Ein Angebot von Lifeline
Montag, 26. Juni 2017
Menu

Metoclopramid Belastungstest

Metoclopramid-Belastungstest (MCP)
Beim Metoclopramid-Belastungstest (MCP) wird der Frau Blut abgenommen.
Getty Images/iStockphoto

Der Metoclopramid-Belastungstest (MCP) dient der Erfassung von Störungen im Prolaktinhaushalt, die die Eireifung beeinflussen können (in Form einer Hemmung, Verzögerungen der Follikelreifung, Lutealinsuffizienzen oder anovulatorischen Zyklen).

Man erfasst mit dem Metoclopramid Belastungstest auch leichtere Formen der Hyperprolaktinämie, die man sonst allein nicht erfassen kann, die jedoch durchaus negative Auswirkungen auf die Follikelreifung haben können. Der Metoclopramid-Belastungstest wird zyklusabhängig beurteilt. Der Test wird in der frühen Follikelreifungsphase und in der mittleren Lutealphase durchgeführt.

Als normal gilt ein Basalspiegel, der in der Follikelphase unter 18 ng/ml liegt und in der Lutealphase unter 25 ng/ml. Der stimulierte Prolaktinwert sollte in der Follikelphase nicht über 230 ng/ml liegen und in der zweiten Zyklushälfte unter 310 ng/ml sein.

Durchführung des Metoclopramid Belastungstests

  • Blutentnahme für den Basalwert vor Testbeginn am nüchternen Patienten
  • danach 10 mg Metoclopramid (z.B. Paspertin®) i.v.
  • zweite Blutentnahme nach etwa 30 Minuten

Nebenwirkungen

Die Metoclopramid-Injektion wird in der Regel gut vertragen. Gelegentlich werden Patientinnen sehr müde, unkonzentriert und von mäßig starkem, vorübergehendem Unwohlsein befallen. Dies muss den Patientinnen auf jeden Fall vor Durchführung des Tests mitgeteilt werden, da sie hierdurch fahruntüchtig werden können.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 27. Dezember 2014

Beiträge im Forum "Kinderwunsch: Ich will schwanger werden - wer noch?"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Zyklus & Fortpflanzung

Prolaktin, das luteotrope Hormon (LTH), wird im Vorderlappen der Hypophyse gebildet. Mehr...

Zyklus & Fortpflanzung

Der Eisprung findet in der Zyklusmitte statt: Dann wird eine eine reife Eizelle aus dem Leitfolikel im Eierstock ausgestoßen und wandert in den Eileiter. Mehr...

Zyklus & Fortpflanzung

Einnistung (Implantation) ist der Moment, in dem sich eine befruchtete Eizelle (Zygote) in der Wand der Gebärmutter einnistet. Die Einnistung ist nach der Befruchtung eine der wesentlichen Voraussetzungen für... Mehr...

Nutze unsere Zyklus-App inklusive Eisprungkalender und Temperaturkurve (Android & iOS) bei Kinderwunsch.

Mehr zur App > Alle Tools & Services
Weitere interessante Themen
  • Zervixschleim

    Zervixschleim ist ein Sekret im Körper der Frau, das von den Drüsen im Gebärmutterhals (Zervix) abgesondert wird. Er besteht zum überwiegenden Teil aus Wasser (bis zu 90 Prozent)... Mehr...

  • Luteinisierendes Hormon (LH)

    Das luteinisierende Hormon (LH) ist ein nicht-geschlechtsspezifisches Hormon der Hinrnanhangsdrüse (Hypophyse), das bei Mann und Frau vorhanden ist, aber jeweils unterschiedliche... Mehr...

  • Menopausen-Gonadotropin (hMG)

    Das Menopausengonadotropin (hMG) ist eine Kombination aus den beiden Hormonen FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon). Mehr...

Zum Seitenanfang