte Schwangerschaft eine oft finanziell gesicherte Basis für eine Familie bietet, so gibt es doch leider andere Hindernisse: Die Risiken einer Schwangerschaft steigen mit zunehmendem Alter. Zudem ist es mit zunehmendem Alter schwieriger, schwanger zu werden und es bleibt öfter beim unerfüllten Kinderwunsch. Dennoch: 22 Prozent aller Kinder, die 2012 in Deutschland geboren wurden, hatten eine Mutter, die zum Zeitpunkt der Geburt 35 Jahre oder älter war. Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass nur Lebendgeburten erfasst werden. Hatte eine Frau also eine vorausgehende Fehlgeburt/Totgeburt, so fließt diese nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Zahl der Kinder

2014 hatte eine Frau in Deutschland durchschnittlich 1,47 Kinder geboren. Jede siebte Familie ist "kinderreich" - also drei oder mehr Kinder. Der durchschnittliche Abstand zum zweiten Kind beträgt 4,1 Jahre.

Vergleich: Erstgebärende in Europa

In sieben EU-Staaten waren späte Geburten noch häufiger als in Deutschland. Der Vergleich auf Basis von Eurostat-Daten ergab, dass 2012 in Spanien 34 Prozent aller Neugeborenen eine Mutter hatten, die bei der Geburt mindestens 35 Jahre alt war. In Italien waren es 33 Prozent, in Irland 30 Prozent. Relativ gering fiel der Anteil hingegen in Bulgarien und Rumänien mit jeweils 12 Prozent aus. Der EU-Durchschnitt betrug ebenso wie in Deutschland 22 Prozent.

Zahl der Alleinerziehenden steigt ebenfalls

Im Jahr 2014 waren 20 Prozent der 8,1 Millionen in Deutschland lebenden Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind Familien von Alleinerziehenden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage des Mikrozensus weiter mitteilt, ist dieser Anteil seit 1996 um 6 Prozentpunkte gestiegen. Damals hatte er 14 Prozent betragen.

Wie alt sind eigentlich Männer beim ersten Kind?

Leider werden diese Zahlen bisher nicht erfasst. Lediglich eine Statistik aus dem Jahr 2001 gibt Aufschluss darüber, wann Männer Väter werden bzw. kinderlos sind. Da hierfür aber nur 1.503 Männer befragt wurden, ist dies nicht repräsentativ.

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