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Entwicklung: Ihr Baby im achten Monat

Robben, krabbeln, kriechen: Um den achten Monat herum beginnt Ihr Baby mit der eigenständigen Fortbewegung. Es macht außerdem eine bahnbrechende Entdeckung: das Konzept von Ursache und Wirkung.

Entwicklung: Ihr Baby im achten Monat
Und hoch geht es: Etwa im achten Monat wollen Babys auf eigenen Beinen und Armen stehen – der Vierfüßlerstand ist bei vielen Babys der Vorläufer des Krabbelns.
© iStock.com/SDI Productions

Artikelinhalte auf einen Blick:

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Babys Entwicklung im achten Monat

Vielleicht kann Ihr Baby sich jetzt schon auf die Unterarme gestützt auf dem Bauch liegend fortbewegen. Das sogenannte Robben lassen manche Babys aber auch aus und kommen direkt auf die Hände.

Der Vierfüßlerstand: Vorläufer des Krabbelns

Die Vorstufe zum Krabbeln ist der Vierfüßlerstand: Ihr Baby stützt sich auf Händen und Knien ab, wippt dabei wahrscheinlich hin und her und versucht dadurch, das Gleichgewicht zu halten. Das wird ihm nun immer besser und länger gelingen, bis sich sein natürlicher Drang zur eigenständigen Fortbewegung durchsetzt. Richtig krabbeln können die meisten Babys aber erst so um den zehnten Monat herum, denn die gleichzeitige Bewegung von Armen und Beinen erfordert viel Koordinationsvermögen, das sich ab nun rasant entwickelt.

Sitzen und stehen

Bei den meisten Babys dauert es noch etwas, bis sie aufrecht und dauerhaft alleine sitzen können. Mit etwas Unterstützung geht das aber jetzt schon ganz gut. Auch das Stehen macht Babys jetzt schon Spaß. Allerdings benötigen sie dafür eine helfende Hand, denn von alleine können Babys im achten Monat in der Regel noch nicht stehen. Trotzdem hält das früh entwickelte Babys nicht davon ab, sich ab jetzt auch schon mal an der Tischkante oder am Schrank hochzuziehen. Achten Sie ab diesem Zeitpunkt bitte unbedingt darauf, dass Möbel gut fixiert sind und nicht so schnell umfallen und haben Sie Ihr Baby stets im Blick.

Babys sind fasziniert von ihren Bezugspersonen

Alles, was Sie tun, wie Sie schauen und sprechen, wird von Ihrem Baby fasziniert beobachtet. Es ahmt Sie jetzt vielleicht nicht mehr nur lautsprachlich nach, sondern versucht auch ihre Gestik und Mimik zu imitieren, erwidert ein Winken zum Abschied oder klatscht wie Sie in die Hände. Möglicherweise fasst es Sie nun öfter im Gesicht an und "untersucht" Sie oder schaut in die Richtung, in die Sie gerade blicken.

Ihr Baby entdeckt Ursache und Wirkung

Irgendwann etwa im achten bis neunten Lebensmonat macht Ihr Baby eine bahnbrechende Entdeckung: Wenn es sein Kuscheltier zusammendrückt, ist ein Ton zu hören. Oder das Licht geht an, sobald es den Schalter nach unten drückt. Damit eröffnet sich ihm eine völlig neue Welt, denn es begreift die Auswirkungen seines Handelns – eine der Grundvoraussetzungen für das Denken in Kategorien.

Es wird nun zunehmend ausprobieren, ob und was passiert, wenn es bestimmte Dinge tut. Gerade das absichtliche Herunterwerfen von Spielzeug oder des Schnullers ist bei vielen Babys in dieser Phase sehr beliebt. Das macht Ihr Baby aber nicht, um Sie zu ärgern, sondern um die Konsequenzen seines Handelns zu erleben – ein wichtiger Entwicklungsschritt!

Die orale Phase neigt sich dem Ende zu

Das Greifen und ausgiebige Betrachten von Gegenständen beherrscht Ihr Baby mittlerweile gut. Je geschickter es mit den Fingern wird, desto seltener untersucht es die Dinge, indem es sie sich in den Mund steckt oder daran knabbert. Dominierte das Erkunden mit dem Mund bis zum achten Monat, wird es nun seltener – die orale Phase wird bis ungefähr zum zwölften Monat beendet.

Fremdeln ist ganz natürlich

Ihr Baby reagiert plötzlich abweisend oder verunsichert auf den Opa oder möchte nicht mehr zur netten Nachbarin auf den Arm, die es bis dato immer sehr gemocht hat? Fremdeln ist ein ganz natürlicher Prozess in der Entwicklung Ihres Babys. Es kann nun zwischen vertrauten Menschen wie den Eltern oder Geschwistern und weniger Vertrauten unterscheiden und signalisiert das, indem es dann eher skeptisch reagiert. Genau wie Trennungsangst bindet das Fremdeln ein Kind an die Bezugspersonen und stellt so auch einen gewissen Schutz vor den Gefahren der Umwelt dar. Bei manchen Babys ist dieses Verhalten stark, bei anderen weniger stark ausgeprägt. Auch von Person zu Person unterscheidet sich das Fremdeln.

Wichtig ist: Respektieren Sie dieses Verhalten und geben Sie Ihrem Kind in Situationen des Fremdelns Sicherheit, indem Sie es auf den Arm nehmen und dabei gelassen bleiben. Sobald Ihr Baby bemerkt, wie entspannt Sie mit der Situation umgehen, wird es auch gelassener und kann seiner kindlichen Neugier wieder freien Lauf lassen und sich der "fremden" Person aus sicherem Hafen annähern.

Größe und Gewicht im achten Monat

  • Durchschnittliches Gewicht: Mädchen 7,9 kg, Jungen 8,6 kg
  • Kopfumfang: 42-46 cm
  • Kleidergröße: 68-74
  • Schuhgröße: 15-18

Die ersten Zähnchen: Ab jetzt ist Zahnpflege wichtig

Durchschnittlich zwischen dem sechsten und achten Monat brechen die ersten Milchzähne durch. Zuerst zeigen sich in der Regel die vorderen Schneidezähne im Unterkiefer, nach und nach folgen zunächst die oberen Schneidezähne, später Backen- und Eckzähne.

Sobald die ersten Zähnchen da sind, wird Zahnpflege ein Thema: Anfangs reicht es, wenn Sie die Zähne mit einem Wattestäbchen oder Lappen reinigen. Manche Babys akzeptieren spezielle Fingerzahnbürsten eher als richtige Zahnbürsten. Die Fingerzahnbürsten haben eine weichere Oberfläche und eignen sich auch zur sanften Massage des Zahnfleisches. Gerade in der manchmal schmerzhaften Zahnungsphase empfinden viele Babys das als angenehm.

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Entwicklung des Babys im achten Monat spielerisch fördern

  • Sprachentwicklung: Helfen Sie Ihrem Baby bei der Entwicklung seiner Sprache, indem Sie Gegenstände benennen: Füttern Sie es mit dem Löffel, ziehen Sie ihm eine frische Windel an oder lassen Sie es mit dem weichen Ball spielen.
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  • Mittel-zum-Zweck-Spiele: Beim Ziehen an der Spieluhr ertönt Musik, die Rassel macht Geräusche, sobald man sie schüttelt – fördern Sie das Entdecken von Ursache und Wirkung mit entsprechenden Spielen.
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  • Mit Spielzeug zum Aufrichten motivieren: Immer interessanter untersucht Ihr Baby alle Objekte mit den Händen. Motivieren Sie es zum Aufrichten beziehungsweise Robben, indem Sie ihm Spielzeug präsentieren, das es nur durch eine dieser Handlungen erreichen kann.
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  • Klimmzüge für die Muskeln: Halten Sie Ihrem Baby einige Finger hin, wenn es auf dem Bauch liegt. Es ergreift Ihre Finger und zieht sich daran hoch in das aufrechte Sitzen.
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