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Rheuma bei Kindern

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2017

Rheumatische Erkrankungen bei Kindern können in verschiedener Form auftreten und unterschiedlich verlaufen. Einige Rheuma-Arten verschwinden auch wieder von alleine, wenn das Kind älter wird.

Rheuma bei Kindern
Rheuma bei Kindern wird durch verschiedene Untersuchungen diagnostiziert
© iStock.com/gpointstudio

Rheuma bei Kindern kann schon sehr früh auftreten. In Deutschland leiden bis zu 50.000 Kinder unter einer rheumatischen Erkrankung. Rheuma ist jedoch nur ein Überbegriff für unterschiedliche Erkrankungen, Fachleute sprechen vom rheumatischen Formenkreis.

Was ist Rheuma bei Kindern?

Rheuma bei Kindern äußert sich mit chronischen Entzündungen, deren Ursachen nicht bekannt sind. Fest steht jedoch, dass das körpereigene Immunsystem hierfür mitverantwortlich ist. Es greift ein oder mehrere Körperteile an und produziert so Entzündungsherde, die an den verschiedensten Stellen im Körper des Kindes auftreten können. Daher wird Rheuma als sogenannte Autoimmunerkrankung bezeichnet. Oftmals spielen sich die Entzündungen in Gelenken ab. Aber auch die Augen, Organe oder Bindegewebe können von Rheuma bei Kindern betroffen sein, genauso wie Haut oder Muskulatur.

Welche Arten von Rheuma bei Kindern gibt es?

Die häufigsten entzündlichen Rheumaformen bei Kindern sind:

  • Infektionsbedingtes Rheuma (reaktive Arthritis)
  • die juvenile idiopathische Arthritis (JIA)
  • Bindegewebsrheuma (Kollagenosen)
  • Blutgefäßrheuma (Vaskulitissyndrome)
  • Knochenrheuma (chronisch rekurrierende multifokale Osteomyelitis – CRMO)

Welche Symptome können bei Rheuma bei Kindern auftreten?

Durch die Vielzahl der verschiedenen rheumatischen Erkrankungen bei Kindern können die Symptome sehr vielfältig sein. Häufig entstehen Entzündungen an ein oder mehreren Gelenken, zum Teil auch mit Fieber. Hier zeigen die Gelenke oft die klassischen Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung, Wärmeentwicklung und Schmerzen. Betroffene Kinder klagen oftmals nicht über Schmerzen, Eltern können jedoch an einer Schonhaltung eines entsprechenden Gelenks manchmal erkennen, dass ihr Kind hier Probleme hat. Bei den erwähnten Anzeichen sollte ein Arzt die erste Diagnostik durchführen und das betroffene Kind gegebenenfalls weiter zum Rheumatologen überweisen.

Wie wird Rheuma bei Kindern diagnostiziert?

Die Diagnostik von Rheuma bei Kindern kann, je nach Erkrankung, sehr umfangreich sein. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Eltern und Kind, der sogenannten Anamnese, folgt die körperliche Untersuchung. Der behandelnde Arzt beurteilt die Gelenke und die betroffenen Strukturen. Häufig wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Röntgenbilder können gerade für die Beurteilung der Knochenstrukturen hilfreich sein. Durch eine Laboruntersuchungen des Blutes können die behandelnden Ärzte weitere wertvolle Informationen erhalten.

Wie sieht die Therapie von Rheuma bei Kindern aus?

Die Therapiemöglichkeiten bei Rheuma bei Kindern sind vielfältig. Neben medikamentöser Therapie kann auch die physikalische Therapie unterstützend eingesetzt werden. Kältetherapie, Krankengymnastik, Ergotherapie oder auch Elektrotherapie werden häufig eingesetzt. In Deutschland gibt es spezielle Kliniken für Kinder, die unter Rheuma leiden. Diese haben teilweise auch unterschiedliche Therapieansätze. Langfristig steht jedoch die medikamentöse Therapie im Vordergrund. Hierbei muss das betroffene Kind manchmal leider auch Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Alternative Heilmethoden können eine Behandlung bei Rheuma eventuell unterstützen, keinesfalls können sie jedoch die medikamentöse Therapie ersetzen. Der Facharzt kann und sollte Eltern hierzu aufklären und beraten.

Wie verläuft Rheuma bei Kindern?

Durch die gängigen Therapiemethoden kann Rheuma bei Kindern inzwischen oftmals gut behandelt werden. Da die genauen Ursachen bis heute nicht bekannt sind, werden die Symptome behandelt. Manche Formen von Rheuma bei Kindern können bis zum Erwachsenenalter wieder von alleine verschwinden.

Spielt die Ernährung bei Rheuma bei Kindern eine Rolle?

Bei Rheuma bei Kindern können Eltern oft mit einer Ernährungsumstellung ihres Kindes positiv einwirken. Manche Lebensmittel sind entzündungshemmend und andere wiederum wirken sich nicht so gut auf eine vorhandene Entzündung aus. Fisch ist hier meist gesünder als Fleisch. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sollten möglichst auch regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2017
Quellen
Beiträge im Forum "Babyernährung"
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