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Polypen der Gebärmutter (Uterus-Polypen)

Autor: Karin Wunder, Medizinautorin | Dr. med. Ulrike Henning
Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2016

Gebärmutter-Polypen sind Veränderungen der Gebärmutter-Schleimhaut. Nach der Diagnose sollten sie entfernt und feingeweblich untersucht werden. In den allermeisten Fällen sind Polypen der Gebärmutter gutartig.

Polypen der Gebärmutter
Polypen der Gebärmutter treten häufig bei Frauen in den Wechseljahren auf
© iStock.com/gradyreese

Gebärmutter-Polypen verursachen in vielen Fällen keine Symptome. Dennoch treten sie relativ häufig auf: In etwa zehn Prozent der aus anderen Gründen operativ entfernten Gebärmüttern sind sie zu finden.

Was sind Gebärmutter-Polypen?

Polypen sind gutartige Gewebewucherungen, die an verschiedenen Stellen im Körper, immer aber an der Schleimhaut, auftreten können. Verbreitet sind beispielsweise die in der Nasenschleimhaut auftretenden Nasen-Polypen.

An den inneren weiblichen Geschlechtsorganen kommen Polypen in der Gebärmutter oder am unteren Teil des Gebärmutterhalses vor. Sie sind relativ klein und treten oft nur einzeln auf. Im Gegensatz zu Myomen können sich Gebärmutter-Polypen auch wieder von allein zurückbilden, etwa aufgrund hormoneller Faktoren.

Was verursacht Gebärmutter-Polypen?

Eine genaue Ursache für die Entstehung von Gebärmutter-Polypen ist nicht bekannt. Sie treten gehäuft bei Frauen in den Wechseljahren auf, werden also durch hormonelle Schwankungen in ihrem Wachstum beeinflusst. Entzündungen der Gebärmutter können das Wachstum von Polypen fördern.

Wie äußern sich Gebärmutter-Polypen?

Häufig verursachen die Gebärmutter-Polypen keinerlei Symptome. In einigen Fällen ragen sie aus dem Zervikalkanal hinaus. Es kann zu Fremdkörpergefühl, Ausfluss, Zwischenblutungen oder Schmerzen insbesondere beim Geschlechtsverkehr kommen.

Wie werden Gebärmutter-Polypen diagnostiziert?

Gebärmutter-Polypen können vom Frauenarzt bei der gynäkologischen Untersuchung häufig getestet werden. Ragen die Polypen aus dem Gebärmutterhals hinaus, kann der Arzt sie bei der Untersuchung erkennen. Die meisten anderen Polypen sind mithilfe einer vaginalen Ultraschall-Untersuchung (vaginale Sonographie) sichtbar zu machen. Sitzen sie sehr weit oben am Corpus uteri, kann eine Spiegelung der Gebärmutter (Hysteroskopie) durchgeführt werden.

Wie werden Gebärmutter-Polypen behandelt?

Ein entdeckter Polyp sollte entfernt werden, damit er feingeweblich (histologisch) untersucht werden kann. So kann er von bösartigen Veränderungen abgegrenzt werden. Meist werden Gebärmutter-Polypen mithilfe einer Ausschabung (Abrasio oder Kürettage) entfernt. Die Ausschabung wird in Vollnarkose durchgeführt. In einigen Fällen wird sie mit der Gebärmutterspiegelung verbunden.

Wie verläuft die Erkrankung an Gebärmutter-Polypen?

In den meisten Fällen sind Gebärmutter-Polypen gutartig und verursachen wenig Beschwerden. In sehr seltenen Fällen können sie bösartig werden, weswegen sie entfernt werden sollten. Im Großteil der Fälle ist die Erkrankung durch die Operation geheilt.

Wie kann man Gebärmutter-Polypen vorbeugen?

Der Erkrankung an Gebärmutter-Polypen kann man nicht vorbeugen. Durch regelmäßige gynäkologische Untersuchungen können sie jedoch frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden.

Autor: Karin Wunder, Medizinautorin | Dr. med. Ulrike Henning
Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2016
ICD-Codes für diese Krankheit: N84.0
Quellen
Beiträge im Forum "Frauengesundheit"
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