Von Ausschabung bis Zyklus

Kinderwunsch: Häufig genutzte Abkürzungen (in unseren Foren)

Autor: 9monate.de / Swchen
Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2017

In Themenbereich Kinderwunsch gibt es einige gängige Abkürzungen, die besonders in unseren Foren regelmäßig verwendet werden. Um hier Licht ins Dunkel zu bringen, finden Sie hier eine Auflistung der wichtigsten Abkürzungen.

AS:

Ausschabung
Fehlgeburt (meist MA), die mit der Kürette/Ausschabung entfernt wird: Der Abbruch mit der Kürette wird auch Ausschabung genannt. Dieses Verfahren wird heute nur noch selten angewendet. Wie bei der Absaugmethode wird der Gebärmutterhals gedehnt. Das Schwangerschaftsgewebe wird aber im Falle der Ausschabung mit der Kürette, einem scharfen kleinen Operationsmesser, entfernt. Die Methode kann nötig sein, wenn das Gewebe, aus welchen Gründen auch immer, anschließend feingeweblich (histologisch) untersucht werden soll. Die Komplikationsrate ist bei dieser Methode höher.

BS:

Bauchspiegelung

Clomi:

Clomifen

DMS:

Dreimonatsspritze

Endo:

Endometriose

ES:

Eisprung 

ET:

Entbindungstermin (Geburtstermin) oder manchmal auch Embryonentransfer (im Forum für Reproduktionsmedizin)

EL:

ELSS:

Eileiter

Eileiterschwangerschaft

FA/

FÄ:

Frauenarzt/-ärztin

FG:

Fehlgeburt

Folio:

Folsäure

FS/

FSH:

follikelstimulierendes Hormon

GKS:

Gelbkörperschwäche (Progesteronmangel)

GM:

Gebärmutter

GSH:

Gebärmutterschleimhaut

Die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium)  kleidet die Gebärmutterhöhle aus. Durch ihre regelmäßige Abstoßung kommt es zur Regelblutung. In der ersten Zyklushälfte baut sie sich unter dem Einfluss des Östrogen auf (ca. 6–10 mm), welches von dem wachsenden Follikel gebildet wird. Nach dem Eisprung produziert der Follikel das Gelbkörperhormon (Progesteron), welches die Schleimhaut auf eine Einnistung vorbereitet.
Findet keine Einnistung statt, sinken Östradiol und Progesteron wieder ab, der Gelbkörper bildet sich zurück und die Schleimhaut wird so nicht mehr ausreichend ernährt. Durch den Abfall des Progesterons setzt die Regelblutung ein. Das Menstruationsblut enthält die Gebärmutterschleimhaut und Blut. Während der Blutung wird lediglich die dickere obere Schicht der Schleimhaut abgestoßen, die darunter liegende Schicht bleibt erhalten und baut in der ersten Hälfte des nächsten Zyklus die Schleimhaut wieder auf und der Zyklus beginnt von vorne.

GV/ x-ln:

Geschlechtsverkehr/Sex

HCG:

humanes Chorion-Gonadotropin

Hormone:

Infos zu Hormonen und Hormonwerten

ICSI:

intracytoplasmatische Spermieninjektion

IUI:

Insemination (Samenübertragung) 

IVF:

In-Vitro-Fertilisation

LH:

luteinisierendes Hormon

LH-Tests:

Ovulationstests

MA:

missed abortion (verhaltener Abort)

Der Embryo ist abgestorben, wird aber nicht aus der Gebärmutter ausgestoßen. Es gibt außer fehlenden Vitalitätszeichen, was fetale Herzaktionen und Kindsbewegungen beinhaltet, keine äußeren Anhaltspunkte wie eine Blutung oder Gewebsabgang. Der Zervikalkanal ist geschlossen. Auffällig ist häufig die Wachstumsretardierung der Gebärmutter in der Routinekontrolle oder ein Ausbleiben der Kindsbewegung. Ebenfalls gehen häufig die subjektiven Schwangerschaftszeichen wie Übelkeit oder Brustspannen zurück.

Mens:

Menstruation

Mumu:

Muttermund

  1. Wie untersuche ich selbst?
    Frau kann die täglichen Veränderungen am Gebärmutterhals problemlos selbst erfühlen. Sie benötigen lediglich eine vorsichtige Untersuchungstechnik und etwas Erfahrung, weshalb ca. 2-3 Zyklen benötigt werden, um die Veränderungen sicher beurteilen zu können. der Gebärmutterhals sollte jeden Tag um die gleiche Uhrzeit untersucht werden, möglichst mit leerer Blase.
    Die Untersuchungsbedingungen sollten immer die gleichen sein, da die Körperposition die Stellung des Gebärmutterhalses ebenfalls ändern kann. Meist wird die Untersuchung in der Hocke bevorzugt, z.b. auf dem Toilettensitz.
    Die Hände sollten sauber sein und die Fingernägel nicht zu lang wegen der sonst bestehenden Infektions- und Verletzungsgefahr.
    Entweder den Zeige- oder den Mittelfinger (größere Eindringtiefe möglich mit 2 Fingern) langsam und vorsichtig in die Scheide einführen. In der weichen und feuchten Scheide wird der Gebärmutterhals dann als fester, kugeliger und gummiartiger Widerstand mit einem kleinen Grübchen in der Mitte getastet.
    Für den Fall, dass der Gebärmutterhals schwer erreicht werden kann, ist es möglich, durch gleichzeitigen Druck über dem Schambein die Gebärmutter in eine erreichbare Position zu bringen, eine Verstärkung einer bestehenden Hockstellung kann ebenfalls die Erreichbarkeit verbessern.
    Der Vorteil der Selbstuntersuchung auf diese Art ist, dass das Gebärmutterhalssekret am Ort der Entstehung entnommen werden und auf Spinnbarkeit überprüft werden kann. Dies ist ausagekräftiger als mit dem Sekret, welches dem Scheideneingang entnommen wurde.
    Auch tritt der Schleim an der äußeren Scheide bis zu zwei Tagen später auf als bei der direkten Untersuchung am Gebärmutterhals.

  2. Einschätzung der Befunde:
    Zum Zyklusbeginn und in der zweiten Zyklushälfte, also den unfruchtbaren Phasen, ist die Gebärmutter etwas nach vorne geknickt, wodurch der Muttermund der hinteren Scheidenwand mehr anliegt. Der Gebärmutterhals ist fest verschlossen, das zentrale Grübchen möglicherweise nicht tastbar. Die Konsistenz des Gebärmutterhalses ist fest und er steht tiefer in der Scheide als in der fruchtbaren Phase.
    Rückt der Eisprung näher, dann streckt sich die Stellung der Gebärmutter, der Muttermund ist zentrierter und geöffnet, die Sekretion stärker.
    Diese Phänomene nehmen zu, je näher der Zeitpunkt des Eisprungs rückt.

Möpf:

Mönchspfeffer oder auch Keuschlamm

MS:

Mittelschmerz

NMT:

Nicht-Mens-Tag", also der Tag, an dem die Menstruation wegen Kinderwunsch nicht kommen soll

O.T.:

ohne Text oder off toppic (ohne Bezug zum eigentlichen Forumsthema)

PCO:

polyzystisches Ovarialsyndrom, PCOS

PMS:

Prämenstruelles Syndrom

SB:

Schmierblutung

SD:

Schilddrüse

(Infos zu Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenüberfunktion und Schilddrüsenentzündung)

SG:

Spermiogramm 

SS:

Schwangerschaft/schwanger

SST:

Schwangerschaftstest

Temp(i):

Temperatur/Temperaturmethode

ÜZ:

Übungszyklus (= Zeitraum, seit dem Kinderwunsch besteht und aktiv versucht wird, schwanger zu werden)

US:

 

Ultraschall

Utro:

Utrogest
Utrogest enthält Progesteron, identisch mit dem natürlichen Gelbkörperhormon.
Es wird angewendet, um nach dem Eisprung oder Punktion/Embryotransfer im Falle einer Gelbkörperschwäche die Gelbkörperphase des Zyklus zu unterstützen.
Die Unterstützung kann alleine oder in Kombination mit hcg (Predalon, Choragon u.a.) erreicht werden.
Es ist zwar in Deutschland nur zur oralen Anwendung zugelassen, aber es wird besonders gerne vaginal eingesetzt ("Off-Label-Use") aufgrund seiner dann besseren Wirkung und Verträglichkeit.

Dosierung:
bis zu 3 x 2 Stück. Alternativ dazu gibt es das Crinone-Gel, ebenfalls progesteronhaltig.

Mögliche Nebenwirkungen:
Müdigkeit, Darmträgheit, Verstopfung. Brustspannen (oft fälschlich als Vorbote der Menstruation oder auch als Schwangerschaftszeichen gedeutet), allergische Reaktion (enthält Erdnussöl), depressive Verstimmung, Übelkeit (täuscht eine Schwangerschaft vor, sehr tückisch in der Warteschleife), eigentlich keine Nebenwirkung: verursacht künstliche Temperaturerhöhung, genau wie körpereigenes Progesteron auch, aber: Es beeinflusst den Schwangerschaftstest nicht!  Es enthält nur Progesteron. Schwangerschaftstests messen HCG, was dem Schwangerschaftshormon entspricht und etwas völlig anderes ist.

ZS:

Zervixschleim

ZT:

Zyklustag

ZH:

Zyklushälfte

Zyklus:

 

weiblicher Zyklus

Tipps zum Schwanger werden
Autor: 9monate.de / Swchen
Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2017
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