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Legasthenie und Dyskalkulie

Teilleistungsstörung: Schwächen beim Lesen, Schreiben oder Rechnen

Als Teilleistungsstörung bezeichnet man eine ausgeprägte Lernschwäche, die sich nur auf einzelne Fähigkeiten wie zum Beispiel Lesen und Schreiben (Lese- und Rechtschreibstörung, Legasthenie) oder Rechnen (Rechenstörung, Dyskalkulie) bezieht.

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Teilleistungsstörungen machen sich meistens erst nach Beginn der Schulzeit bemerkbar
© iStock.com/aldomurillo

Was sind die Ursachen einer Teilleistungsstörung?

Die Ursachen einer Teilleistungsstörung sind sehr komplex und bislang noch nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass

  • Wahrnehmungsstörungen beim Hören und Sehen,
  • Umwelteinflüsse,
  • genetische Faktoren,
  • Störungen in verschiedenen Bereichen der Entwicklung

eine Rolle spielen. Im Gegensatz zu Lernbehinderungen lässt sich eine Teilleistungsstörung aber nicht auf eine verminderte Intelligenz (IQ unter 70) zurückführen.

Ist es möglich der Störung vorzubeugen?

Da über die Ursachen wenig bekannt ist, ist es sehr schwierig Teilleistungsstörungen vorzubeugen. Generell können eine frühe Diagnose und Förderung aber dabei helfen, die Lernschwierigkeiten zu minimieren und Folgeerscheinungen zu vermeiden.

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Wie äußert sich die Teilleistungsstörung?

Eine Teilleistungsstörung äußert sich durch starke Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben (Legasthenie) oder Rechnen (Dyskalkulie). Betroffene Kinder lernen in der Regel deutlich langsamer, machen charakteristische Fehler und können ihre Defizite nicht alleine durch vermehrtes Üben aufholen. Dadurch liegen ihre schulischen Leistungen oft weit unter dem Klassendurchschnitt und dem eigentlichen Intelligenzniveau.

Wie wird eine Teilleistungsstörung diagnostiziert?

Mithilfe spezieller Tests diagnostizieren Kinder- und Jugendpsychiater, -psychotherapeuten oder -psychologen eine Teilleistungsstörung. Wichtig ist auch die enge Zusammenarbeit mit Lehrern und Eltern, um verschiedene Fragen zu schulischen Leistungen und zum allgemeinen Entwicklungszustand (Körper, Motorik, Sprache) des Kindes zu klären.

Wie wird die Teilleistungsstörung behandelt?

Eine "Behandlung" in klassischem Sinne gibt es bei einer Teilleistungsstörung nicht. Betroffene Kinder sind auf eine konsequente und individuell abgestimmte Unterstützung durch Familie, Lehrer und Therapeuten angewiesen, um die Schwierigkeiten in den betroffenen Teilbereichen des Lernens auszugleichen. In der Regel ist es nicht möglich, eine  Teilleistungsstörung vollständig zu "heilen". Mithilfe einer konstanten sozialen, schulischen und emotionalen Förderung ist es aber möglich, die Schwierigkeiten zu minimieren und Folgeerscheinungen zu vermeiden.

Teilleistungsstörung: Wie verläuft sie?

Eine Teilleistungsstörung kann sich bereits im Grundschulalter durch Probleme beim Sprechen und Zuhören oder Schwierigkeiten beim "Lernen der Uhr" bemerkbar machen. In der Regel fallen die Störungen aber erst im Verlauf der Grundschulzeit auf. Kinder mit Teilleistungsstörung haben häufig auch psychische Probleme wie Angststörungen, Depressionen, oder Hyperaktivität (ADHS). Diese können bereits vorhanden sein bevor eine Teilleistungsstörung auftritt, aber auch als Folgeerkrankungen entstehen.

Checkliste Teilleistungsstörung

Die Checkliste zu Teilleistungsstörungen kann Ihnen helfen, zu beurteilen, ob Ihr Kind möglicherweise eine Teilleistungsstörung hat und sie kann bei der Diagnose von hyperkinetischen Störungen helfen. Sie ist für Eltern, Lehrer und Erzieher gedacht, die Auffälligkeiten bei einem Kind bemerkt haben.

Bitte beurteilen Sie das Verhalten des Kindes auf der vorgegebenen Antwortskala des Fragebogens. Lassen Sie bitte kein Merkmal aus.

  trifft überhaupt nicht zu trifft ein wenig zu trifft ziemlich zu trifft sehr stark zu
unruhig o o o o
übermäßig aktiv o o o o
erregbar, impulsiv o o o o
stört andere Kinder o o o o
beendet angefangene Dinge nicht, kurze Aufmerksamkeitsspanne o o o o
zappelt ständig o o o o
unaufmerksam o o o o
leicht ablenkbar o o o o
Wünsche müssen sofort erfüllt werden o o o o
weint schnell und häufig o o o o
schnelle und ausgeprägte Stimmungswechsel o o o o
schnelle und ausgeprägte Meinungswechsel o o o o
Wutausbrüche, unvorhersagbares Verhalten o o o o
Lese-Rechtschreibschwäche o o o o
Dyskalkulie (Rechenschwäche) o o o o
Gleichgewichtsstörungen o o o o
Fehlende dosierte Kraftanwendung o o o o
schläft nachts durch o o o o
hat ein "normales" Schlafbedürfnis o o o o
hat ein gutes Körpergefühl o o o o
Haut ist sehr sensibel o o o o
verwendet beim Malen auffällig häufig dunkle Farben o o o o
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