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Szintigraphie

Autor: Miriam Funk, Medizinredakteurin
Letzte Aktualisierung: 15. Mai 2017

Die Szintigraphie ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem leicht radioaktive Stoffe, die vor der Untersuchung verabreicht werden, Entzündungen oder Tumoren in bestimmten Körperregionen sichtbar machen können. Mit einer Szintigraphie kann außerdem die Funktionsfähigkeit von Organen überprüft werden.

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Für eine Szintigraphie wird vorab Kontrastmittel gespritzt, welches Stoffwechselprozesse im Körper sichtbar macht
© iStock.com/andrewsafonov

Was ist eine Szintigraphie?

Eine Szintigraphie (alternative Schreibweise: Szintigrafie) ist eine nuklearmedizinische Untersuchung und zählt zu den bildgebenden Untersuchungsverfahren. Dabei wird der zu untersuchenden Person ein schwach radioaktives Mittel gespritzt, um bestimmte Bereiche und Stoffwechselvorgänge im Körper für die Szintigraphie sichtbar zu machen.

Er werden zwei Arten von Szintigraphie unterschieden:

  • funktionelle Szintigraphie bildet die Aktivität des Gewebes ab
  • statische Szintigraphie bildet die Strukturen ab, ohne die darin ablaufenden Prozesse zu berücksichtigen

Was sind SPECT und SPECT/CT?

Ergänzend zur einfachen Szintigraphie kann eine SPECT (Single-Photon-Emissions-Tomographie) durchgeführt werden. Eine Szintigraphie ist zweidimensional, die SPECT in Kombination mit einem Computertomographen (CT) hingegen dreidimensional. Dies kann beispielsweise bei der Untersuchung des Herzens sinnvoll sein.

Wann führt man eine Szintigraphie durch?

Die Szintigraphie kommt in verschiedenen Anwendungsbereichen zum Einsatz. Arten der Szintigraphie können sein:

  • Schilddrüsenszintigraphie (zur Abklärung von entzündlichen Herden oder Knoten in der Schilddrüse)
  • Knochenszintigraphie (beispielsweise bei Osteoporose, Knochenmetastasen oder Knochenbrüchen)
  • Myokardszintigraphie (Untersuchung des Herzmuskels, z. B. nach einem Herzinfarkt)
  • Szintigraphie in der Krebsmedizin (zur Aufdeckung von Tumoren und Metastasen)

Gibt es Risiken/Nebenwirkungen?

Szintigraphieen gelten als nebenwirkungsarm, da die radioaktiven Stoffe sind nur sehr schwach dosiert sind. Die Strahlenbelstung ist bei einer Szintigraphie etwas geringer als beim Röntgen. Allerdings gibt es selten Menschen, die auf das Kontrastmittel allergisch reagieren. Bei ihnen sollten alternative Diagnosemethoden angewendet werden.

Schwangere und stillende Frauen sollten aufgrund der Strahlenbelastung eine Szintigraphie nur in absoluten Ausnahmefällen nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung durchführen lassen.

Autor: Miriam Funk, Medizinredakteurin
Letzte Aktualisierung: 15. Mai 2017
Quellen
Beiträge im Forum "Frauengesundheit"
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